Möglichkeiten für Gymnasiallehrer im Bereich der beruflichen Schulen

Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien, die mindestens zwei an der jeweiligen Schulart zu unterrichtende Fächer vorweisen können (ohne Wirtschaftsphilologen; es sei denn in der Fächerverbindung mit Mathematik oder Englisch) können im staatlichen Schuldienst an beruflichen Schulen sowohl an Fachoberschulen/Berufsoberschulen als auch an Wirtschaftsschulen sowie unter besonderen Voraussetzungen an staatlichen Fachschulen und Fachakademien eingesetzt werden.

In den Schuljahren 2015/2016 sowie 2016/2017 können an staatlichen Fachschulen und Fachakademien oder an Staatichen Beruflichen Schulzentren, die Fachschulen oder Fachakademien mitführen,  Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung für Gymnasien übernommen werden, sofern die Bewerber über eine Fächerverbinung mit mindestens zwei moderenen Fremdsprachen verfügen und zu erwarten ist, dass an der Schule oder den Schulen, an der der Einsatz primär vorgesehen ist, ein Einsatz mit dem überwiegenen Teil der vollen Unterrichtspflichtzeit mittelfristig gesichert ist. Ein Einsatz in kaufmännischen Fächern ist auch bei zusätzlicher Qualifikation nicht möglich.

Lehrkräfte, die sich bereits in einem Beamtenverhältnis eines anderen Landes befinden, können sowohl im Rahmen des Lehrertauschverfahrens als auch im Rahmen des Einstellungsverfahrens in den Schuldienst des Landes Bayern übernommen werden. Die Anrechnung bisheriger Dienstzeiten wird gesondert geprüft.

Welche Voraussetzungen sind für eine Übernahme erforderlich? Vorlesen lassen

  • Eine Übernahme in das Beamtenverhältnis kann grundsätzlich nur erfolgen, wenn die Lehrkraft das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
  • Die übrigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen wie persönliche und gesundheitliche Eignung etc. müssen ebenfalls erfüllt sein. Anderfalls wird eine Übernahme mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag geprüft.
  • Um ein Einstellungsangebot an staatlichen beruflichen Schulen in Bayern zu erhalten, müssen zum Einstellungstermin September 2016 kumulativ folgende notengrenzen beachtet werden:
  • a) Note der Qualifikationsprüfung (Zweites Staatsexamen) besser als 3,50
  • b) Gesamtprüfungsnote (gewichtete Note aus Erstem Staatsexamen bzw. Universitätsabschluss und Zweitem Staatsexamen) besser als 3,50
  • c) Einstellungsgrenznote, die zu jedem Prüfungstermin abhängig von der Planstellensituation festgelegt wird, muss erreicht sein.
  • Die zum Einstellungstermin für den staatlichen Schuldienst geltende Einstellungsgrenznote muss erreicht sein. Die Einstellungsgrenznote ist abhängig von der Bewerberzahl und der zur Verfügung stehenden Stellen und kann erst nach Bekanntgabe der aktuellen Prüfungsergebnisse (ca. Mitte August) berechnet werden.
  • Bewerber mit außerbayerischer Lehramtsbefähigung müssen eine für Bayern entsprechend anerkennbare Lehramtsbefähigung für Gymnasien vorweisen. Mit der Bewerbung muss eine Freigabeerklärung des bisherigen Arbeitgebers vorgelegt werden oder ein Nachweis, dass das Beschäftigungsverhältnis durch ordentliche Kündigung oder im gegenseitigen Einvernehmen, z. B. durch Auflösungsvertrag rechtzeitig beendet werden kann.
    Die Bewerber haben dafür Sorge zu tragen, dass sie ihren Dienst zum 13. September 2016 antreten können.

Was ist eine Freigabeerklärung? Vorlesen lassen

Bewerber, die sich bereits in einer Festanstellung bei einem anderen Schulträger befinden, legen der Bewerbung eine Freigabeerklärung des Arbeitgebers bei. In der Freigabeerklärung, die formlos ist, erklärt sich der bisherige Arbeitgeber mit einer Abgabe der Lehrkraft bis zum nächsten Schuljahresbeginn einverstanden, auch wenn noch nicht feststeht, ob die Lehrkraft tatsächlich in Bayern übernommen wird. Die Lehrkraft verbleibt bei Nichtübernahme im Schuldienst des bisherigen Arbeitgebers. Durch die Einholung der Freigabeerklärung wird der Versetzungswunsch der Lehrkraft signalisiert und dem Arbeitgeber die Möglichkeit zur Stellennachbesetzung eingeräumt. Der Bewerber hat in jedem Fall selbst dafür zu sorgen, dass ein ggf. bestehendes Vertragsverhältnis durch ordentliche Kündigung oder im gegenseitigen Einvernehmen (Auflösungsvertrag) bis zum Dienstantritt rechtzeitig beendet werden kann.

Wie funktioniert das Einstellungsverfahren an staatlichen beruflichen Schulen zum Schuljahr 2016/2017? Vorlesen lassen

Einstellungen in den staatlichen Schuldienst an beruflichen Schulen zum Schuljahr 2016 erfolgen sowohl im Rahmen des Direktbewerbungsverfahrens (Bewerbung unmittelbar auf ausgeschriebene Stellen an staatlichen beruflichen Schulen) als auch im Rahmen des Zuweisungsverfahrens (Zuweisung an die einzelnen Schulen durch das Bildungsministerium bzw. die jeweilige Bezirksregierung).

Um ein Einstellungsangebot an staatlichen beruflichen Schulen in Bayern zu erhalten, müssen zum jeweiligen Einstellungstermin kumulativ folgende Notengrenzen beachtet werden:

a) Gesamtprüfungsnote (gewichtete Note aus Erstem Staatsexamen bzw. Universitätsabschluss und Zweitem Staatsexamen) besser gleich 3,50

b) Note des Zweiten Staatsexamens (Pädagogische Prüfung) besser gleich 3,50

c) Einstellungsgrenznote, die zu jedem Prüfungstermin abhängig von der Planstellensituation festgelegt wird, muss erreicht sein. Die Einstellungsnote ist abhängig von der Bewerberzahl und der zur Verfügung stehenden Stellen und kann erst nach Bekanntgabe der aktuellen Prüfungsergebnisse (ca. Ende Juli/Anfang August 2016) berechnet werden.

Termine und Stellenausschreibungen 

Die Ausschreibung der zum Schuljahr 2016/2017 vorhandenen freien und besetzbaren Planstellen erfolgt hier in der Zeit von Freitag, 29. April 2016 (spätestens 10.00 Uhr) bis einschließlich Donnerstag, 16. Juni 2016. Die Aktualisierung der Stellen geschieht am Donnerstag, 12. Mai 2016 und am Montag, 6. Juni 2016 (im Laufe des Tages). Nach Bekanntwerden der Gesamtprüfungsnote, werden die Beschäftigungsabsichtserklärungen auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Eine vorläufige Notenbekanntgabe durch das Staatsministerium oder Orientierung an Vorjahresnoten ist nicht möglich.

Zum Direktbewerbungsverfahren: Stellenforum berufliche Schulen http://www.km.bayern.de/direktbewerbungbs

Wie kann ich mich bewerben? Vorlesen lassen

Bewerber mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien, die eine Übernahme in den staatlichen Schuldienst an beruflichen Schulen anstreben, bewerben sich zum Schujahr 2016/2017 unmittelbar auf ausgeschriebene Stellen an der jeweiligen Schule im Rahmen des Direktbewerbungsverfahrens. Möglich ist eine Bewerbung an Fachoberschulen, Berufsoberschulen, Wirtschaftsschulen, Fachschulen und Fachakademien. In den Schuljahren 2015/2016 sowie 2016/2017 können an staatlichen Fachschulen und Fachakademien oder an Staatlichen Beruflichen Schulzentren, die Fachschulen oder Fachakademien mitführen, auch Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung für Gymnasien übernommen werden, sofern die Bewerber über eine Fächerverbindung mit mindestens zwei modernen Fremdsprachen ohne Wirtschaftswissenschaften oder Sport verfügen.

Gymnasiale Bewerber (aktueller Prüfungsjahrgang, Wartelistenbewerber, Freie Bewerber) teilen auf dem ihnen von der Gymnasialabteilung persönlich übersandten Formblatt ihre Bereitschaft auf Übernahme in den staatlichen Schuldienst an beruflichen Schulen (FOS/BOS-WS) mit und nehmen am Direktbewerbungsverfahren teil bzw. werden bei Bedarf und freier Planstelle vom Bildungsministerium über die gymnasiale Einstellungsliste bei Erreichen der Einstellungsgrenznote den Schulen zugewiesen. 

Eine gesonderte zusätzliche Bewerbung beim Bildungsministerium ist damit nur für außerbayerische und Sonstige Bewerber bzw. für Gymnasiallehrkräfte notwendig, die sich für Stellen an staatlichen Fachschulen und Fachakademien bewerben, notwendig.

  • Bewerbungsformblatt
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Prüfungszeugnisse der Ersten und Zweiten Staatsprüfung in amtlich beglaubigter Kopie
  • ggf. Anerkennungsbescheid (bei außerbayerischer Bewerbung) - soweit vorhanden

Eine vorläufige Bescheinigung über das Ergebnis der Zweiten Staatsprüfung wird bei der Bewerbung akzeptiert. Das Zeugnis der Zweiten Staatsprüfung muss jedoch umgehend in beglaubigter Ablichtung vorgelegt werden. Im Bewerbungsschreiben empfiehlt sich ggf. ein Hinweis, wann die noch fehlenden Unterlagen vorgelegt werden können.

Die Unterlagen sind zu senden an:

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Ref. VI.2
80327 München

Für die Teilnahme am Direktbewerbungsverfahren ist zusätzlich eine Bewerbung mit den gleichen Unterlagen an der jeweiligen Schule erforderlich, an der die Stelle ausgeschrieben ist.

Was passiert, wenn ich beim Direktbewerbungsverfahren nicht zum Zug gekommen bin? Vorlesen lassen

Bei Bewerbern, die im Direktbewerbungsverfahren nicht zum Zuge gekommen sind, prüft das Staatsministerium im Rahmen des Zuweisungsverfahrens anhand des bestehenden Bedarfs in der jeweiligen Fächerverbindung und der Notengrenze, ob eine Übernahme in Betracht kommt. Im Zuweisungsverfahren können Stellen nur an Bewerber/innen vergeben werden, die sich für den beruflichen Schuldienst beworben haben und die Einstellungsgrenznote erreichen sowie das Anforderungsprofil erfüllen. Einsatzwünsche können hierbei jedoch nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen berücksichtigt werden.

Wie kann ich meine Bewerbung zurücknehmen? Vorlesen lassen

Bewerber, die nach Abgabe ihrer Bewerbung zwischenzeitlich ein Angebot bei einer nichtstaatlichen Schule (z. B. Stadt, Landkreis) angenommen haben oder aus sonstigen Gründen nicht mehr an ihrer ursprünglichen Bewerbung festhalten, werden aus Gründen der Fairness dringend gebeten, ihre Bewerbung beim Bildungsministerium bis spätestens 30. Juni 2016 per E-Mail unter ruecknahme-beruflSchulen@stmbw.bayern.de zurückzuziehen.

Was ist von mir zu beachten, wenn ich als Gymnasiallehrkraft an einer beruflichen Schule (FOS/BOS oder Wirtschaftsschule) eine sog. Beschäftigungsabsichtserklärung im Rahmen des Direktbewerbungsverfahrens unterschreibe? Vorlesen lassen

  • Eine Einstellung auf Planstelle kann nur erfolgen, wenn ausreichende Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind, die maßgebliche Einstellungsgrenznote erreicht wird, die allgemeinen (beamtenrechtlichen) Einstellungsvoraussetzungen erfüllt sind, die zuständige Personalvertretung zustimmt, der Bewerber nach Erhalt der Erklärung andere Bewerbungen an staatlichen Schulen unverzüglich storniert und die Lehramtsbefähigung in Bayern anerkannt ist.
  • Das Angebot wird nur wirksam, wenn zum Zeitpunkt der Unterschrift keine anderweitige vertragliche Bindung oder Zusage bei einem anderen Schulträger (z. B. kommunal/privat) vorliegt.

Nur für Neubewerber/-innen mit der Lehramtsbefähigung für Gymnasien:
Nach Festlegung der Einstellungsgrenznote an einer staatlichen beruflichen Schule, also bei Feststehen der Wirksamkeit der unterschriebenen Beschäftigungsabsichtserklärung, bekommt der Bewerber/ die Bewerberin von der Gymnasialabteilung kein weiteres Einstellungsangebot unterbreitet.
 

Bewerber/innen, die die Einstellungsgrenznote für die Gymnasien nicht erreichen und eine Beschäftigungsabsichtserklärung an einer beruflichen Schule unterschrieben haben, können ausnahmsweise im Rahmen eines befristeten Beschäftigungsverhältnisses an der selben Schule beschäftigt werden, sofern die Schulleitung und der Bewerber/ die Bewerberin dies in der Beschäftigungsabsichtserklärung durch Ankreuzen vermerkt haben. Er wird darauf hingewiesen, dass die Beschäftigung sich nicht automatisch in ein Beamtenverhältnis oder unbefristetes Beschäftigungsverhältnis wandelt und Sie sich gegebenenfalls zur Weiterbeschäftigung in den Folgejahren erneut den Wettbewerbsbedingungen stellen müssen.

Kann ich mich als Gymnasiallehrkraft auch an eine berufliche Schule versetzen lassen bzw. später wieder an ein Gymnasium (rück-)versetzt werden? Vorlesen lassen

Eine Versetzung von einer staatlichen beruflichen Schule an ein staatliches Gymnasium ist grundsätzlich möglich, sofern in der jeweiligen Fächerkombination am Zielort Bedarf besteht und der Bewerber die für die zum Einstellungstermin geltenden Einstellungsgrenznote für Gymnasien erfüllt. Soziale Gründe werden dabei nachrangig behandelt.

Staatliche Versetzungsbewerber, die von einem staatlichen Gymnasium an eine staatliche berufliche Schule wechseln wollen, leiten ihren Versetzungsantrag und entsprechendem Freigabevermerk ihrer Schulleitung auf dem Dienstweg dem Staatsministerium zu und bewerben sich im Rahmen des Direktbewerbungsverfahrens auf eine ausgeschriebene Stelle direkt an der jeweiligen Schule, sofern sie im vorgezogenen Versetzungsverfahren noch nicht zum Zug gekommen sind. Die Freigabe für eine Versetzung an eine andere Schule kann frühestens nach Ablauf der Probezeit erteilt werden.

Wo gibt es welche beruflichen Schulen? Vorlesen lassen

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es technisch noch nicht möglich, bestimmte voreingestellte Datenbankabfragen zur Verfügung zu stellen. Bitte suchen Sie manuell über die "Schulsuche".

Seite empfehlen

Termine
ASV-Logo

Interaktives E-Paper

Die Zeitschrift
Mein Bildungsweg

Newsletter bestellen

Seite empfehlen

Vorlese-Steuerung schließen