Informationen für Bewerber mit Festanstellung an privaten oder kirchlichen Schulen

Wie kann ein Übernahmeverfahren ablaufen?
Ausgebildete Lehrkräfte, die eine unbefristete Anstellung an Schulen in privater Trägerschaft (z. B. private Förderberufsschulen zur individuellen Lernförderung oder kirchliche Schulen) haben, können als sogenannte „Freie Bewerber“ im Rahmen des regulären Einstellungsverfahrens (Direktbewerbungs- bzw. Zuweisungsverfahren) in den staatlichen Schuldienst an beruflichen Schulen übernommen werden.

Welche Voraussetzungen sind für eine Übernahme erforderlich?

  • Bewerber mit außerbayerischer Lehramtsbefähigung müssen eine für Bayern entsprechend anerkennbare Lehramtbefähigung vorweisen (Link zur Zeugnisanerkennung s.u.)
  • Mit der Bewerbung muss eine Freigabeerklärung des bisherigen Arbeitgebers vorgelegt werden oder ein Nachweis, dass das Beschäftigungsverhältnis durch ordentliche Kündigung oder im gegenseitigen Einvernehmen, z. B. durch Auflösungsvertrag rechtzeitig beendet werden kann.
    Die Bewerber haben dafür Sorge zu tragen, dass sie ihren Dienst zum 10. September 2018 antreten können.
  • Die zum Einstellungstermin für den staatlichen Schuldienst geltende Einstellungsgrenznote muss erreicht sein. Die Einstellungsgrenznote ist abhängig von der Bewerberzahl und der zur Verfügung stehenden Stellen und kann erst nach Bekanntgabe der aktuellen Prüfungsergebnisse (ca. Ende Juli / Anfang August 2018) berechnet werden.
  • Eine Übernahme in das Beamtenverhältnis kann grundsätzlich nur erfolgen, wenn die Lehrkraft das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
  • Die übrigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen wie persönliche und gesundheitliche Eignung etc. müssen ebenfalls erfüllt sein.

Wie funktioniert das Einstellungsverfahren an staatlichen beruflichen Schulen zum Schulhalbjahr 2018 und zum Schuljahr 2018/2019?

Einstellungen in den staatlichen Schuldienst an beruflichen Schulen zum Schulhalbjahr 2018 sowie zum Schuljahr 2018/2019 erfolgen sowohl im Rahmen des Direktbewerbungsverfahrens (Bewerbung unmittelbar auf ausgeschriebene Stellen an staatlichen beruflichen Schulen) als auch im Rahmen des Zuweisungsverfahrens (Zuweisung an die einzelnen Schulen durch das Bildungsministerium bzw. die jeweilige Bezirksregierung). In den Mangelfächern Metalltechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik (gilt für Bewerber mit Lehramtsbefähigung für Lehramt an beruflichen Schulen) werden neben ausschließlich bayerischen Absolventen ausnahmsweise auch Freie Bewerber zum Schulhalbjahr 2018 berücksichtigt.

Aktuelle bayerische Absolventen mit der Lehramtsbefähigung an Gymnasien werden bei entsprechendem Bedarf und Erreichen der Einstellungsgrenznote über das Zuweisungsverfahren durch das Bildungsministerium an Beruflichen Oberschulen (FOS/BOS und Staatlichen Wirtschaftsschulen) eingestellt. Ausnahmsweise können Bewerber mit Lehramtsbefähigung Lehramt an Gymnasien in der Fächerverbindung mit Mathematik/Physik und Kunsterziehung auch im Direktbewerbungsverfahren an den Schulen zugelassen werden. Ein anderer Bewerberkreis findet zum Halbjahreseinstellungstermin Februar 2018 im Rahmen des Direktbewerbungsverfahrens keine Berücksichtigung.

Um ein Einstellungsangebot an staatlichen beruflichen Schulen in Bayern zu erhalten, müssen zum jeweiligen Einstellungstermin kumulativ folgende Notengrenzen beachtet werden:

a) Gesamtprüfungsnote (gewichtete Note aus Erstem Staatsexamen bzw. Universitätsabschluss und Zweitem Staatsexamen) besser gleich 3,50

b) Note des Zweiten Staatsexamens (Pädagogische Prüfung) besser gleich 3,50

c) Einstellungsgrenznote, die zu jedem Prüfungstermin abhängig von der Planstellensituation festgelegt wird, muss erreicht sein. Die Einstellungsnote ist abhängig von der Bewerberzahl und der zur Verfügung stehenden Stellen und kann erst nach Bekanntgabe der aktuellen Prüfungsergebnisse (ca. Ende Januar 2018 bzw. Juli/Anfang August 2018) berechnet werden.

Termine und Stellenausschreibungen 

Die Ausschreibung der zum Schulhalbjahr 2018 vorhandenen freien und besetzbaren Planstellen erfolgt hier in der Zeit von Dienstag, 7. November 2017 (spätestens 12.00 Uhr) bis einschließlich Donnerstag, 30. November 2017. Die Aktualisierung der Stellen erfolgt am Montag, 20. November 2017 (im Laufe des Tages). 

Die Ausschreibung der zum Schuljahr 2018/2019 vorhandenen freien und besetzbaren Planstellen erfolgt hier voraussichtlich in der Zeit von Anfang Mai 2018 bis Mitte Juni 2018. Nach Bekanntwerden der Gesamtprüfungsnote, werden die Beschäftigungsabsichtserklärungen auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Eine vorläufige Notenbekanntgabe durch das Staatsministerium oder Orientierung an Vorjahresnoten ist nicht möglich.

Zum Direktbewerbungsverfahren: Stellenforum berufliche Schulen /direktbewerbungbs

Wie kann ich mich bewerben?

Lehrkräfte bewerben sich bis spätestens 30. Juni 2018 mit folgenden Unterlagen unmittelbar beim Bildungsministerium:

  • Bewerbungsformular
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Prüfungszeugnisse der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen bzw. Diplom- oder Masterprüfung für Berufs- oder Wirtschaftspädagogen bzw. Zeugnis über die Diplomprüfung für Handelslehrer bzw. für das Lehramt an Gymnasien in amtlich beglaubigter Kopie
  • Prüfungszeugnis der Zweiten Staatsprüfung in amtlich beglaubigter Kopie
  • Anerkennungsbescheid der Lehramtsbefähigung (soweit bereits vorhanden)

Die Bewerbung ist zu richten an:

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Referat VI.2
80327 München

Für eine Teilnahme am Direktbewerbungsverfahren ist das Bewerbungsformular (einschließlich Anlagen - einfache Kopien) zusätzlich an der jeweiligen Schule (ausgeschriebene Stellen) abzugeben. Es wird empfohlen, dem Staatsministerium und ggf. der zuständigen Regierung eine formlose schriftliche Ermächtigung für die Einsichtnahme in die Personalakte unter Angabe der Adresse der bisherigen Dienststelle zu erteilen und diese den Bewerbungsunterlagen beizulegen.

Was ist eine Freigabeerklärung?

Bewerber, die sich bereits in einer Festanstellung bei einem anderen Schulträger befinden, legen der Bewerbung eine Freigabeerklärung des Arbeitgebers bei. In der Freigabeerklärung, die formlos ist, erklärt sich der bisherige Arbeitgeber mit einer Abgabe der Lehrkraft bis zum nächsten Schuljahresbeginn einverstanden, auch wenn noch nicht feststeht, ob die Lehrkraft tatsächlich in Bayern übernommen wird. Die Lehrkraft verbleibt bei Nichtübernahme im Schuldienst des bisherigen Arbeitgebers. Durch die Einholung der Freigabeerklärung wird der Versetzungswunsch der Lehrkraft signalisiert und dem Arbeitgeber die Möglichkeit zur Stellennachbesetzung eingeräumt. Der Bewerber hat in jedem Fall selbst dafür zu sorgen, dass ein ggf. bestehendes Vertragsverhältnis durch ordentliche Kündigung oder im gegenseitigen Einvernehmen (Auflösungsvertrag) bis zum Dienstantritt rechtzeitig beendet werden kann.

Wie kann ich meine Bewerbung zurücknehmen?

Bewerber, die nach Abgabe ihrer Bewerbung zwischenzeitlich ein Angebot bei einer nichtstaatlichen Schule (z. B. Stadt, Landkreis) angenommen haben oder aus sonstigen Gründen nicht mehr an ihrer ursprünglichen Bewerbung festhalten, werden aus Gründen der Fairness dringend gebeten, ihre Bewerbung beim Bildungsministerium bis spätestens 30. November 2017 (Halbjahreseinstellungsverfahren) bzw. 30.06.2018 (Sommereinstellungsverfahren) per E-Mail unter ruecknahme-beruflSchulen@stmbw.bayern.de zurückzuziehen.

Wo gibt es welche beruflichen Schulen?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es technisch noch nicht möglich, bestimmte voreingestellte Datenbankabfragen zur Verfügung zu stellen. Bitte suchen Sie manuell über die "Schulsuche".

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