Coolrider: Projekt soll Schülern die Angst vor Mobbing auf dem Schulweg nehmen

Im Projekt Coolrider lernen Jugendliche, Probleme gewaltfrei zu lösen
Im Projekt Coolrider lernen Jugendliche, Probleme gewaltfrei zu lösen

In einem gemeinsamen Projekt von bayerischem Innenministerium und dem Verkehrsverbund VGN werden Schüler in Franken zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet. Als sogenannte "Coolrider" schlichten sie im öffentlichen Nahverkehr Streit, verhindern Mobbing und dämmen Vandalismus ein.

Seit dem Jahr 2002 gibt es in Franken Fahrzeugbegleiter, die Coolrider. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Verkehrsbetriebe VGN und dem Innenministerium. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in Bussen und Bahnen, auf dem Schulweg und auch in den Schulen getreu dem Motto „Hinschauen statt wegschauen“ für Zivilcourage und gelebte Sozialkompetenz ein.

In Intensivtrainings werden die Jugendlichen von Experten geschult
In Intensivtrainings werden die Jugendlichen von Experten geschult

Kinder, die Coolrider werden wollen, müssen mindestens in der 7. Jahrgangsstufe sein. Eltern und Klassenlehrer sollen einverstanden sein. Die Schülerinnen und Schüler ab dem 13. Lebensjahr werden ausgebildet, eigenverantwortlich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg, für weniger Gewalt und fairen Umgang untereinander zu sorgen.

Wie entsteht Streit - Theorieausbildung
Wie entsteht Streit - Theorieausbildung

Eine ÖPNV-Akademie im Auftrag der VGN organisiert dazu 20-stündige Trainingskurse für die Kinder. Das Trainerteam setzt sich zusammen aus Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe, Polizeibeamten und externen Beratern. Die Teilnehmer lernen Theorie. Aber sie üben auch in Rollenspielen alltägliche Situationen ein, mit denen sie konfrontiert werden können. Der Ausbildungsplan beinhaltet unter anderem ein De-Eskalationstraining. So werden die Schüler in den Stand versetzt, kritische Situationen zu erkennen, einzuschätzen und richtig zu reagieren. Sie lernen Körpersprache wahrzunehmen und selbst bewusst einzusetzen, sie erhalten Tipps für ein sicheres Auftreten und erfahren, wie man sich selbst schützen kann. Ein wichtiger Baustein der Ausbildung ist ein Kommunikationstraining. Es vermittelt, wie man sich bei Meinungsverschieden- heiten gewaltfrei via Gespräch auseinandersetzt.

Als ausgebildete Coolrider können sie dann Jugendliche ansprechen, die ein falsches Verhalten zeigen – der Ansatz „von Jugendlichen für Jugendliche“ erklärt unter anderem die große Akzeptanz des Projektes. In Franken gehören ihm mittlerweile 50 Schulen an. In den kommenden Jahren ist eine Ausweitung in Zusammenarbeit zwischen dem bayerischem Kultusministerium und dem Innenministerium auf weitere Regionen Bayerns geplant.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt:

Andrea Leißner, VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Telefon 0911/283 – 2386, andrea.leissner@vag.de

Für das Projekt wird auch jugendgerecht mit einem Comic geworben
Für das Projekt wird auch jugendgerecht mit einem Comic geworben

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