Wege aus der Depression Projekt „Icebreaker“ informiert über seelische Erkrankungen im Jugendalter

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Eine Depression kann viele Gesichter haben: Eine Woche lang beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts „Icebreaker“ mit den Formen von Depressionen und setzen sich mit den Sorgen von Betroffenen auseinander. 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Morgens einfach nicht aufstehen wollen, das Gefühl alleine zu sein, oder auch schwindendes Selbstbewusstsein: Eine Depression kann viele Gesichter haben und wird oftmals erst spät erkannt. Hier möchte Theatermacher JeanFrancois Drozak ansetzen und in seinem Präventionsprojekt „Icebreaker“ gemeinsam mit der AOK Jugendliche im schulischen Setting auf kreative sowie sehr persönliche Weise für das Thema Depressionen sensibilisieren. Das Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Gesundheitsminister Klaus Holetschek steht, wurde nun im Bayern 2-Wettbewerb „Gutes Beispiel 2022“ auf den 1. Platz gewählt.

Kultusminister Michael Piazolo freut sich sehr über diese Würdigung und betont am Freitag: „Depressionen sind eine der häufigsten psychischen Erkrankungen und betreffen nahezu alle Altersgruppen – auch junge Menschen. Während der coronabedingten Schulschließungen sind manche Schülerinnen und Schüler über sich hinausgewachsen. Andere wiederum haben sich isoliert gefühlt, waren mit ihren Sorgen und Ängsten alleine. Im schlimmsten Fall kann sich daraus eine psychische Erkrankung entwickeln. Eine Depression kann jeden von uns treffen, aber, und das ist entscheidend: Sie ist heilbar. Es ist daher wahnsinnig wichtig, dass Schülerinnen und Schüler erfahren, wo sie sich Hilfe holen können.“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek
Gesundheitsminister Klaus Holetschek

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek unterstreicht: „Die Pandemie hat nochmal besonders deutlich gezeigt, wie wichtig ein offener Umgang mit psychischen Erkrankungen ist – insbesondere auch bei Kindern und Jugendlichen. Leider werden Betroffene aber auch heute noch zu oft stigmatisiert und ausgegrenzt. Dabei gehören psychische Störungen wie Depressionen längst zu den Volkskrankheiten. Das Theaterstück ‚Icebreaker‘ soll das sprichwörtliche Eis brechen – und zeigen, wie wir offen über psychische Erkrankungen sprechen und Berührungsängste abbauen können. Das Projekt trägt damit ganz wesentlich zur weiteren Destigmatisierung von psychischen Erkrankungen bei. Ein Ziel, das wir schon lange nicht nur mit dem Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe Gesetz verfolgen, sondern auch mit zahlreichen Maßnahmen und Kampagnen.“

So funktioniert das Projekt „Icebreaker“
„Icebreaker“ ist bereits seit rund fünf Jahren an den bayerischen Schulen aktiv und bereichert damit das umfangreiche Unterstützungs- und Aufklärungsangebot von Kultus- und Gesundheitsministerium. Eine Woche lang beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler dabei mit den verschiedenen Formen von Depressionen und setzen sich mit den Sorgen von Betroffenen und ihrem Umfeld auseinander. Ihre Erkenntnisse und insbesondere auch Möglichkeiten im Umgang mit der Krankheit geben sie auf spielerische Weise in einer anschließenden Theateraufführung an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiter. Als während des Lockdowns solche Theatervorstellungen nicht möglich waren, wurden Videoclips produziert, die anschließend den Schulen zur Verfügung gestellt wurden. Für das weitere Schuljahr ist das Präventionsprogramm „Icebreaker“ bereits jetzt in verschiedenen Schulen in Oberfranken und in der Oberpfalz fest eingeplant.

Weitere Informationen zu Aufklärungsmaterialen, Hilfeangeboten und Ansprechpartnern zum Thema Depression/Seelische Gesundheit sind unter www.km.bayern.de/schulberatung/depression sowie unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/psychische-gesundheit-in-zeiten-der-coronakrise zu finden. 

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