Themenheft Einsichten + Perspektiven Antisemitismus geschlossen entgegentreten

Das Titelbild des Themenheftes 1/2020 der Zeitschrift Einsichten und Perspektiven. Ein Klick ins Bild öffnet das interaktive E-Paper
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Wissen gegen Judenhass: Das neue Themenheft der Reihe Einsichten und Perspektiven dokumentiert Erscheinungsformen des Antisemitismus und den Umgang damit.

Deutschland erlebt aktuell einen drastischen Anstieg antisemitischer Handlungen. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit dokumentiert in einem neuen Themenheft „Antisemitismus“ Erscheinungsformen des Antisemitismus und den Umgang damit. Dabei reichen die Beiträge von Artikeln zur schulischen Auseinandersetzung bis hin zu kürzeren Interviews und Essays betroffener Personen. Neben renommierten Antisemitismusforschern kommt so zum Beispiel auch der Rapper Ben Salomo zu Wort. Das Themenheft ist in der Zusammenarbeit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe entstanden.

Das Themenheft ist Teil eines Präventionskonzepts, das der Antisemitismusbeauftragte Dr. Ludwig Spaenle in den letzten Monaten unter dem Titel „Wissen gegen Judenhass“ erarbeitet hat. „Die Zahl der antisemitisch motivierten Straftaten in Bayern steigt. Dieser Entwicklung müssen wir geschlossen entgegentreten. Dabei reicht es nicht aus, nur zu reagieren. Wir müssen früher ansetzen und den antisemitischen Vorurteilen und Meinungen mit Tatsachen und Bildung entgegentreten.“, betont Dr. Spaenle.

Der Kampf gegen Antisemitismus ist auch ein zentraler Aspekt der Arbeit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Ihrem Direktor Rupert Grübl ist es ein besonderes Anliegen, ein breites und differenziertes Angebot zu diesem Thema zur Verfügung zu stellen. „Das Judentum gehört zu Bayern. Deshalb sollten nicht nur die Verfolgung und der Holocaust thematisiert werden, sondern auch der erhebliche Beitrag, den jüdische Bürgerinnen und Bürger etwa zu Kultur, Politik und Wirtschaft geleistet haben. Neben der Erinnerung an die Shoah muss auch diese positive Geschichte stärker ins Bewusstsein dringen.“, erläutert Rupert Grübl.

Zusätzlich zum Themenheft plant die Landeszentrale weitere Projekte wie ein Argumentationstraining gegen antisemitische Parolen, ein Kurzvideo im Rahmen der Reihe „Zeit für Politik“, eine Webtalk-Reihe und ein Heft zu jüdischem Leben in Deutschland.

Das Themenheft ist ab sofort auf der Webseite der Landeszentrale abrufbar oder in gedruckter Form bestellbar.

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