Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Neue Außenstelle soll Ideenschmiede für bayernweite Projekte werden

Die neue Außenstelle der BLZ in Augsburg wird ein Hauptaugenmerk auf politische Bildungsarbeit im digitalen Zeitalter legen
Die neue Außenstelle der BLZ in Augsburg wird ein Hauptaugenmerk auf politische Bildungsarbeit im digitalen Zeitalter legen

Die bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) erhält eine neue Außenstelle in Augsburg. Dort wird vor allem politische Bildung im digitalen Zeitalter im Zentrum stehen und es sollen bayernweite Projekte auf diesem Gebiet angestoßen werden.

„Ich freue mich, dass wir ein innovatives Konzept für die neue Außenstelle unserer Landeszentrale für politische Bildungsarbeit entwickelt haben – und in der Stadt Augsburg einen kompetenten Kooperationspartner mit fundierten Erfahrungen in der kommunalen Bildungsarbeit“, betonte Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo bei der Vorstellung des neuen Konzeptes in München. Die Landeszentrale wird sich in Augsburg vornehmlich der neuen Aufgabe der politischen Bildung im Netz widmen und ihre digitale Bildungsarbeit mit einem Fokus auf den Bereich der Extremismusprävention von hier aus maßgeblich steuern. Zudem werden auf Basis der engen Kooperation mit der Stadt Augsburg attraktive Angebote für andere Städte und Gemeinden entwickelt werden, die bayernweit nutzbar sind. Die Arbeit der Außenstelle nimmt damit offensiv die Herausforderungen des medialen Wandels auf und entwickelt die klassische Bildungsarbeit der Landeszentrale im Zeitalter des Internets weiter. 

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl erklärte hierzu: „Dies eröffnet Perspektiven für eine höchst spannende Netzwerkkooperation mit den unterschiedlichsten Einrichtungen vor Ort, wie miteinander kommunizierende Röhren. Hier entsteht eine Ideenschmiede, die verschiedene Ansätze bündeln kann, um neue Formate zu entwickeln. Das schafft Synergien, von denen alle profitieren, die auf dem Feld arbeiten: Stadt, Schulen, Universität und Hochschule. Auch als Friedensstadt ist Augsburg der ideale Standort, um zu ermitteln, wie die Werte für ein gelingendes urbanes Miteinander weitergegeben werden können. Dass sich die Außenstelle auch der Extremismusprävention widmet, hat deshalb auch Signalcharakter.“

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Mi.) freut sich mit Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl (li.) und Rupert Grübl, dem Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (re.), über die Errichtung einer neuen Außenstelle der BLZ
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Mi.) freut sich mit Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl (li.) und Rupert Grübl, dem Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (re.), über die Errichtung einer neuen Außenstelle der BLZ

Direkt vor Ort werden Projekte und Konzepte für ein bayernweites Angebot im Bereich der kommunalen politischen Bildung erprobt. Drei erste konkrete Projekte sind für die Zusammenarbeit der Landeszentrale mit der Stadt ausgewählt: die Augsburger „Medienscouts“, der in Augsburg bereits etablierte „Lernort Rathaus“ und das neue Modellprojekt „Friedensstadt“. Bei allen Formaten ist eine bayernweite Fortentwicklung der Projektarbeit geplant. Neben der Zusammenarbeit mit der Stadt ist eine Kooperation mit den zahlreichen Partnern der Augsburger Bildungslandschaft vorgesehen, insbesondere auch mit der Universität Augsburg. 

Finanzminister Albert Füracker
Finanzminister Albert Füracker

Im Bereich der digitalen Bildungsarbeit wird die Außenstelle der Landeszentrale in Augsburg zudem die geplante Zusammenarbeit mit den „BayernLabs“ koordinieren. Diese öffentlich zugänglichen digitalen Bildungseinrichtungen des Freistaats sind flächendeckend in ganz Bayern (aktuell acht Standorte; 13 Standorte im Endausbau) als „IT-Labore“ und Schaufenster für digitale Innovation verteilt. „Mit unseren BayernLabs bauen wir insbesondere in den ländlichen Regionen Bayerns eine Brücke in die schnellebige und komplexe IT-Welt. Mehr als 80.000 Besucher in den bereits bestehenden acht BayernLabs belegen deren großen Erfolg und Attraktivität. Sie bieten modernste Technik zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung“, kommentierte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker die geplante Kooperation. Durch geeignete Formate lassen sich „politische Bildung online“ und innovative digitale Bildung in der Kommune zielgruppengerecht vermitteln. Zudem wird die Außenstelle über die Kooperation mit den BayernLabs dem Auftrag der Landeszentrale als einer digitalen Bildungseinrichtung mit bayernweiter Reichweite gerecht.

Die Landeszentrale wird sich in Augsburg mit den dort vorhandenen vielfältigen Bildungsressourcen und Bildungspartnern vernetzen, um von hier aus im ganzen Freistaat wirken zu können. Ein zentraler Standort wird hierfür bereits gesucht.

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