Versetzung und Einstellung im Bereich der Realschule 2020/21 Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die Personalplanung für das kommende Schuljahr 2019/20 im Realschulbereich läuft auf vollen Touren
Die Personalplanung für das kommende Schuljahr 2019/20 im Realschulbereich läuft auf vollen Touren

Versetzungsgesuche, Neueinstellungen, Ortszuweisungen für Referendare: Die Personalplanung für das kommende Schuljahr 2019/20 im Realschulbereich ist bereits in vollem Gange. Damit auch Bewerber auf dem Laufenden sind, haben wir hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Versetzung und Einstellung zusammengestellt.

Auch wir wissen, dass Sie dringend auf Informationen warten. Sie können sich daher darauf verlassen, dass Entscheidungen umgehend mitgeteilt werden und Sie wichtige Informationen immer schnellstmöglich erfahren.

Neue Gesichtspunkte Ihrer Situation müssen Sie immer schriftlich mitteilen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass persönliche Vorsprachen zur besonderen Betonung von Details, die dem Ministerium bereits bekannt sind, die Gesamtplanung und damit den Informationsfluss unnötig verzögern.

Wir bitten Sie daher dringend darum, von persönlichen Vorsprachen im Kultusministerium während der Personalplanung Abstand zu nehmen.

Zudem sind Rechtsauskünfte zu Arbeitsverträgen und Kündigungsfristen bei anderen Arbeitgebern grundsätzlich nicht möglich.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick

Kann schon etwas zu meinem Versetzungsantrag/Antrag auf Wiederverwendung gesagt werden?

Mit dem Versetzungs- bzw. Wiederverwendungsverfahren kann erst begonnen werden, wenn die Bedarfe aller staatlichen Realschulen überprüft worden sind. Dies dauert in der Regel bis Ende Juni. Jeder Versetzungsbewerber/jede Versetzungsbewerberin hat, sofern er/sie auf seinem/ihrem Antrag auf Versetzung bzw. Wiederverwendung die hierfür notwendige Einwilligung gegeben hat, die Möglichkeit, ab Juli im BRN (www.realschule.bayern.de) unter der Rubrik „Lehrer - Personalien – Versetzung/Wiederverwendung“ durch Eingabe des Kennworts und der PIN (diese wird von der Schulleiterin/dem Schulleiter Ihrer Stammschule ausgehändigt) den Stand der Bearbeitung zu erfahren. Bitte beachten Sie auch dringend die Hinweise zum Masernschutzgesetz!

Gibt es die Möglichkeit, mir selbst einen Tauschpartner zu suchen, um an eine meiner priorisierten Schulen zu kommen?

Diese Möglichkeit wird durch einen Ringtausch gegeben, d. h. Lehrkraft 1 von der Realschule A wechselt an Realschule B und umgekehrt wechselt Lehrkraft 2 mit gleicher Fächerverbindung und gleichem Stundenmaß von Realschule B an Realschule A.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass beide Lehrkräfte und beide Schulleitungen dem Ringtausch schriftlich zustimmen. Der Ringtausch kann bis zum 10. August beim Staatsministerium beantragt werden.

Teilnehmen können alle Lehrkräfte, die dauerhaft in den staatlichen Realschuldienst eingestellt sind und zum Schuljahresbeginn 2020/21 unterrichten werden. Ausgeschlossen sind demnach Lehrkräfte, die im Schuljahr 2020/21 beurlaubt (z. B. wegen Elternzeit) bzw. freigestellt (z. B. Sabbatjahr) sind, sowie Studienreferendarinnen/Studienreferendare und Aushilfslehrkräfte.

Dieses Verfahren beruht allein auf der Eigeninitiative der betroffenen Lehrkräfte. Das Staatsministerium kann bei der Suche nach einem Tauschpartner nicht behilflich sein.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Dienstvorgesetzten (Schulleiterin/Schulleiter Ihrer Stammschule).

Wie stehen generell die Einstellungschancen?

Die bundesgesetzliche Regelung sieht insbesondere vor, dass die Schulleitung den Immunstatus der an ihrer Schule beschäftigten Lehrkräfte in Bezug auf Masern überprüft und dies dokumentiert. Die Nachweispflicht gilt nur für Personen, die nach dem 31.12.1970 geboren sind.

Das Masernschutzgesetz stellt in Bezug auf die Nachweispflicht auf die jeweilige Einrichtung, sprich auf jede einzelne Schule ab. Dies bedeutet, dass jeder Einrichtungswechsel, insbesondere eine Versetzung, seit 01.03.2020 die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises im Sinne des Masernschutzgesetzes vor Antritt an der jeweiligen Schule auslöst.

Sofern Sie einen Versetzungs- oder Wiederverwendungsantrag gestellt haben wird die Schulleiterin/der Schulleiter Ihrer derzeitigen Stammschule einen Nachweis im Sinne des Masernschutzgesetzes einfordern, sodass Ihr Antrag aufrechterhalten werden kann.

Folgende Faktoren werden die Einstellungsmöglichkeiten auch zu den kommenden Schuljahren weiter maßgeblich beeinflussen:

  • Die Schülerzahlen werden mit Beginn dieses Jahrzehnts kontinuierlich ansteigen (ausführliche Informationen in der regionalisierten Schüler- und Absolventenprognose auf der Homepage des Staatsministeriums (www.km.bayern.de) unter der Rubrik „Ministerium ®  Statistiken & Forschung“). Ein verstärkter Anstieg der Schülerzahlen ist dabei vor allem in Südbayern und insbesondere in den Ballungsräumen zu erwarten, so dass dort in der Hauptsache die Neueinstellungen erfolgen werden müssen.
  • Die Anzahl der Eintritte in den Ruhestand und damit die Fluktuation von staatlichen Realschullehrkräften wird auch in den kommenden Jahren auf einem weiterhin relativ niedrigen Niveau bleiben. Grund dafür ist ein geringer Altersdurchschnitt in den Lehrerkollegien.

 

Zur Einschätzung der über den kommenden Einstellungstermin 2020 hinausgehenden Einstellungssituation wird auf die auf der Homepage des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus veröffentlichten Einstellungsaussichten für Lehramtsabsolventen in Bayern verwiesen (zu finden auf www.km.bayern.de unter der Rubrik „Ministerium ® Statistiken & Forschung“). Diese zeigt, dass sich – ausgehend von den jetzigen Kenntnissen und Daten – die Einstellungssituation in den staatlichen Realschuldienst für die zukünftigen Absolventen weiter kontinuierlich verbessern wird. Wenngleich die absolute Einstellungszahl zwar nicht die Höhe der Einstellungen wie zu Zeiten der starken Schülermehrung erreicht, wird sich zukünftig insbesondere aufgrund des deutlichen Rückgangs der Studienreferendare und Studierenden die Einstellungsquote weiter merklich verbessern.

Wo kann ich mich über andere Beschäftigungsmöglichkeiten informieren?

Nähere Informationen können auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unter der Rubrik „Lehrer --> Stellen --> Realschule --> Sonstige Anstellungsmöglichkeiten“ abgerufen werden:

https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/sonstige-anstellungsmoeglichkeiten.html

Außerdem werden wieder Maßnahmen der Zweitqualifizierung für Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung für Realschulen (bzw. Gymnasien) nach Art. 22 Abs. 2 Satz 2 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz angeboten, die zum Erwerb der Lehramtsbefähigung für das Lehramt an Förderschulen sowie Grund- bzw. Mittelschulen führen. Nähere Informationen hierzu sind unter https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/quereinstieg.html zu finden.

Adressen, Standorte, Schulträger und Stellenangebote von nichtstaatlichen bayerischen Realschulen finden sich zudem auf www.realschule.bayern.de.

Darüber hinaus besteht in einem Stellenportal auf den Internetseiten des Staatsministeriums unter „Lehrer --> Stellen --> Stellenbörsen und Vertretungskräfte“ die Möglichkeit, sich über weitere externe Stellenausschreibungen zu informieren:

https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/stellenboersen-und-vertretungskraefte.html

Die Angaben, die ich auf meiner Bewerbung/meinem Versetzungs- bzw. Wiederverwendungsantrag gemacht habe, sind nicht mehr aktuell. Was muss ich tun?

Adressänderungen, Ortswunschänderungen oder sonstige Ergänzungen, die sich erst im Nachhinein ergeben haben, sind per Fax mit Unterschrift unter Angabe des Namens, des Geburtsdatums, der Fächerverbindung und der Art der Bewerbung/des Antrags (Prüfungsjahrgang, Warteliste, Freie Bewerbung, Versetzung oder Wiederverwendung) an die Faxnummer 089/2186-2805 zu senden.

Änderungen beim Familienstand bzw. die Anzeige der Geburt eines Kindes sind auf dem Dienstweg mit der entsprechenden Urkunde anzuzeigen. Die Unterlagen sollten vorab zusätzlich per Fax an obige Nummer geschickt werden.

Änderungen, die nachträglich eingereicht werden, können dabei nur noch bedingt berücksichtigt werden.

Wann und wie erfahre ich, ob ich eingestellt werde?

Mit dem Einstellungsverfahren kann erst begonnen werden, wenn die Bedarfe aller staatlichen Realschulen überprüft und das Wiederverwendungs- bzw. Versetzungsverfahren für die bereits im Staatsdienst dauerhaft beschäftigten Lehrkräfte abgeschlossen ist. Stellenangebote können daher voraussichtlich frühestens ab Mitte Juli 2019 an die Bewerberinnen und Bewerber ergehen, die jedoch umgehend informiert werden. Es ist deshalb notwendig, Vorsorge zu treffen, dass Ihnen ggf. die Post während der Ferien nachgesandt wird. Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare werden dringend gebeten, von fernmündlichen und schriftlichen Anfragen sowie von persönlichen Vorsprachen in Einstellungsangelegenheiten vor Erhalt eines Stellenangebots Abstand zu nehmen, da der Geschäftsablauf hierdurch sehr behindert und die Stellenbesetzung verzögert wird. Bitte beachten Sie auch dringend die Hinweise zum Masenschutzgesetz!

Bei einem Einstellungsangebot ergeht ein entsprechendes Schreiben an die auf der Bewerbung angegebene Adresse. Bei Nichteinstellung werden die Bewerberinnen/ Bewerber nicht gesondert informiert.

Was zählt als „soziales Kriterium“ bei der Ortsvergabe im Falle der Einstellung?

  • im Haushalt lebende, zu betreuende minderjährige Kinder, Ehepartner/eingetragener Lebenspartner
  • Pflege eines nahen Angehörigen (hierfür muss man bei vorliegender Pflegestufe offiziell als Pflegeperson eingetragen sein)
  • zwingende medizinische Gründe wie z. B. Betreuung durch eine bestimmte medizinische Einrichtung bei entsprechendem Krankheitsbild

Die Hauptkriterien sind dabei die Kinderzahl und der Familienstand, bei den anderen Kriterien muss über deren Gewichtung im Einzelfall entschieden werden.

Keine „sozialen Kriterien“ – so wichtig sie sich auch für den Einzelnen bzw. für unsere Gesellschaft darstellen – sind insbesondere:

  • Privateigentum, angemietete Immobilien
  • Vereinszugehörigkeit, sonstiges außerdienstliches Engagement
  • Haustiere
  • berufliche Bindung des Partners

Voraussetzung für ein Einstellungsangebot ist ein dauerhafter Bedarf in der jeweiligen Fächerverbindung an einer Schule. Somit ist es häufig der Fall, dass eine Neueinstellung in der angegebenen Wunschregion trotz Vorliegen entsprechender sozialer Kriterien nicht zu realisieren ist.

Hat man einen bayernweiten Einsatz durch Streichung des entsprechenden Satzes auf dem Bewerbungsformblatt ausgeschlossen, erhält man daher kein Einstellungsangebot, wenn die Schulorte, an denen ein bestehender Bedarf gedeckt werden muss und die von der Bewerberin/vom Bewerber angegebenen Wunschorte/-regionen nicht übereinstimmen (obwohl man aufgrund der Leistungskriterien ein Stellenangebot erhalten hätte).

Bewerberinnen/Bewerber, die aus persönlichen Gründen sehr ortsgebunden sind, ist daher ebenfalls anzuraten, sich auch um heimatnahe, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten (z. B. im Bereich der privaten und kommunalen Realschulen oder außerhalb des Schuldienstes) zu bemühen.

Wie werden mein Wehr- oder Zivildienst bzw. meine Elternzeit/ Pflegezeiten bei der Einstellung berücksichtigt?

Wird eine Verzögerung gemäß der gesetzlichen Bestimmungen anerkannt, so wird geprüft, ob die Bewerberin/der Bewerber zu dem Zeitpunkt, zu dem sie/er sich ohne die Verzögerung hätte bewerben können, mit ihrer/seiner Gesamtprüfungsnote ein Einstellungsangebot erhalten hätte. Ist dies der Fall, so ist sie/er zunächst einmal nur quotenplatzberechtigt. Da die Anzahl der Quotenplätze gemäß der gesetzlichen Bestimmungen beschränkt ist (wenige Einstellungsmöglichkeiten bedeuten auch wenige Quotenplätze) und auch hier das Leistungsprinzip anzuwenden ist, kann oftmals auch ein Quotenplatz nur an die Beste/den Besten der Quotenplatzberechtigten mit Wehr-/Zivildienst, Elternzeit bzw. Pflegezeit in einer Fächerkombination vergeben werden. Eine Quotenplatzberechtigung ist damit noch keine Einstellungsgarantie. Ausführlichere Informationen hierzu finden Sie unter

https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/bayerische-bewerber-ohne-festanstellung/aktueller-pruefungsjahrgang.html

Ich habe einen Vertrag mit einem nichtstaatlichen Schulträger unterzeichnet, obwohl ich mich für den Staatsdienst beworben habe. Was muss ich beachten?

Nach gültiger Rechtslage kann ein Stellenangebot nur dann unterbreitet werden, wenn ein bestehendes Arbeitsverhältnis unter Wahrung der Kündigungsfristen von Ihnen ordnungsgemäß beendet werden kann bzw. wenn man von seinem Arbeitgeber/Dienstherrn freigestellt wird. Sobald ein Vertrag mit einem nichtstaatlichen Schulträger eingegangen wird, muss die Bewerbung um Verwendung im staatlichen Realschuldienst daher zurückgezogen werden (Verwendung des Formblatts für den Rückzug der Bewerbung). Man kann unter bestimmten Bedingungen dennoch eine Wartelistenberechtigung erhalten bzw. weiterführen, erhält aber zum aktuellen Termin kein Einstellungsangebot mehr.

Wird die Bewerbung nicht zurückgezogen und wegen Vorenthalten dieser Information der Bewerberin/dem Bewerber ein Angebot unterbreitet, so ist das Stellenangebot des Staatsministeriums ungültig und wird zurückgezogen. Dies kommt einer Absage des Stellenangebots Ihrerseits gleich und hat den Verlust der Wartelistenberechtigung zur Folge. Einzige Ausnahme: Man erhält das staatliche Angebot nach dem 10. August. Nach diesem Zeitpunkt behält man die Berechtigung, am Wartelistenverfahren teilzunehmen, es sei denn, Sie nehmen eine „wartelistenschädliche“ Stelle (im nichtstaatlichen öffentlichen Schuldienst Bayerns, im öffentlichen Schuldienst außerhalb Bayerns oder in Verbindung mit der Ernennung zum Kirchenbeamten) an.

Weitere Informationen zum Wartelistenverfahren erhalten Sie unter https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/warteliste.html

Ich bin einen zeitlich befristeten Vertrag an einer staatlichen Realschule zur Aushilfe eingegangen. Kann ich trotzdem noch ein Angebot auf unbefristete Einstellung in den staatlichen Realschuldienst erhalten?

Zeitlich befristete Verträge zur Aushilfe an einer staatlichen Realschule stehen der dauerhaften Einstellung in den staatlichen Realschuldienst nicht entgegen. Erhält man ein Einstellungsangebot, muss die Schulleitung der Realschule, an der man zur Aushilfe tätig werden sollte, zeitnah darüber informiert werden, damit diese sich um eine neue Aushilfe bemühen kann.

Sind noch Bewerbungen für das Schuljahr 2020/21 möglich?

Nein. Bewerbungen sind erst wieder für das Schuljahr 2021/2022 möglich.

Wie erfährt man, auf welchem Platz der Warteliste man sich befindet?

Ab Ende Juni ist der Wartelistenplatz für den aktuellen Einstellungstermin in der jeweiligen Fächerverbindung auf der anonymisierten Reihung unter https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/warteliste.html einsehbar, sofern in dieser Fächerverbindung mehr als drei Bewerbungen von Wartelistenberechtigten vorliegen.

Welche Möglichkeiten gibt es für Quereinsteiger?

Im Realschulbereich werden aufgrund der aktuellen Bewerberzahlen derzeit keine Sondermaßnahmen für einen Quereinstieg durchgeführt noch sind solche mittelfristig geplant.

Welche Frist gilt für die Stellenzusage auf das Angebotsschreiben?

Eine Äußerung zu einem Stellenangebot muss dem Staatsministerium innerhalb einer Frist von drei Tagen - die Frist beginnt mit dem Tag des Poststempels - vorliegen. Daher ist es notwendig, Vorsorge zu treffen, dass ggf. die Post während der Ferien nachgesandt wird. Neben der Rücksendung des Antwortvordruckes wird vorab zusätzlich um eine telefonische Zu- oder Absage des Stellenangebots gebeten. Die Kontaktdaten liegen dem Angebotsschreiben bei.

Um Verzögerungen im Rahmen der Einstellung zu vermeiden, ist dafür Sorge zu tragen, dass eine Kopie eines am Einstellungstermin gültigen Personalausweises/Reisepasses der Rücksendung des Angebots beigelegt werden kann. Weiterhin kann das Stellenangebot von einem Bevollmächtigten angenommen werden. Die Vollmacht zur Annahme des Stellenangebots ist in diesem Fall der Rücksendung des Antwortvordrucks beizufügen. Bitte beachten Sie auch dringend die Hinweise zum Masenschutzgesetz!

Was muss ich im Rahmen einer angestrebten Versetzung hinsichtlich eines ausreichenden Masernschutzes gemäß § 20 Absatz 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) beachten?

Die bundesgesetzliche Regelung sieht insbesondere vor, dass die Schulleitung den Immunstatus der an ihrer Schule beschäftigten Lehrkräfte in Bezug auf Masern überprüft und dies dokumentiert. Die Nachweispflicht gilt nur für Personen, die nach dem 31.12.1970 geboren sind.

Das Masernschutzgesetz stellt in Bezug auf die Nachweispflicht auf die jeweilige Einrichtung, sprich auf jede einzelne Schule ab. Dies bedeutet, dass jeder Einrichtungswechsel, insbesondere eine Versetzung, seit 01.03.2020 die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises im Sinne des Masernschutzgesetzes vor Antritt an der jeweiligen Schule auslöst.

Sofern Sie einen Versetzungs- oder Wiederverwendungsantrag gestellt haben wird die Schulleiterin/der Schulleiter Ihrer derzeitigen Stammschule einen Nachweis im Sinne des Masernschutzgesetzes einfordern, sodass Ihr Antrag aufrechterhalten werden kann.

Was muss ich im Rahmen der Einstellung hinsichtlich eines ausreichenden Masernschutzes gemäß § 20 Absatz 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) beachten?

Deutschlandweit müssen Lehrkräfte an Schulen – unabhängig des jeweiligen Schulträgers – einen ausreichenden Masernschutz gemäß § 20 Absatz 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) nachweisen können.

Sollte Ihnen im Einstellungsverfahren zum September 2020 ein Angebot unterbreitet werden, so dürfen Sie den Dienst an der Ihnen zugewiesen Dienstelle nur aufnehmen, wenn Sie den entsprechenden Nachweis über einen ausreichenden Masernschutz erbringen können. Sie werden daher dringend gebeten, rechtzeitig dafür Sorge zu tragen, dass ein entsprechender Nachweis für eine zukünftige Beschäftigung im Schuldienst bereits im Vorfeld vorliegt und innerhalb der dreitägigen Rückmeldefrist auf ein ggfs. erfolgendes Planstellenangebot zusammen mit den weiteren Einstellungsunterlagen eingesendet werden kann.

Bitte beachten Sie, dass ein Stellenangebot seine Gültigkeit verliert, wenn ein Nachweis im Sinne des Infektionsschutzgesetzes – IfSG nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitkorridors vorliegt. Die Planstelle wird dann dem nächsten Bewerber angeboten, der einen entsprechenden Nachweis erbringen kann. Dies ist zur fristgerechten Beendigung des Einstellungsverfahrens und damit der Sicherstellung der Unterrichtsversorgung nicht anderes möglich.

Grundsätzlich ist daher anzuraten, den Nachweis rechtzeitig einzuholen, da dieser zukünftig für eine Beschäftigung an alle Schulen benötigt wird.

Der erforderliche Nachweis über einen ausreichenden Masernschutz gemäß § 20 Absatz 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) kann dabei wie folgt erbracht werden:

1. Durch eine beglaubigte Kopie der Seiten des Impfausweises über 2 Masernimpfungen inklusive der ersten Seite des Impfausweises (Name, Vorname und Geburtsdatum) oder

2. durch eine ärztliche Bescheinigung, dass eine Immunität gegen Masern vorliegt, weshalb kein Impfnachweis erforderlich ist oder

3. durch eine ärztliche Bescheinigung über eine dauerhafte medizinische Kontraindikation, aufgrund derer eine Masernschutzimpfung nicht gegeben werden darf oder

4. durch eine Bescheinigung einer Behörde oder einer anderen Einrichtung, dass eine ärztliche Bescheinigung über Immunität oder dauerhafte Kontraindikation bereits vorgelegt wurde.

Eine Schwärzung der übrigen Impfungen auf der Kopie der Seiten des Impfausweises ist zulässig. Eventuell anfallende Kosten für die Beglaubigung bzw. für die Erstellung von Bescheinigungen sind vom Nachweispflichtigen/von der Nachweispflichtigen zu tragen. Eine Übernahme der Kosten ist nicht möglich.

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