Jugend debattiert Bayerische Meister der Redekunst stehen fest

Die Finalisten der Altersgruppe 1 bei der freien Aussprache
Die Finalisten der Altersgruppe 1 bei der freien Aussprache

Kluge Argumente und geschickte Gesprächsführung: Das war gefragt beim Landesfinale des Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert". Bei der Veranstaltung im Bayerischen Landtag wurden nun die Siegerinnen und Sieger ermittelt und ausgezeichnet.

Kontroverse Meinungen, hitzige Debatten und verbaler Schlagabtausch: Das Finden und gekonnte Einbringen der besten Argumente gehört für Kultusminister Michael Piazolo „natürlich schon immer zur Geschichte des bayerischen Landtags.“ Den Minister freute es daher „ganz besonders, dass nun unsere Schülerinnen und Schüler diese Rolle übernommen haben und statt uns Politikern hier wichtige Fragen unserer Zeit erörtern“.

Ob bei Themen wie Artenvielfalt, Bundeswehr oder einem verpflichtenden Auslandsaufenthalt für alle Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen – Die bayerischen Schülerinnen und Schüler zeigten sich im Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ als versierte Redekünstler und lieferten sich spannende rhetorische Duelle. Michael Piazolo war denn auch voll des Lobes für die „sehr klugen Argumente und die geschickte Gesprächsführung“ der jungen Rednerinnen und Redner: „Mir gefällt nicht nur der gut abgestimmte Einsatz der eigenen Redebeiträge, sondern insbesondere auch der respektvolle Umgang mit der Meinung des Gegenübers. Die Schülerinnen und Schüler haben hier sehr gut verstanden, wie Demokratie funktioniert.“

Kultusminister Michael Piazolo im Gespräch mit Kaija Landsberg von der Hertie-Stiftung, Landtagsvizepräsident Alexander Hold und dem Vertreter der Projektlehrer, Wolfgang Poeppel (v. links)
Kultusminister Michael Piazolo im Gespräch mit Kaija Landsberg von der Hertie-Stiftung, Landtagsvizepräsident Alexander Hold und dem Vertreter der Projektlehrer, Wolfgang Poeppel (v. links)

Landtagsvizepräsident Alexander Hold, der sich ebenso wie Michael Piazolo an einem Podiumsgespräch beteiligte, betonte mit Blick auf die besondere Bedeutung des Wettbewerbs: „In allen Lebensbereichen sind zunehmend kommunikative Kompetenzen gefordert. Sich darin im Rahmen dieses Wettbewerbes zu messen macht nicht nur Spaß, sondern fördert gleichzeitig die politische Bildung und das demokratische Bewusstsein. Ich bin beeindruckt, welch tolle sprachliche Fertigkeiten und sicheres Auftreten die Schüler dabei an den Tag legen.“

Die beiden Erstplatzierten des Landesfinales vertreten gemeinsam mit den Zweitplatzierten jeder Altersstufe den Freistaat Bayern bei den Bundesfinaltagen von „Jugend debattiert“ im Juni in Berlin. Als Auszeichnung für ihre Leistung und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die Gewinner nun ein fünftägiges professionelles Rhetorik-Training. An dem Seminar nehmen auch die Siegerinnen und Sieger der anderen Bundesländer teil.

Die Finalisten im Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Bayern 2019

Debatte Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 9/10):
1. Platz: Anabel Wächter, Gymnasium Herzogenaurach
2. Platz: Moritz Riker, Viscardi Gymnasium Fürstenfeldbruck
3. Platz: Jakob Lange, Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen
4. Platz: David Callies, Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching

Die Finalisten der Altersgruppe 1 mit Kaija Landsberg von der Hertie-Stiftung, Landtagsvizepräsident Alexander Hold (v. links)
Die Finalisten der Altersgruppe 1 mit Kaija Landsberg von der Hertie-Stiftung, Landtagsvizepräsident Alexander Hold (v. links)

Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10/11 bis 13):
1. Platz: Joshua Steib, Humboldt-Gymnasium Vaterstetten
2. Platz: Miriam Witt, Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg
3. Platz: Niklas Wolfrum, Günter-Stör-Gymnasium Icking
4. Platz: Hannah Augustin, Stetten-Institut Augsburg

Die Finalisten der Altersgruppe 2 mit Kaija Landsberg von der Hertie-Stiftung, Landtagsvizepräsident Alexander Hold (v. links)
Die Finalisten der Altersgruppe 2 mit Kaija Landsberg von der Hertie-Stiftung, Landtagsvizepräsident Alexander Hold (v. links)

Struktur des Wettbewerbs

Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ findet auf Schul-, Regional-, Landes- und
Bundesebene statt. Die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Wettbewerb erfolgt
an den Schulen im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften.
Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an.
Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. In der Eröffnungsrunde hat jeder der
vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer
freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die
Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die
Überzeugungskraft der Redner.

Rund 200.000 Schülerinnen und Schüler an über 1.300 Schulen beteiligen sich in
diesem Jahr bundesweit bei „Jugend debattiert“. In Bayern tauschen etwa 26.000
Schülerinnen und Schüler an rund 122 Schulen im Rahmen des Wettbewerbs ihre
Argumente zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen aus.

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner
Schirmherrschaft. Partner sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch
Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die
Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Der
Landeswettbewerb in Bayern wird durch Mittel des Bayerischen Staatsministeriums
für Unterricht und Kultus finanziert und maßgeblich durch den Bayerischen Landtag
unterstützt.

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