Stellen Sonderprogramm für die Verbeamtung/Entfristung von langjährig befristet beschäftigten Lehrkräften

Mit einem Sonderprogramm ermöglicht das Staatsministerium denjenigen befristet Angestellten, die über eine vollständige Lehrerausbildung verfügen und sich als zuverlässige Aushilfen bewährt haben, den Einstieg in den Staatsdienst auf Basis der Verbeamtung.

Denjenigen Lehrkräften, die die Voraussetzungen für eine Verbeamtung nicht erfüllen können (zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder Überschreiten der Altersgrenze), ermöglichen wir auf Antrag eine Lehrtätigkeit in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis.

Wer kann sich bewerben?

Mit den vorgesehenen Verbeamtungen/Entfristungen soll - vorbehaltlich der Beschlussfassung des Bayerischen Landtags zum nächsten Doppelhaushalt - in einer ersten Tranche zum Schuljahr 2019/20 begonnen werden. Das Sonderprogramm richtet sich an Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung für Realschulen und Gymnasien. Andere Schulbereiche sind nicht zu berücksichtigen, da dort ohnehin sehr gute Einstellungsbedingungen bestehen. Für eine Bewerbung (bis spätestens 30.4.2019) sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

Bewerbungsvoraussetzungen:

1.    Eine nach bayerischem Landesrecht erworbene oder anerkannte Lehrbefähigung mit einer in Bayern zugelassenen Fächerverbindung und ein Notendurchschnitt von nicht schlechter als 3,5 in der zweiten Staatsprüfung sowie in der Gesamtprüfungsnote. Bei Bewerbern, für die keine Gesamtnote festgelegt werden konnte, genügt es, wenn im 2. Staatsexamen keine schlechtere Note als 3,5 erzielt wurde.

2.    Es müssen Mindestbeschäftigungszeiten nach Erwerb oder Anerkennung der Lehrbefähigung in befristeten Beschäftigungsverhältnissen an staatlichen Schulen in Bayern von 60 Monaten - unabhängig davon, in welcher Schulart die Leistung erbracht wurde - nachgewiesen werden.

Hierbei genügt es, wenn die 60 Monate bis spätestens 9.9.2019 erreicht werden. (Ausnahmen vom Erfordernis einer Tätigkeit im staatlichen Schulbereich sind für den Förderschulbereich möglich, da diese Schulen überwiegend in privater Trägerschaft sind und dort staatliche Lehrkräfte eingesetzt werden.)

Um den Zeitraum, in dem die 60-monatige Mindestbeschäftigungsdauer erbracht werden kann, nicht zu lange in die Vergangenheit reichen zu lassen, werden rückblickend nur solche Bewerber in das Verfahren einbezogen, die letztmalig im Schuljahr 2014/2015 nochmals an staatlichen Schulen befristet beschäftigt waren. Anrechenbare Beschäftigungszeiten können somit auch vor dem Schuljahr 2014/2015 erbracht worden sein.

Nicht bewerben können sich für einen unbefristeten Einsatz an staatlichen Realschulen und Gymnasien im Rahmen des Sonderprogramms Lehrkräfte im Ruhestand, beamtete Lehrkräfte im staatlichen Schuldienst sowie im staatlichen Schuldienst bereits unbefristet beschäftigte Lehrkräfte (für eine Verbeamtung) und Lehrkräfte, die sich über die Warteliste bewerben.

Sofern es mehr Bewerber als Planstellen für eine Verbeamtung/Entfristung geben sollte, muss eine Reihung innerhalb dieser Bewerber unter Beachtung des Grundsatzes der Bestenauslese erfolgen. Hierfür wird als einzig objektivierbares Kriterium die Examensleistung für die Auswahlentscheidung herangezogen. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt. Der Bedarf an bestimmten Fächerverbindungen sowie soziale Kriterien werden im Falle einer erfolgreichen Bewerbung dann in die Überlegungen hinsichtlich des Einsatzortes einbezogen.

Nachdem die Lehrkräfte, die in einer anderen Schulart tätig sind, durch die Aushilfstätigkeit nicht die Lehramtsbefähigung für diese Schulart erwerben, erfolgt bei Erfüllen der Voraussetzungen des Sonderprogramms eine Verbeamtung/Entfristung in der Schulart, für die diese Lehrkräfte die Lehramtsbefähigung besitzen. Die Verbeamtung/Entfristung erfolgt ohne Prüfung, ob es einen Bedarf bzw. aktuell eine Verwendungsmöglichkeit für diese Fächerverbindung (die Fächerverbindung muss in Bayern aber zulässig sein) gibt. Daher kommt den Einsatzorten erhebliche Bedeutung zu. Es kann nicht zugesichert werden, dass die befristet beschäftigten Lehrkräfte am bisherigen Einsatzort verbleiben können. Die personalverwaltenden Stellen werden aber bemüht sein, einen ortsnahen Einsatz zu ermöglichen. Sollte für die Fächerverbindung kein (ortsnaher) Bedarf bestehen, käme der Einsatz in einer mobilen Reserve oder in einer auszubauenden integrierten Lehrerreserve in Betracht. Sofern eine Bewerberin oder ein Bewerber mit keiner dieser Alternativen einverstanden sein sollte, führt die Ablehnung des Angebots zum Ausscheiden aus dem potentiellen Bewerberkreis des Sonderprogramms für das Schuljahr 2019/20. Eine Bewerbung für das Schuljahr 2020/21 bleibt unbenommen.

Wie und bis wann kann man sich bewerben?

Die Bewerbung erfolgt online bis spätestens 30.04.2019.

Falls Sie sich für eine Stelle am Gymnasium bewerben wollen, folgen Sie bitte folgendem Link:
https://www.km.bayern.de/gym-freie-bewerbung

Falls Sie sich für eine Stelle an der Realschule bewerben wollen, folgen Sie bitte folgendem Link:
https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/freie-bewerber-formular/login.html

Für Rückfragen im Zusammenhang mit diesem Sonderprogramm können Sie sich an folgende Hotline wenden:

Für Interessenten im Bereich Gymnasium: wochentags von 13:00 bis 16:00 Uhr unter folgender Nummer 089 / 2186 2005

Für Interessenten im Bereich Realschule: wochentags von 13:00 bis 16:00 Uhr unter folgender Nummer 089 / 2186 2006

Auf die Möglichkeit für Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung an Gymnasien, sich im Direktbewerbungsverfahren an Beruflichen Oberschulen (Fachoberschulen und Berufsoberschulen) und Wirtschaftsschulen zu bewerben, wird ergänzend hingewiesen.

Für Interessenten im Bereich berufliche Oberschulen: wochentags von 9:00 bis 12:00 Uhr unter folgender Nummer 089 / 2186 2011

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