Bayern Referendariat soll familienfreundlicher gestaltet werden

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Referendariat soll weiter gestärkt werden
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Referendariat soll weiter gestärkt werden

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dem Kultusministerium ein großes Anliegen. Die Referendarinnen und Referendare sollen künftig die Möglichkeit haben weniger Stunden als bisher eigenverantwortlich zu unterrichten, wenn sie familienpolitische Gründe anbringen können.

Kultusminister Bernd Sibler
Kultusminister Bernd Sibler

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir ein echtes Anliegen. Daher möchte ich unseren Referendarinnen und Referendaren ab 2019 einen familienfreundlichen Vorbereitungsdienst ermöglichen“, erklärt Kultusminister Bernd Sibler mit Blick auf die besonderen Herausforderungen von jungen Müttern und Vätern im Referendariat. Ab 2019 sollen Beamte und Beamtinnen auf Widerruf, die familienpolitische Gründe geltend machen können, die Stundenzahl des eigenverantwortlichen Unterrichts auf Antrag verringern können. Dabei müssen die Rahmenbedingungen der einzelnen Schularten in den Blick genommen werden.

Um die Qualität der Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer zu erhalten, ist die Reduzierung auf den eigenverantwortlichen Unterricht beschränkt. In Zukunft könnten beispielsweise am Gymnasium Referendarinnen und Referendare – wenn sie dies aus familienpolitischen Gründen wollen – nur noch zehn Stunden statt bis zu 17 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht pro Woche halten. „Dieses Angebot wäre eine echte Erleichterung für die jungen Menschen, die Ausbildung und Familie unter einen Hut bringen wollen. Mit dieser neuen Regelung möchte ich sie gerne dabei unterstützen“, so Minister Sibler. Die Anträge auf Reduzierung wären dann direkt an das bayerische Kultusministerium zu stellen. Die konkrete Ausgestaltung der Maßnahme wird nach den Sommerferien intensiv mit den Lehrerverbänden und dem Hauptpersonalrat besprochen werden. 2019 könnte die Maßnahme im Februar für die Gymnasien und die beruflichen Schulen starten, für die weiteren Schularten dann im Herbst – je nachdem, wann in der jeweiligen Schulart der Vorbereitungsdienst startet.

Bayerns Kultusminister hat seit seinem Amtsantritt verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem anspruchsvollen und fordernden Beruf zu unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel die Teilzeitmöglichkeit bei der Zweitqualifizierungsmaßnahme für Realschul- und Gymnasiallehrkräfte, eine Verschlankung der externen Evaluation, mehr Entlastung von Verwaltungsaufgaben sowie 500 zusätzliche Stellen für Schulpsychologen und Sozialpädagogen in den kommenden Jahren. Dass sich Bayerns Lehrerinnen und Lehrer mit viel Engagement ihrer Aufgabe widmen und eine sehr gute Arbeit leisten, zeigt sich auch in dem regelmäßig guten Abschneiden der bayerischen Schülerinnen und Schülern in nationalen Bildungsvergleichen.

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