Bayerischer Philologenverband Mitglieder des bpv München treffen sich zur Bezirksversammlung

Minister Dr. Spaenle (m.) mit dem bpv-Landesvorsitzenden Michael Schwägerl (r.) und bpv-Bezirksvorsitzendem Richard Sauerer (l.)
Minister Dr. Spaenle (m.) mit dem bpv-Landesvorsitzenden Michael Schwägerl (r.) und bpv-Bezirksvorsitzendem Richard Sauerer (l.)

Aktuelle Entwicklungen am Gymnasium: Bei der Bezirksversammlung München des Bayerischen Philologenverbands e. V. (bpv) stand die konsequente Weiterentwicklung des Gymnasiums im Fokus

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle

„Mit dem neuen neunjährigen Gymnasium bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern mehr Zeit für einen vertieften Kompetenzerwerb. Digitalisierung, politische Bildung, starke Kernfächer und eine Förderung junger Menschen entsprechend ihrer Interessen und Bedürfnisse sind zentrale Aspekte des neuen Gymnasiums“, betonte Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Bezirksversammlung München des Bayerischen Philologenverbands e. V. (bpv).

Qualitätsvolle Bildung auf Höhe der Zeit

„Die hohe Qualität des Gymnasiums hat bei der Weiterentwicklung Priorität. Durch das zusätzliche Lernjahr können wir neben mehr Lernzeit weitere Freiräume für inner- und außerschulisches Engagement schaffen. Die neu konzipierte Jahrgangsstufe 11 bietet vielfältige pädagogische Möglichkeiten, bspw. für fächerübergreifendes und vorwissenschaftliches Arbeiten oder auch zur Studien- und Berufsorientierung. In einem Gymnasium aus einem Guss erfolgt qualitätsvolle Bildung auf Höhe der Zeit“, so der Minister. Den „unabänderlichen Markenkern“ des Gymnasiums behalte man stets im Blick: „Zentrale Aufgabe des Gymnasiums ist die Vermittlung der Allgemeinen Hochschulreife auf Basis einer breiten und vertieften Allgemeinbildung“, bekräftigte Spaenle.

Zugleich nehme man sich aktueller Entwicklungen an: „Unsere Schülerschaft wird zunehmend heterogener. Dem begegnen wir in verschiedener Weise: Unsere Maßnahmen reichen von Intensivierungsstunden über Kompetenzzentren für Begabtenförderung bis hin zur ‚Überholspur‘, die eine pädagogisch begleitete Lernzeitverkürzung auf acht Jahre ermöglicht.“ Auch der Vermittlung digitaler Kompetenzen komme am Gymnasium eine immer wichtigere Rolle zu: „Digitale Fähigkeiten sind heutzutage grundlegende Schlüsselkompetenzen. Im Zuge des Masterplans Bayern Digital II verankern wir Informatik als eigenständiges Pflichtfach in allen Ausbildungsrichtungen. Digitaler Bildung wird im LehrplanPLUS fächerübergreifend noch mehr Raum gegeben, damit sich junge Menschen als kompetente und verantwortungsvolle Nutzer in einer digitalen Welt bewegen können.“

Den Lehrkräften an den Gymnasien dankte der Minister für ihre pädagogische Arbeit und ihr großes Engagement für eine qualitätsvolle Ausbildung an den bayerischen Gymnasien.

Gemeinsamer Aufgabenpool der Länder für mehr Vergleichbarkeit des Abiturs

Ein zentrales Thema bei der Weiterentwicklung des Gymnasiums stellt die Vergleichbarkeit des Abiturs in Deutschland dar. Minister Spaenle bekräftigte, dass dabei der Erhalt des hohen Niveaus des Gymnasiums maßgeblich sei. „Es ist dem Bildungsföderalismus zu verdanken, dass wir länderspezifische Besonderheiten und Traditionen der Bildungssysteme bewahren können. Zugleich ermöglicht er, im Wettbewerb der Länder ein anspruchsvolles Abitur zu sichern. Mit verbindlichen Bildungsstandards, einem gemeinsamen Aufgabenpool und der KMK-Oberstufenvereinbarung sind wir auf einem guten Weg, um mehr Chancengerechtigkeit für Abiturientinnen und Abiturienten zu schaffen.“

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