Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Mikrokosmos Amateurfußball: Sportvereine als Ort der Begegnung und Integration

Spielregeln gelten auf dem Fußballfeld und im Alltag
Spielregeln gelten auf dem Fußballfeld und im Alltag

Fairplay im Fußball: Vereine sind Orte der Begegnung und Integration, die Austausch auf verschiedensten Ebenen ermöglichen. Die Informations- und Fortbildungsveranstaltung „Mikrokosmos Amateurfußball“ näherte sich diesem Themenfeld in Vorträgen und Diskussionen mit Referenten aus Praxis und Wissenschaft an.

Staatssekretär Bernd Sibler
Staatssekretär Bernd Sibler

Vereine wurden dabei als Orte der kulturellen und ethischen Vielfalt, der Integration, des Austauschs und der Demokratiebildung in den Mittelpunkt gerückt.

Staatssekretär Bernd Sibler stellte den Mehrwert des Amateurfußballs für das gesellschaftliche Zusammenleben heraus: „Der Amateurfußball bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen, und bildet damit einen gesellschaftlichen Mikrokosmos ab. Vereine bieten nicht nur Identität und Gemeinschaft, sondern auch hochwertige und bezahlbare Angebote für Jedermann. Amateurfußball bietet so einen großen Mehrwert für das gesellschaftliche Zusammenleben und fördert die soziale Integration.“ Für Bernd Sibler sind Amateurfußballvereine nicht nur Orte der sozialen, ethnischen und kulturellen Vielfalt, sondern vor allem auch Orte der Kommunikation und Demokratiebildung.

Das Thema Fußball bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die politische Bildung. Schülerinnen und Schüler können gesellschaftliche Grundwerte, zentrale „Spielregeln“ menschlichen Zusammenlebens sowie die Themen Integration und Migration näher gebracht werden. Gleichzeitig ermöglicht der Amateurfußball, sie für komplexe Probleme im Sport und der ehrenamtlichen Arbeit zu sensibilisieren, mit dem Ziel sie zur Eigeninitiative zu motivieren.

Staatssekretär Bernd Sibler zeigte überdies die Bedeutung des Amateurfußballs für jeden Einzelnen auf: „Engagement im Amateurfußball fördert die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen. Sport schärft das Bewusstsein für gesunde Lebensführung, stärkt die Leistungsfähigkeit und hilft dabei, mit Erfolgen wie Misserfolgen umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Ein Mannschaftssport bietet außerdem Gemeinschaft, Sicherheit und Stabilität innerhalb der Vereinsorganisation und festigt Sozialkompetenzen, die auch in anderen Lebensbereichen wichtig sind: Fair Play, Teamfähigkeit und die Anerkennung von Regeln. Denn das Zusammenspiel in der Mannschaft stärkt das ‚Wir-Gefühl‘ und fördert den respektvollen und toleranten Umgang miteinander.“

Staatssekretär Bernd Sibler (Mitte) zusammen mit Bernd Klemm (Abteilungsleiter Fußball, SV Neuperlach München), Bernhard Slawinski (Kreis-Vorsitzender München, Bayerischer Fußball-Verband), Dr. Stephanie Heinecke (Hochschule Fresenius München), Jimmy Hartwig (DFB-Integrationsbotschafter), Tim Frohwein (Mitinitiator der Veranstaltung, Hochschule Fresenius München) und Dr. Stefan Metzger (Universität Siegen) (v.l.n.r.)
Staatssekretär Bernd Sibler (Mitte) zusammen mit Bernd Klemm (Abteilungsleiter Fußball, SV Neuperlach München), Bernhard Slawinski (Kreis-Vorsitzender München, Bayerischer Fußball-Verband), Dr. Stephanie Heinecke (Hochschule Fresenius München), Jimmy Hartwig (DFB-Integrationsbotschafter), Tim Frohwein (Mitinitiator der Veranstaltung, Hochschule Fresenius München) und Dr. Stefan Metzger (Universität Siegen) (v.l.n.r.)

Die Informationsveranstaltung beleuchtete in Einzelvorträgen unter anderem den Amateurfußball in der Großstadt, migrantisch geprägte Vereine im deutschen Amateurfußball sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Frauenfußballs und des Fußballs für eine gelingende Integration in Deutschland. Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema endete die Tagung.

Die Veranstaltung wurde von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fresenius München organisiert.

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