Tag der offenen Behördentür Behördenverlagerung kommt gut voran

Auch das Bayerische Landesamt für Schule in Gunzenhausen öffnete seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher
Auch das Bayerische Landesamt für Schule in Gunzenhausen öffnete seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher

Ober-, Mittel- und Unterfranken, Schwaben, Niederbayern, Oberpfalz und Oberbayern: In jedem Regierungsbezirk öffneten am 3. März 2018 ausgewählte Projekte ihre Türen für interessierte Bürger. Auch das Bayerische Landesamt für Schule, das Prüfungsamt und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sowie die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern waren mit von der Partie.

Heimatminister Dr. Markus Söder
Heimatminister Dr. Markus Söder

Der bayerische Heimatminister Dr. Markus Söder betonte: "Bayern ist liebenswerte Heimat, gelebte Tradition und Standort für eine prosperierende Wirtschaft. Dabei gilt: Das Herz Bayerns schlägt im ländlichen Raum. Er ist ein wichtiger Chancenraum mit erheblichem Potenzial. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen, denn die Gleichwertigkeit der Lebens- und Arbeitsbedingungen hat in Bayern Verfassungsrang. Menschen müssen in ganz Bayern Heimat und Arbeit finden – nicht nur in Großstädten und Ballungszentren. Im März 2015 haben wir daher den Startschuss für die größte Regionalisierung von Behörden und staatlichen Einrichtungen der letzten Jahrzehnte gegeben. Behördenverlagerungen führen ausschließlich zu positiven Effekten – die ländlichen Räume profitieren durch solche Entscheidungen erheblich."

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „Die Ansiedlung neuer Behörden des Freistaats Bayern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen kommt gut voran. Aus der Zuständigkeit meines Ministeriums werden die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und die Koordination Archäologisches Welterbe in Weißenburg angesiedelt sowie in Gunzenhausen das Bayerische Landesamt für Schule aufgebaut und dort auch das Prüfungsamt des Bayerischen Bildungs- und Wissenschaftsministeriums für den Vorbereitungsdienst an Gymnasien und Realschulen eingerichtet. Insgesamt werden rund 150 Arbeitsplätze im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen neu angesiedelt. Rund 60 Mitarbeiter haben bereits ihre Tätigkeit in Weißenburg bzw. Gunzenhausen aufgenommen.“

Gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen Gerhard Wägemann, Manuel Westphal, MdL, dem Oberbürgermeister der Stadt Weißenburg Jürgen Schröppel und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen Karl-Heinz Fitz besuchte Minister Spaenle  die jeweiligen Standorte. In Gunzenhausen bot er auch im neuen Bayerischen Landesamt für Schule ein Bürgergespräch an.

Knapp 400 Besucher kamen am Tag der offenen Tür in Gunzenhausen vorbei und informierten sich vor Ort
Knapp 400 Besucher kamen am Tag der offenen Tür in Gunzenhausen vorbei und informierten sich vor Ort
Landrat Gerhard Wägemann
Landrat Gerhard Wägemann

Landrat Gerhard Wägemann freut sich aus regionaler Sicht, dass der Aufbau der neuen staatlichen Behörden zügig voranschreitet und die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis mit dem angebotenen Tag der offenen Behördentür erstmalig auch einen persönlichen Eindruck zu den Kompetenzen und der Leistungsfähigkeit der neuen Behörden erhalten: „Die im Landkreis in den neuen staatlichen Behörden geschaffenen hochqualifizierten Arbeitsplätze sind ein wichtiger Beitrag zur Strukturentwicklung unserer Region. Zudem tragen die neuen Behörden mit ihrer bayernweiten Ausstrahlung zu einem positiven Image des Landkreises bei. Unsere Region gewinnt an Bekanntheit und Bedeutung."

Offene Türen: Bayerische Landesamt für Schule oder Prüfungsamt in Gunzenhausen bzw. Dienststelle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Weißenburg

Bayerisches Landesamt für Schule & Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst: Prüfungsamt - Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung für die Lehrämter an Gymnasien und Realschulen

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) gemeinsam mit dem Leiter des Prüfungsamtstandorts Gunzenhausen Ministerialrat Claus Pommer, der Leiterin des Bayerischen Landesamts für Schule Karin Vedder, Landrat Gerhard Wägemann und dem Landtagsabgeordneten Manuel Westphal (v.l.n.r.)

Am neuen Bayerischen Landesamt für Schule und dem Prüfungsamt des Bayerischen Kultusministeriums für den Vorbereitungsdienst an Gymnasien und Realschulen in Gunzenhausen arbeiten rund 50 Personen in diesen beiden Einrichtungen in Gunzenhausen. Ende 2018 sollen es bereits 70 Personen sein.

Zu den vielfältigen Aufgaben des formell Anfang 2017 neu errichteten Bayerischen Landesamts gehören bei Vollausbau z. B. die:

• der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport,

• der Zeugnisanerkennungsstelle für den Freistaat Bayern,

• der Qualitätsagentur des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung sowie

• insbesondere Aufgaben der Schulfinanzierung und des Vollzugs der Personal-erwaltung, die bisher bei den Regierungen angesiedelt waren bzw. derzeit z. T. noch sind.

Tag der offenen Behördentür:

In Gunzenhausen öffneten sich die Behördentüren um 10.00 Uhr. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle war ab 11.15 Uhr anwesend und stellte sich im Rahmen einer Bürgersprechstunde den Fragen.

Ort: Stuttgarter Straße 1, 91710 Gunzenhausen

Folgende Programmpunkte erwarteten die Besucher:

  • Einblicke in die Arbeit des Prüfungsamts des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • Antworten zu Fragen zum Referendariat bzw. zum Studium für das Lehramt an Gymnasien und an Realschulen
  • Vorstellung der Aufgaben des Landesamts für Schule
  • Rückblick auf ein Jahr Landesamt für Schule
  • Orientierungslauf durch das Gebäude für Klein und Groß mit Gewinnspiel
  • Aerobic und Rücken-Fitness-Kurs
  • Geographie-Quiz
  • Unterrichtsvideo mit interaktiver Evaluationsmöglichkeit
  • Buttonmaschine für Kinder

Die Besucherinnen und Besucher erhielten spannende Einblicke in das neu eingerichtete Bayerische Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Kultusministeriums für den Vorbereitungsdienst an Gymnasien und Realschulen in Gunzenhausen

Dienststelle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in Weißenburg mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Weißenburg

Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der sog. Limeskoordinator haben nach dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts im Frühjahr 2016 noch Ende 2016 den Dienstbetrieb in Weißenburg aufgenommen. Mittlerweile haben 10 Personen dort ihren Arbeitsplatz in einem angemieteten Anwesen in der Altstadt. Im Sommer 2018 wird aus Mitteln des Nachtragshaushalts 2018 zusätzlich zum Limes-Koordinator eine Stelle für einen UNESCO-Koordinator Welterbestätten in Weißenburg geschaffen.

Ort: Obere Stadtmühlgasse 1, 91781 Weißenburg

Folgende Programmpunkte warteten am Tag der offenen Behördentür auf die Gäste:

  • 11.00 Uhr: Filmimpuls “Die Welterbekonvention” und Diskussion mit Dr. Markus Gschwind, anschließend Kurzfilm „The Value of Heritage – Protecting culture today is essential for building peace tomorrow” (OmU)
  • 11.30 Uhr: Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen – Die Roseninsel, ein ganz besonderes Stückchen Bayern, Kurzvortrag Dr. Markus Gschwind
  • 12.00 Uhr: Welterbe Grenzen des römischen Reiches – Leben am Limes, Leben im Wald, Leben mit dem Wald, Kurzvortrag Dr. Markus Gschwind, anschließend Kurzfilm „Kunst trifft Archäologie – Syrinx und Pan“
  • 12.30 Uhr: Das römische Auxiliarkastell Abusina/Eining – Konservierung und Vermittlung am Limes in Bayern seit 1879, Kurzvortrag Dr. Markus Gschwind, anschließend Kurzfilm „Limes in 3D – Hightech-Prospektionen aus der Luft“
  • 14.00 Uhr: Spätrömische Kastelle in Bayern, Österreich, Ungarn und Syrien – offensichtlich ein gemeinsames Erbe, Kurzvortrag Dr. Markus Gschwind, anschließend Kurzfilm „The Value of Heritage – Protecting culture today is essential for building peace tomorrow” (OmU)
  • 15.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Drei Jahre nach dem Startschuss der Behördenverlagerung wurden beispielhaft einige Türen der 64 Verlagerungsprojekte aus allen Geschäftsbereichen in ganz Bayern geöffnet.

Weitere Informationen zur Heimatstrategie Behördenverlagerung sind hier zu entnehmen.

Alle ausgewählte Projekte in jedem Regierungsbezirk, die am Tag der offenen Tür beteiligt waren, im Überblick:

Oberbayern:

  • BayernLab-Regionales IT Zentrum in Traunstein
  • Hauptsitz des Landesamts für Maß und Gewicht in Bad Reichenhall

Niederbayern:

  • BayernLabo- Wohnraumförderung und Kommunalkredite für Bayern in Grafenau
  • Außenstelle der Staatlichen Führungsakademie und Grünes Zentrum in Regen
  • Bayerisches Landesamt für Steuern in Zwiesel

Oberpfalz:

  • Landesbehörde Zentrum Bayern für Familie und Soziales in Kemnath
  • IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz (JusIT) in Amberg

Oberfranken:

  • Gesteinssammlung in Hof
  • Servicezentrum BayernServer in Marktredwitz

Mittelfranken:

  • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in Nürnberg
  • Landesamt für Schule und Prüfungsamt in Gunzenhausen
  • Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Weißenburg

Unterfranken:

  • BayernLab-Regionales IT Zentrum in Bad Neustadt a.d. Saale
  • Landesbaudirektion in Ebern

Schwaben:

  • Landesamt für Finanzen in Kaufbeuren
  • Servicestelle „BayernDirekt“ in Kaufbeuren

Erfolgskonzept Behördenverlagerung

  • 64 Verlagerungsprojekte aus allen Geschäftsbereichen mit insgesamt 3.155 Personen, davon 2.225 Beamte/Tarifbeschäftigte und 930 Studierende.
  • Zukunftsfähige, sichere, staatliche Arbeitsplätze nahezu aller Fachlaufbahnen in allen Qualifikationsebenen.
  • Nutzung des demographischen Wandels: Nicht die Köpfe, sondern die Stellen wandern!
  • Die zweite Stufe hat bereits begonnen: Das Strukturkonzept „Chancen im ganzen Land“ ist Bestandteil der Heimatstrategie und sieht weitere strukturelle Impulse mit insgesamt rund 540 Arbeitsplätzen vor, darunter die Verlagerung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nach Nürnberg.
  • Kurzum: Alle Regierungsbezirke profitieren!

Bilanz

  • Erfolg: Bis Ende 2018 nehmen 48 Behörden mit rund 1.150 Personen den Dienstbetrieb auf – das sind 75 % aller Verlagerungsprojekte! Für rund 2/3 aller Projekte konnte auch die langfristige Unterbringung bereits geklärt werden, dabei gibt es einen guten Mix aus Anmietung, der Nutzung bereits vorhandener staatlicher Gebäude und Neubauten.
  • Der Personalaufbau erfolgt dabei überwiegend durch Neueinstellungen von Beschäftigten aus der Region und unter Berücksichtigung von Versetzungswünschen.
  • Wir haben noch viel vor. In den nächsten Jahren starten mit dem Neubau der JVA in Marktredwitz, der Hochschule für den Öffentlichen Dienst – Fachbereich Finanzwesen in Kronach, der Hochschule für den Öffentlichen Dienst – Fachbereich Rechtspflege in Pegnitz einige der größten Verlagerungsprojekte.

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