Internationale Bildungszusammenarbeit Private Großspende ermöglicht Schülerseminar in Yad Vashem

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) mit Harry Habermann (links) und Arik Rav-on, dem Europa-Repräsentanten von Yad Vashem
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) mit Harry Habermann (links) und Arik Rav-on, dem Europa-Repräsentanten von Yad Vashem

Einzigartiges Angebot: Dank einer großzügigen privaten Spende können engagierte bayerische Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe 2018 an einem einwöchigen Seminar in Yad Vashem teilnehmen.

Kranzniederlegung: Kultusminister Ludwig Spaenle gedachte bei seinem Besuch in Israel im Jahr 2011 der Opfer des Holocausts in Yad Vashem
Kranzniederlegung: Kultusminister Ludwig Spaenle gedachte bei seinem Besuch in Israel im Jahr 2011 der Opfer des Holocausts in Yad Vashem

Bei einem Treffen in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften besprach Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle mit dem Mäzen Harry Habermann und Arik Rav-on, dem Europa-Repräsentanten von Yad Vashem, die Rahmenbedingungen für ein neues Seminarangebot für bayerische Jugendliche. Dem Münchner Harry Habermann ist es ein besonderes Anliegen, Schülerinnen und Schülern aus Bayern den Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel zu ermöglichen. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle dankte ihm für sein großzügiges Angebot: "Die Bildungspartnerschaften sind ein wichtiger Baustein für den freundschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Israel. Dank der großzügigen Spende von Herrn Habermann in Höhe von 50.000 € können sich ambitionierte bayerische Jugendliche nun in Yad Vashem vor Ort über die Opfer des Holocaust informieren. Das Erinnern und die persönliche Begegnung fördern Weltoffenheit und Toleranz der Schülerinnen und Schüler."

Schülerseminar

Insgesamt 25 interessierte Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe erhalten im Rahmen des Projekts "Young Leadership" die Möglichkeit, eine Woche in Yad Vashem zu verbringen. Das Seminar wird in den Schulferien von 12. bis 16. Februar 2018 stattfinden und durch ein zweitägiges Seminar im Herbst 2017 vorbereitet werden. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch das Kultusministerium. Den bayerischen Gymnasien wird demnächst die Ausschreibung zugehen, die sich an besonders engagierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe richtet.

Das geplante Schülerseminar ergänzt die vielfältigen bayerisch-israelischen Kooperationen. Die Grundlage bildet eine Vereinbarung zur Bildungszusammenarbeit, die Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle 2011 mit dem israelischen Bildungsminister und dem Direktor von Yad Vashem geschlossen hat.

Yad Vashem

Yad Vashem, die zentrale Holocaust-Gedenkstätte in Israel, ist einer der bedeutendsten und modernsten zeitgeschichtlichen Lernorte weltweit. „Die Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, so der offizielle Name, erinnert an die nationalsozialistische Judenvernichtung und hat diese wissenschaftlich dokumentiert. Yad Vashem liegt in Jerusalem und wurde am 19. August 1953 durch einen Beschluss der Knesset als staatliche Behörde gegründet. Seitdem bewahrt die Gedenkstätte als lebendiges Denkmal des jüdischen Volkes für den Holocaust die Erinnerung an die Vergangenheit und vermittelt ihre Bedeutung an kommende Generationen. Sie wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht. Die Familie Habermann hat bereits im Jahr 2014 mit einer großzügigen Schenkung die Verwirklichung des Education Gateway for Learning and Reflection in Yad Vashem unterstützt.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion