Klettern als Schulsport: Praxiserfahrung übertrifft die Erwartungen

Klettern hat sich durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein als Schulsport in ganz Bayern etabliert
Klettern hat sich durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein als Schulsport in ganz Bayern etabliert

Klettern hat als Schulsport überaus positive Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und aller Schularten. Kultusstaatssekretär Thomas Kreuzer besuchte daher das Kletterzentrum Coburg. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein wurden hier 13 Lehrkräfte als Fachübungsleiter Sportklettern ausgebildet. 14 Schulen aus dem Raum Coburg – vertreten sind alle Schularten – bieten nun jede Woche anderthalb Stunden Klettern im Unterricht an.

„Mit Klettern als Schulsport können wir unseren Kindern und Jugendlichen einen attraktiven Trendsport im Schulunterricht anbieten, der obendrein einen hohen pädagogischen Nutzen hat“, freute sich Staatssekretär Thomas Kreuzer bei der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Klettern als Schulsport“ in Coburg. Schulen aller Arten sind daran beteiligt: Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien oder Förderschulen.

Staatssekretär Thomas Kreuzer (Mitte) im Kletterzentrum Coburg des Alpenvereins
Staatssekretär Thomas Kreuzer (Mitte) im Kletterzentrum Coburg des Alpenvereins

Für Thomas Kreuzer liefert der Sport dabei einen „wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung und Erziehung der jungen Menschen.“ Die Schüler lernen sich „neuen Herausforderungen zu stellen, Gemeinschaft zu erleben, Verantwortung ein zu üben und Vertrauen auf zu bauen.“ Die positive Wirkung des Klettertrainings – nicht nur im körperlichen Bereich – hat das bayerische Kultusministerium schon lange erkannt. Bereits Mitte der 90er Jahre wurden erste Modellprojekte initiiert. Mittlerweile gibt es 116 Kooperationen zwischen Schulen und Sektionen des Deutschen Alpenvereins.

Sicherheit war der wichtigste Aspekt bei der Ausbildung der Lehrkräfte zu Fachübungsleitern
Sicherheit war der wichtigste Aspekt bei der Ausbildung der Lehrkräfte zu Fachübungsleitern

„Doch in Coburg und der Region wurde Klettern als Schulsport in einer Breite und Dichte realisiert, wie sie sonst kaum in Bayern zu finden ist“, sagte der Staats- sekretär. Möglich wurde dies durch die Kooperation der Schulen mit dem Alpenverein und dem Rotary Club Coburg. Der spendete 5.000 Euro für die Ausbildung der Lehrer zu Fachübungsleitern. Der wichtigste Punkt der Ausbildung war dabei die Sicherheit der Kinder. Die Lehrer mussten viel vorweisen: Gefordert war Klettern im Vorstieg im Grad V+ (5a) an der Kletterwand, zwei Jahre Kletter-Erfahrung, Kenntnisse der Sicherheits- theorie und Ausrüstung sowie ein Erste-Hilfe-Kurs. 

13 Lehrkräfte haben diese fordernde Ausbildung bestanden. Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wird nun an 14 Schulen in Coburg und Umgebung Klettern angeboten. Zu festgelegten Zeiten besuchen die Sportlehrer und nun auch als Fachübungsleiter mit ihrer Klasse für anderthalb Stunden das Kletterzentrum, um das Gelernte weiter zu geben. Jede Woche trainieren so 18 Schülergruppen.

Kletterer aus Coburg erreichten vordere Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften
Kletterer aus Coburg erreichten vordere Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften

Erste Erfolge habe sich auch schon eingestellt: Vor wenigen Wochen erreichten junge Kletterer aus Coburg bei den Bayerischen Meisterschaften im Bouldern – also beim schwierigen Klettern in geringer Höhe ohne Sicherung – vordere Plätze. Der Sinn darin, Klettern nun langfristig als Angebot im Schulsport etabliert zu haben, zeigt sich, so Staatssekretär Thomas Kreuzer, aber „nicht in erster Linie durch diese messbaren Ergebnisse. Vielmehr leistet Klettern als Schulsport einen guten Beitrag zur Gesundheits- und Persönlichkeitsbildung unserer Kinder und Jugendlichen.“

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