Versetzung und Einstellung bei der Realschule 2017/18 Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die Personalplanung für das kommende Schuljahr 2016/17 im Realschulbereich läuft auf vollen Touren.
Die Personalplanung für das kommende Schuljahr 2016/17 im Realschulbereich läuft auf vollen Touren.

Versetzungsgesuche, Neueinstellungen, Ortszuweisungen für Referendare: Die Personalplanung für das kommende Schuljahr 2017/18 im Realschulbereich läuft auf vollen Touren. Damit auch Bewerber auf dem Laufenden sind, haben wir hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Versetzung und Einstellung zusammengestellt.

Auch wir wissen, dass Sie dringend auf Informationen warten. Sie können sich daher darauf verlassen, dass Entscheidungen umgehend mitgeteilt werden und Sie wichtige Informationen immer schnellstmöglich erfahren.

Neue Gesichtspunkte Ihrer Situation müssen Sie immer schriftlich mitteilen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass persönliche Vorsprachen zur besonderen Betonung von Details, die dem Ministerium bereits bekannt sind, die Gesamtplanung und damit den Informationsfluss unnötig verzögern.

Wir bitten Sie daher dringend darum, von persönlichen Vorsprachen im Kultusministerium während der Personalplanung Abstand zu nehmen.

Zudem sind Rechtsauskünfte zu Arbeitsverträgen und Kündigungsfristen bei anderen Arbeitgebern grundsätzlich nicht möglich.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick

Kann schon etwas zu meinem Versetzungsantrag/Antrag auf Wiederverwendung gesagt werden?

Mit dem Versetzungs- bzw. Wiederverwendungsverfahren kann erst begonnen werden, wenn die Bedarfe aller staatlichen Realschulen überprüft worden sind. Dies dauert in der Regel bis Ende Juni. Jeder Versetzungsbewerber/jede Versetzungsbewerberin hat, sofern er/sie auf seinem/ihrem Antrag auf Versetzung bzw. Wiederverwendung die hierfür notwendige Einwilligung gegeben hat, die Möglichkeit ab Juli im BRN (www.realschule.bayern.de) unter der Rubrik „Lehrer - Personalien – Versetzung/Wiederverwendung“ durch Eingabe des Kennworts und der PIN (diese wird von der Schulleiterin/dem Schulleiter Ihrer Stammschule ausgehändigt), den Stand der Bearbeitung zu erfahren.

Gibt es die Möglichkeit, mir selbst einen Tauschpartner zu suchen, um an eine meiner priorisierten Schulen zu kommen?

Diese Möglichkeit wird durch einen Ringtausch gegeben, d. h. Lehrkraft 1 von der Realschule A wechselt an Realschule B und umgekehrt wechselt Lehrkraft 2 mit gleicher Fächerverbindung und gleichem Stundenmaß von Realschule B an Realschule A.
Eine weitere Voraussetzung ist, dass beide Lehrkräfte und beide Schulleitungen dem Ringtausch schriftlich zustimmen. Der Ringtausch kann bis zum 10. August beim Staatsministerium beantragt werden.

Teilnehmen können alle Lehrkräfte, die fest in den staatlichen Realschuldienst eingestellt sind und zum Schuljahresbeginn 2017/18 unterrichten werden. Ausgeschlossen sind demnach Lehrkräfte die im Schuljahr 2017/18 beurlaubt (z. B. wegen Elternzeit) bzw. freigestellt (z. B. Sabbatjahr) sind, sowie Studienreferendarinnen/Studienreferendare und Aushilfslehrkräfte.

Dieses Verfahren beruht allein auf der Eigeninitiative der betroffenen Lehrkräfte. Das Staatsministerium kann bei der Suche nach einem Tauschpartner nicht behilflich sein.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Dienstvorgesetzten (Schulleiterin/Schulleiter Ihrer Stammschule).

Wie stehen generell die Einstellungschancen?

Nach wie vor und auch in Zukunft ist in fast allen Fächerverbindungen ein - zum Teil deutlicher - Bewerberüberhang vorhanden. Insbesondere gibt es inzwischen auch viele Wartelistenberechtigte, die sich weiterhin um Übernahme in den Staatsdienst bemühen.

Folgende Faktoren werden die Einstellungsmöglichkeiten auch zu den kommenden Schuljahren weiter maßgeblich beeinflussen:

Die Schülerzahlen werden zunächst weiterhin rückläufig sein bevor sie ab dem Schuljahr 2019/20 voraussichtlich wieder leicht ansteigen (vgl. aktuelle Schüler- und Absolventenprognose 2016 unter /ministerium/statistiken-und-forschung.html). Zudem wird die Anzahl der Eintritte in den Ruhestand und damit die Fluktuation von staatlichen Realschullehrkräften aufgrund des geringen Altersdurchschnitts der Lehrerkollegien an den staatlichen Realschulen in unmittelbarer Zukunft weiterhin auf relativ niedrigem Niveau bleiben.

Da zudem in nahezu allen Fächerkombinationen bereits seit mehreren Jahren ein deutlicher Bewerberüberhang vorherrscht, wird angesichts der zum jährlichen Einstellungstermin im September weiterhin sehr hohen Bewerberzahlen (aus dem aktuellen Prüfungsjahrgang, von den Wartelisten und sog. „Freie Bewerber“) die Einstellungsquote weiterhin eher gering bleiben. Zur Einschätzung der zukünftigen Einstellungssituation wird auf die auf der Homepage des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst veröffentlichte Schüler- sowie Lehrerbedarfsprognose verwiesen (beides zu finden unter: /ministerium/statistiken-und-forschung.html).

Wo kann ich mich über andere Beschäftigungsmöglichkeiten informieren?

Nähere Informationen können auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (https://www.km.bayern.de) unter der Rubrik "Lehrer --> Stellen --> Realschule --> Sonstige Anstellungsmöglichkeiten" abgerufen werden.

/lehrer/stellen/realschule/sonstige-anstellungsmoeglichkeiten.html

Außerdem werden wieder Maßnahmen der Zweitqualifizierung für Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung für Realschulen (bzw. Gymnasien) nach Art. 22 Abs. 2 Satz 2 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz angeboten, die zum Erwerb der Lehramtsbefähigung für das Lehramt an Grund- bzw. Mittelschulen führen. Nähere Informationen hierzu sind unter /lehrer/stellen/quereinstieg.html zu finden.

Adressen, Standorte, Schulträger und Stellenangebote von nichtstaatlichen bayerischen Realschulen findet man zudem auf www.realschule.bayern.de.

Darüber hinaus besteht in einem Stellenportal auf den Internetseiten des Staatsministeriums unter "Lehrer --> Stellen --> Stellenbörsen und Vertretungskräfte" die Möglichkeit, sich über weitere externe Stellenausschreibungen zu informieren. /lehrer/stellen/stellenboersen-und-vertretungskraefte.html

Die Angaben, die ich auf meiner Bewerbung gemacht habe, sind nicht mehr aktuell. Was muss ich tun, wenn ich diese ändern möchte?

Adressänderungen, Ortswunschänderungen oder sonstige Ergänzungen, die sich erst im Nachhinein ergeben haben, sind per Fax mit Unterschrift unter Angabe des Namens, des Geburtsdatums der Fächerverbindung und der Art der Bewerbung/des Antrags (Prüfungsjahrgang, Warteliste, Freie Bewerbung, Versetzung oder Wiederverwendung) an die Faxnummer 089 2186-2805 einzureichen.

Änderungen beim Familienstand bzw. die Anzeige der Geburt eines Kindes sind auf dem Dienstweg mit der entsprechenden Urkunde anzuzeigen. Die Unterlagen sollten vorab zusätzlich per Fax an obige Nummer geschickt werden.

Änderungen, die nachträglich eingereicht werden, können dabei nur noch bedingt berücksichtigt werden.

Wann und wie erfahre ich, ob ich eingestellt werde?

Mit dem Einstellungsverfahren kann erst begonnen werden, wenn die Bedarfe aller staatlichen Realschulen überprüft und das Wiederverwendungs- bzw. Versetzungsverfahren für die bereits im Staatsdienst dauerhaft beschäftigten Lehrkräfte abgeschlossen ist. Stellenangebote können daher voraussichtlich frühestens ab Ende Juli 2017 an die Bewerberinnen und Bewerber ergehen, die jedoch umgehend informiert werden. Es deshalb notwendig, Vorsorge zu treffen, dass Ihnen ggf. die Post während der Ferien nachgesandt wird. Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare werden dringend gebeten, von fernmündlichen und schriftlichen Anfragen sowie von persönlichen Vorsprachen in Einstellungsangelegenheiten vor Erhalt eines Stellenangebots Abstand zu nehmen, da der Geschäftsablauf hierdurch sehr behindert und die Stellenbesetzung verzögert wird.

Bei einem Einstellungsangebot ergeht ein entsprechendes Schreiben an die auf der Bewerbung angegebene Adresse. Bei Nichteinstellung werden die Bewerberinnen/Bewerber nicht gesondert informiert.

Was zählt als "soziales Kriterium" bei der Ortsvergabe im Falle der Einstellung?

  • im Haushalt lebende, zu betreuende minderjährige Kinder, Ehepartner/eingetragener Lebenspartner
  • Pflege eines nahen Angehörigen (hierfür muss man bei vorliegender Pflegestufe offiziell als Pflegeperson eingetragen sein)
  • zwingende medizinische Gründe wie z. B. Betreuung durch eine bestimmte medizinische Einrichtung bei entsprechendem Krankheitsbild

Die Hauptkriterien sind dabei die Kinderzahl und der Familienstand, bei den anderen Kriterien muss über deren Gewichtung im Einzelfall entschieden werden.

Keine „sozialen Kriterien“ – so wichtig sie sich auch für den Einzelnen bzw. für unsere Gesellschaft darstellen – sind insbesondere:

  • Privateigentum, angemietete Immobilien
  • Vereinszugehörigkeit, sonstiges außerdienstliches Engagement
  • Haustiere
  • berufliche Bindung des Partners

Da allerdings in vielen Fächerverbindungen bayernweit nur noch einzelne/wenige Bedarfe vorliegen, ist es mittlerweile häufig der Fall, dass der angebotene Einstellungsort selbst bei Vorliegen entsprechender sozialer Kriterien nicht in der angegebenen Wunschregion liegt/liegen kann. Hat man einen bayernweiten Einsatz durch Streichung des entsprechenden Satzes auf dem Bewerbungsformblatt ausgeschlossen, erhält man daher kein Einstellungsangebot, wenn die Schulorte, an denen ein bestehender Bedarf gedeckt werden muss und die von der Bewerberin/vom Bewerber angegebenen Wunschorte/-regionen nicht übereinstimmen (obwohl man aufgrund der Leistungskriterien ein Stellenangebot erhalten hätte).

Bewerberinnen/Bewerber, die aus persönlichen Gründen sehr ortsgebunden sind, ist daher ebenfalls anzuraten, sich auch um heimatnahe, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zu bemühen.

Wie werden mein Wehr- oder Zivildienst bzw. meine Elternzeit/ Pflegezeiten bei der Einstellung berücksichtigt?

Wird eine Verzögerung gemäß der gesetzlichen Bestimmungen anerkannt, so wird geprüft, ob die Bewerberin/der Bewerber zu dem Zeitpunkt, zu dem sie/er sich ohne die Verzögerung hätte bewerben können, mit ihrer/seiner Gesamtprüfungsnote ein Einstellungsangebot erhalten hätte. Ist dies der Fall, so ist sie/er zunächst einmal nur quotenplatzberechtigt. Da die Anzahl der Quotenplätze gemäß der gesetzlichen Bestimmungen beschränkt ist (wenige Einstellungsmöglichkeiten bedeuten auch wenige Quotenplätze) und auch hier das Leistungsprinzip anzuwenden ist, kann oftmals auch ein Quotenplatz nur an die Beste/den Besten der Quotenplatzberechtigten mit Wehr-/Zivildienst, Elternzeit bzw. Pflegezeit in einer Fächerkombination vergeben werden. Eine Quotenplatzberechtigung ist damit noch keine Einstellungsgarantie. Ausführlichere Informationen hierzu finden Sie unter: /lehrer/stellen/realschule/bayerische-bewerber-ohne-festanstellung/aktueller-pruefungsjahrgang.html

Ich habe einen Vertrag mit einem nichtstaatlichen Schulträger unterzeichnet, obwohl ich mich für den Staatsdienst beworben habe. Was muss ich beachten?

Nach gültiger Rechtslage kann ein Stellenangebot nur dann unterbreitet werden, wenn ein bestehendes Arbeitsverhältnis unter Wahrung der Kündigungsfristen von Ihnen ordnungsgemäß beendet werden kann bzw. wenn man von seinem Arbeitgeber/Dienstherrn freigestellt wird. Sobald ein Vertrag mit einem nichtstaatlichen Schulträger eingegangen wird, muss die Bewerbung um Verwendung im staatlichen Realschuldienst daher zurückgezogen werden (Verwendung des Formblatts für den Rückzug der Bewerbung). Man kann unter bestimmten Bedingungen dennoch eine Wartelistenberechtigung erhalten bzw. weiterführen, erhält aber zum aktuellen Termin kein Einstellungsangebot mehr.

Wird die Bewerbung nicht zurückgezogen und wegen Vorenthalten dieser Information der Bewerberin/dem Bewerber ein Angebot unterbreitet, so ist das Stellenangebot des Staatsministeriums ungültig und wird zurückgezogen. Dies kommt einer Absage des Stellenangebots Ihrerseits gleich und hat den Verlust der Wartelistenberechtigung zur Folge. Einzige Ausnahme: man erhält das staatliche Angebot nach dem 10. August. Nach diesem Zeitpunkt behält man die Berechtigung, am Wartelistenverfahren teilzunehmen, es sei denn, Sie nehmen eine wartelistenschädliche Stelle (im nichtstaatlichen öffentlichen Schuldienst Bayerns, im öffentlichen Schuldienst außerhalb Bayerns oder in Verbindung mit der Ernennung zum Kirchenbeamten) an.

Weitere Informationen zum Wartelistenverfahren erhalten Sie unter: /lehrer/stellen/realschule/warteliste.html

Ich bin einen zeitlich befristeten Vertrag an einer staatlichen Realschule zur Aushilfe eingegangen. Kann ich trotzdem noch ein Angebot auf unbefristete Einstellung in den staatlichen Realschuldienst erhalten?

Zeitlich befristete Verträge zur Aushilfe an einer staatlichen Realschule stehen der dauerhaften Einstellung in den staatlichen Realschuldienst nicht entgegen. Erhält man ein Einstellungsangebot, muss die Schulleitung der Realschule, an der man zur Aushilfe tätig werden sollte, zeitnah darüber informiert werden, damit diese sich um eine neue Aushilfe bemühen kann.

Sind noch Bewerbungen für das Schuljahr 2017/18 möglich?

Nein. Bewerbungen sind erst wieder für das Schuljahr 2018/2019 möglich.

Wie erfährt man, auf welchem Platz der Warteliste man sich befindet?

Ab Ende Juni ist der Wartelistenplatz für den aktuellen Einstellungstermin in der jeweiligen Fächerverbindung auf der anonymisierten Reihung unter /lehrer/stellen/realschule/warteliste.html einsehbar, sofern in dieser Fächerverbindung mehr als drei Bewerbungen von der Wartelistenberechtigten vorliegen.

Welche Möglichkeiten gibt es für Quereinsteiger?

Im Realschulbereich werden aufgrund der hohen Bewerberzahlen derzeit keine Sondermaßnahmen für einen Quereinstieg durchgeführt, noch sind solche mittelfristig geplant.

Welche Frist gilt für die Stellenzusage auf das Angebotsschreiben?

Eine Äußerung zu einem Stellenangebot muss dem Staatsministerium innerhalb einer Frist von drei Tagen - die Frist beginnt mit dem Tag des Poststempels - vorliegen. Daher ist es notwendig, Vorsorge zu treffen, dass ggf. die Post während der Ferien nachgesandt wird. Neben der Rücksendung des Antwortvordruckes wird vorab zusätzlich um eine telefonische Zu- oder Absage des Stellenangebots gebeten. Die Kontaktdaten liegen dem Angebotsschreiben bei.

Um Verzögerungen im Rahmen der Einstellung zu vermeiden, ist dafür Sorge zu tragen, dass eine Kopie eines am Einstellungstermin gültigen Personalausweises/Reisepasses der Rücksendung des Angebots beigelegt werden kann. Weiterhin kann das Stellenangebot von einem Bevollmächtigten angenommen werden. Die Vollmacht zur Annahme des Stellenangebots ist in diesem Fall der Rücksendung des Antwortvordrucks beizufügen.

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