Jahresversammlung: LEV FOS diskutiert über LehrplanPLUS

Volle Reihen im Publikum bei der 44. Delegiertenversammlung der LEV FOS
Volle Reihen im Publikum bei der 44. Delegiertenversammlung der LEV FOS

Die derzeitige Umgestaltung der Lehrpläne stand im Zentrum der 44. Delegiertenversammlung der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns (LEV FOS). Gemeinsam mit Staatssekretär Georg Eisenreich und Experten aus der Wissenschaft debattierten die Elternvertreter über den entstehenden LehrplanPLUS sowie die Entwicklung der Beruflichen Oberschulen.

Staatssekretär Georg Eisenreich würdigte in seinem Grußwort die erfolgreiche Entwicklung der Beruflichen Oberschule, deren Schülerzahl sich seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt hat. Mittlerweile kommen rund 44 % der Studienberechtigten aus der Beruflichen Bildung - die meisten davon sind Schüler der Beruflichen Oberschule. Der Staatssekretär hob die Gründe für den Erfolg hervor: "Die Beruflche Oberschule verknüpft in innovativer Weise drei Bereiche miteinander: breite Allgemeinbildung, Fachtheorie und Fachpraxis. Diese Praxisbezogenheit in der Ausbildung wird von der Wirtschaft ebenso wie von den Hochschulen geschätzt."

LehrplanPLUS

Staatssekretär Georg Eisenreich bei seinem Grußwort
Staatssekretär Georg Eisenreich bei seinem Grußwort

Georg Eisenreich wies darauf hin, dass sich FOS und BOS derzeit in einem Erneuerungsprozess befinden: Seit 2012 werden die Stundentafeln für alle Ausbildungsrichtungen und die Lehrpläne für alle Fächer weiterentwickelt. Die Umgestaltung der Lehrpläne erfolgt unter dem Arbeitstitel "LehrplanPLUS". Nicht mehr die Wissensvermittlung mit der stark aktiven Rolle des Lehrers und der eher passiven Rolle des Schülers steht nun im Zentrum der didaktischen Methodik. Stattdessen sollen die Schüler die Kompetenzen erwerben, das Wissen unterschiedlicher Fachgebiete zu anwendungsorientiertem Handeln zu verknüpfen. Kompetenzerwerb verlangt eine aktive Rolle der jungen Menschen im Sinne einer Wissenserarbeitung. In höheren Klassen übernimmt der Lehrer im Idealfall eher die Rolle eines Coaches.

Die Berufliche Oberschule

Die LEV FOS ist die Dachorganisation für die Elternbeiräte an den 106 Fachoberschulen in Bayern. Sie vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern. In weitem Maß trifft dies auch die Belange der Berufsoberschulen.

Mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung in einer Verbindung von Theorie und Praxis stellt sich die Berufliche Oberschule den technologischen und globalen Herausforderungen der Zukunft. Mit dem Fachabitur nach Jahrgangsstufe 12 bietet sie den Zugang zum Studium an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften – früher Fachhochschulen. Der anschließend mögliche Besuch der 13. Klasse und das Ablegen des fachgebunden oder des allgemeinen Abiturs – letzteres verlangt den Nachweis von Kenntnissen einer zweiten Fremdsprache – ermöglichen den Absolventinnen und Absolventen den Zugang zur Universität mit einer gleichwertigen Qualifikation, wie sie die Gymnasiasten vorweisen.

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