Einstellungspolitik: Eckpunkte für Bayerns Schulen - Höchste Zahl an Lehrerinnen und Lehrern seit 1946

"Verlässliche Haushaltspolitik, kontinuierliche Einstellung von Lehrkräften - Betreuungssituation an Schulen deutlich verbessert"

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

Auf eine verlässliche Haushaltspolitik und eine entsprechende Einstellungspraxis von Lehrkräften hat Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hingewiesen. Noch nie seit 1946 sind so viele Lehrerinnen und Lehrer beschäftigt wie heute. Bis zum Ende der Legislaturperiode werden seit 2008 rund 6.000 zusätzliche Stellen geschaffen worden sein. Ein Ergebnis ist für Minister Spaenle in diesem Zusammenhang unübersehbar: "Trotz zurückgehender Schülerzahlen hatten wir in Bayern nie mehr Lehrkräfte als heute. Die Betreuungsrelation konnten wir allein seit dem Schuljahr 1999/2000 von 18,2 Schüler auf 16,8 Schüler pro Vollzeitlehrkraft absenken. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen".

Zur konkreten Einstellung von Lehrkräften für die Gymnasien im Februar 2011 führte Minister Spaenle aus: Der Haupteinstellungstermin für Gymnasiallehrer ist September. Das Kultusministerium könne zum Februar 2011 aber dennoch rund 250 Bewerberinnen und Bewerber in den gymnasialen Schuldienst übernehmen, davon über 150 Bewerberinnen und Bewerber mit einer Fächerkombination mit Mathematik oder Latein und Biologie/Chemie. Auch zum Februar 2011 gibt es einen Einstellungskorridor für die besten Absolventen der einzelnen Fächer, um besonders qualifizierte Absolventen für den Freistaat zu halten.
 
Konsequente Einstellungspraxis
 
Der Freistaat Bayern betreibt seit Jahren eine konsequente Einstellungspolitik, zeigte Spaenle auf. So wurden im Doppelhaushalt 2009/2010 insgesamt 2.738 zusätzliche Lehrerplanstellen geschaffen. Im Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2011/2012 sind insgesamt 2.553 Planstellen ausgewiesen, davon 1.553 für das Schuljahr 2011/2012 und 1.000 für das Schuljahr 2012/2013. Zudem sieht der Entwurf weitere 1.320 neue Planstellen vor, um die Arbeitszeitverkürzung der verbeamteten Lehrkräfte umzusetzen.
 
Lehrerbedarfsprognosen informieren Studierende zuverlässig
 
Das Ministerium gibt den Studieninteressenten und Studierenden mit der jährlich aktualisierten Lehrerbedarfsprognose zuverlässige Informationen für ihren Ausbildungsweg an die Hand. Am Beispiel der Lehrerbedarfsprognose 2004 machte der Kultusminister deutlich, dass Studieninteressenten sich zu Beginn ihres Studiums über die Einstellungschancen zu Ende des Studiums zuverlässig informieren konnten und können. Ungünstige Einstellungsaussichten seien damals Studierenden für das Fach Sozialkunde in einer Zwei-Fächer-Kombination sowie denen mit modernen Fremdsprachen ohne Kernfach-Kombination prognostiziert worden. Günstige Einstellungsvoraussetzungen dagegen waren Studierenden angekündigt worden, die Kombinationen mit Mathematik, Physik, Informatik, Latein, Spanisch usw. belegt hatten. "Genau das ist nun auch eingetreten", so der Minister.
 
Minister Spaenle warb dafür: "Es ist unerlässlich, dass Studieninteressenten und Studierende sich über die Lehrerbedarfssituation kontinuierlich informieren und entsprechend ihre Entscheidungen fällen bzw. anpassen."
 
Die Eignungsberatung für das Lehramtsstudium und die Studienberatung will das Ministerium verbessern. Es gehe darum, geeignete Persönlichkeiten zu finden und ihnen im Bedarfsfall rechtzeitig Alternativen zu ihrer Erstwahl aufzuzeigen. (18.01./01.02.11)

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