Fest der Begegnung: Griechen und Bayern feierten Kulturtag

Griechen und Bayern passen gut zusammen: Plakat zum 9. Griechisch-Bayerischen Kulturtag in München
Griechen und Bayern passen gut zusammen: Plakat zum 9. Griechisch-Bayerischen Kulturtag in München

Immer wieder ein Glanzpunkt im Münchner Kultursommer: Zum neunten Mal fand der Griechisch-Bayerische Kulturtag statt – heuer im Zeichen eines besonderen Kirchenjubiläums: Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland feierte ihren 50. Geburtstag.

„Bayern und Griechen – unsere Völker passen gut zusammen – angefangen von den Landesfarben Weiß und Blau über die Liebe zur Musik und die Vorliebe für gutes Essen bis hin zum Stolz auf reiche Kulturlandschaften“, da sind sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Apostolos Malamoussis, Erzpriester der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitorganisator des Griechisch-Bayerischen Kulturtags, einig.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beim Eintrag ins Goldene Buch mit Erzpriester Apostolos Malamoussis
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beim Eintrag ins Goldene Buch mit Erzpriester Apostolos Malamoussis

Kein Wunder also, dass der neunte Griechisch-Bayerische Kulturtag in München bereits schöne Tradition ist: „Dieser Kulturtag ist etwas Besonderes“, stellte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle  bei seinem Besuch begeistert fest. „Dieses wunderbare Fest setzt nun schon zum neunten Mal ein schönes Zeichen für die gelebte Begegnung zwischen Griechenland und Bayern“, so Spaenle.

Weil das Programm mit den Jahren immer vielfältiger wurde, wird inzwischen mehrere Tage lang gefeiert – heuer ganz im Zeichen des 50. Gründungsjubiläums der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland.

Metropolit Augoustinos von Deutschland (rechts) beim 9. Griechisch-Bayerischen Kulturtag in München
Metropolit Augoustinos von Deutschland (rechts) beim 9. Griechisch-Bayerischen Kulturtag in München

Als die ersten griechischen Gastarbeiter zu Beginn der 60er-Jahre im Zuge des deutsch-griechischen Anwerbeabkommens in die Bundesrepublik kamen, gab es hier nur wenige griechisch-orthodoxe Geistliche und Kirchengemeinden ohne feste Standorte und Gotteshäuser. Die Gründung der Metropolie und der systematische Aufbau von Gemeinden in fast allen großen Städten sorgten dafür, dass die Gläubigen in Deutschland eine kirchliche Heimat finden konnten.

Beim Festakt würdigte Kultusminister Spaenle  auch die enorme Integrationsleistung der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland: „Seit 50 Jahren zeigt die Metropolie, wie Integration gelingen kann“, so Spaenle. „Wirkliche Integration bedeutet: Partnerschaftliches Miteinander, gegenseitiger Austausch und Offenheit füreinander sind ein geglücktes Zusammenspiel. Den Gläubigen eine geistige Heimat sein und gleichzeitig für die Umgebung im anfangs fremden Land offen – die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland war von Anfang an beides.“

Heute leben rund 55.732 Menschen mit griechischer Migrationsgeschichte in Bayern – und „sie leben gerne hier“, versicherte Kultusminister Spaenle. „Lassen Sie uns unsere hervorragenden Kontakte weiter pflegen – bei guter Musik, gutem Essen und guten Gesprächen. Auch in puncto Lebensmut und Lebensfreude stehen wir einander in nichts nach“, so der Minister.

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