Inklusive berufliche Bildung in Bayern: Modellversuch im Regensburger Land fördert Jugendliche

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (2. Reihe, ganz links) mit Lehrkräften des Schultandems im Modellversuch und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart (1. Reihe, ganz rechts)
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (2. Reihe, ganz links) mit Lehrkräften des Schultandems im Modellversuch und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart (1. Reihe, ganz rechts)

Erfolgreich die Berufsausbildung abschließen – mit dem Modellversuch „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ (IBB) am Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land können das auch Jugendliche mit Förderbedarf. Kultusstaatssekretär Bernd Sibler besuchte das Schulzentrum.

Bei einem Rundgang durch das Berufliche Schulzentrum Regensburger Land informierte sich Kultusstaatssekretär Bernd Sibler über den aktuellen Stand der Arbeit im Schulversuch „IBB – Inklusive berufliche Bildung in Bayern“. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, zeigte sich Sibler von diesem Vorzeigeprojekt vollkommen überzeugt.

Der Modellversuch „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ soll Jugendlichen mit einem erhöhten Förderbedarf in den Bereichen Lernen und/oder emotionale und soziale Entwicklung einen erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ermöglichen. Berufs- bzw. Berufsfachschulen und Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung arbeiten im Schulversuch eng zusammen. Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler konsequent zu unterstützen, damit sie zum einen ein höheres fachliches Niveau und einen dualen Berufsabschluss erreichen, zum anderen ihre Personal- und Sozialkompetenz ausbauen. Der Modellversuch wird seit dem Schuljahr 2012/13 von der Stiftung Bildungspakt Bayern in Kooperation mit dem Kultusministerium durchgeführt.

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (Mitte)  im Unterricht der Gärtner-Klasse des Beruflichen Schulzentrums Regensburger Land
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (Mitte) im Unterricht der Gärtner-Klasse des Beruflichen Schulzentrums Regensburger Land

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler, der auch Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern ist, betonte: „Mit dem Modellversuch ‚Inklusive berufliche Bildung in Bayern’ sorgen wir dafür, dass mehr junge Menschen mit besonderem Förderbedarf an der beruflichen Bildung teilhaben können und so ihr Zugang zum ersten Arbeitsmarkt erleichtert wird.“ Der Modellversuch ist im Kontext der dualen Ausbildung bundesweit einmalig. „Durch intensive Zusammenarbeit der beruflichen Schulen werden Konzepte zur Förderung bestimmter Berufe und Berufsgruppen erarbeitet, die als Pilotmodelle erprobt und nach erfolgreichem Verlauf in die Fläche gebracht werden“, so Sibler. Zusätzlich zu den bisherigen sieben Schultandems werden ab dem Schuljahr 2013/14 zwei weitere Tandems ihre Arbeit im Schulversuch aufnehmen.

Sozialstaatssekretär Markus Sackmann hatte im Vorfeld des Besuch schon erklärt: „Der Schulversuch ‚IBB – Inklusive berufliche Bildung in Bayern’ wird auch vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen als sehr innovatives Projekt mit Mitteln in Höhe von rund 240.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfond unterstützt.“ Er freue sich über die ressortübergreifende Zusammenarbeit beider Ministerien.

Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit verfolgt den Schulversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern ebenfalls mit großem Interesse und sieht gemeinsame Zielsetzungen und Anknüpfungspunkte zu ihrem Projekt „Trägergestützte Inklusive Ausbildung“.

Das IBB-Schultandem Staatliches Berufliches Schulzentrum Regensburger Land und die Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung St. Marien in Schwandorf ist eines der zwei Modellversuchstandems, das ab dem Schuljahr 2013/14 eine Kooperation mit dem von der Regionaldirektion geförderten Projekt eingeht. In Regensburg wird dieses mit der Lernwerkstatt der Katholischen Jugendfürsorge durchgeführt. Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Regionaldirektion Bayern, erklärte: „Ich freue mich auf den gemeinsamen Austausch mit unseren Partnern am Ausbildungsmarkt. Die guten Rahmenbedingungen am bayerischen Arbeitsmarkt müssen genutzt werden, um die inklusive Ausbildung von jungen behinderten Menschen weiter voranzubringen. Hierbei ist es besonders wichtig, die Ausbildung flexibel und durchlässig zu gestalten, um individuell auf den Förder- und Unterstützungsbedarf des Einzelnen eingehen zu können.“

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