Ein Motor für die Freundschaft: Deutsch-französisches Jugendwerk feiert 50. Geburtstag

Ein Beitrag zum kulturellen Programm: das Kammerorchester der jungen deutsch-französischen Philharmonie Bayreuth
Ein Beitrag zum kulturellen Programm: das Kammerorchester der jungen deutsch-französischen Philharmonie Bayreuth

In Paris wurde gefeiert: Mit einer „Grande fête populär“ ließ das Deutsch-französische Jugendwerk die gute Beziehung zwischen den beiden Ländern hochleben. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle nahm am offiziellen Festakt teil und gratulierte zum erfolgreichen Wirken für die deutsch-französische Freundschaft.

Béatrice Angrand, Dr. Markus Ingenlath: Die Generalsekretäre des DFJW
Béatrice Angrand, Dr. Markus Ingenlath: Die Generalsekretäre des DFJW

50 Jahre Elysée-Vertrag: Anlässlich dieses Jubiläums wurde 2013 das deutsch-französische Jahr begangen. Die Feierlichkeiten des Deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW) in Paris stellten den offiziellen Abschluss dieses Jahres dar. Dem Bürgerfest war am 5. Juli - dem Datum des Gründungsabkommens für das Deutsch-französische Jugendwerk - der offizielle Festakt in der Maison de la Mutualité und der Empfang von 200 deutschen und französischen Jugendlichen durch den französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault vorausgegangen.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der im Verwaltungsrat des Deutsch-französischen Jugendwerks die Bundesländer vertritt, sagte beim Festakt: "Die deutsch-französische Freundschaft ist einzigartig und Bayern ein wichtiges Anliegen. Frankreich ist Bayern stets ein verlässlicher und unersetzlicher Partner. Ich freue mich, dass wir im deutsch-französischen Jubiläumsjahr 2013 auf eine seit nunmehr 50 Jahren bestehende enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit unserer beiden Länder blicken dürfen. Ich vertraue auf unsere nachfolgende junge Generation, dass sie die bayerisch-französische Erfolgsgeschichte in unserem zusammenwachsenden Europa in eine gemeinsame Zukunft trägt."

Der Elysée-Vertrag für Versöhnung und Freundschaft

Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle stellten vor 50 Jahren die Weichen für die freundschaftliche Zukunft der beiden Länder. Idee: ein Staatsvertrag, der die deutsch-französische Freundschaft institutionalisieren und die Zeit einer langen Feindschaft beenden sollte. Am 22. Januar 1963 wurde der Elysée-Vertrag unterzeichnet, als Grundstein für die Versöhnung zwischen den Nachbarstaaten. Das Abkommen zeigt sich seitdem als einzigartig in seiner Wirkung für eine enge Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft und Kultur. Darüber hinaus entstanden in allen Teilen der Gesellschaft tiefe Freundschaften – angeregt von Partnerschaften zwischen Gemeinden, Städten und Schulen. Der Vertrag trat am 2. Juli 1963 in Kraft – ihm folgte das Gründungsabkommen für das Deutsch-Französische Jugendwerk am 5. Juli 2013.

Handschlag für Versöhnung und Freundschaft: Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer
Handschlag für Versöhnung und Freundschaft: Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer

Das Deutsch-französische Jugendwerk hat seit 1963 zur Aufgabe, die Beziehungen zwischen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich zu vertiefen. Jugendaustauschbegegnungen und Jugendprojekte helfen, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen und den jungen Deutschen und Franzosen die Kultur des Nachbarlandes näher zu bringen. Seit seiner Gründung hat das DFJW mehr als 8 Millionen jungen Franzosen und Deutschen die Teilnahme an rund 300.000 Austauschprogrammen ermöglicht. Jedes Jahr werden mehr als 10.000 Begegnungen gefördert, an denen knapp 200.000 Jugendliche teilnehmen.

Impressionen vom Festakt: Trinationale Theateraufführung von deutschen, französischen und mazedonischen Jugendlichen
Impressionen vom Festakt: Trinationale Theateraufführung von deutschen, französischen und mazedonischen Jugendlichen

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