Integration: An zwei Gymnasien starten 2013/14 besondere Profilklassen

Kultusminister Spaenle, Ministerpräsident Seehofer und Roland Berger (v.l.n.r.) stellten das Konzept gemeinsam in München vor
Kultusminister Spaenle, Ministerpräsident Seehofer und Roland Berger (v.l.n.r.) stellten das Konzept gemeinsam in München vor

Staatsregierung und Roland Berger Stiftung fördern begabte Kinder mit schwierigen Startbedingungen. Zum nächsten Schuljahr werden deshalb in Würzburg und Nürnberg besondere Profilklassen mit Stipendiaten der Stiftung eingerichtet. Ministerpräsident Seehofer betonte: "Kein Talent darf in Bayern verloren gehen.“

Ministerpräsident Horst Seehofer, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Professor Dr. Roland Berger stellten das neue Förderprojekt der Staatsregierung gemeinsam mit der Roland Berger Stiftung für begabte, leistungswillige Schüler vor. Dabei betonte der Ministerpräsident: "Kein Talent in Bayern darf verloren gehen. Unser Ziel ist es, dass jedes Kind individuell gefördert wird und möglichst viele begabte Schüler die Hochschulreife erwerben können. Und dies muss unabhängig von der sozialen Herkunft sein. Deshalb bietet der Freistaat in Zusammenarbeit mit der Roland Berger Stiftung in einem bundesweit bisher einzigartigen Kooperationsprojekt am Nürnberger Dürer Gymnasium und am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg ein umfassendes, individuelles und für die Eltern kostenfreies Förderprogramm an. Zusätzlich ist am Standort Ingolstadt eine Profilschule in Vorbereitung. Gute Bildung sichert die Zukunft unserer Kinder und damit auch des Freistaates."

Kultusminister Spaenle:
Kultusminister Spaenle: "Wir wollen alle Kinder optimal fördern"

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle unterstrich, dass die soziale Herkunft nicht über den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen entscheiden darf: "Bildungsgerechtigkeit heißt für uns: Wir wollen in Bayern alle Kinder mit ihren Talente optimal fördern. Das Kooperationsprojekt zwischen dem Bayerischen Kultusministerium und der Roland Berger Stiftung bietet dazu eine neue und außergewöhnliche Möglichkeit, gerade leistungsstarke Kinder mit schwierigeren Startbedingungen auf ihrem Weg zu begleiten. Das Projekt ergänzt die vielfältigen Anstrengungen des Freistaats, vor allem Kinder zu fördern, die zuhause nur bedingt unterstützt werden können. Diese Maßnahmen umfassen auch den konsequenten Ausbau der Ganztagsschulen und die besondere Sprachförderung vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund."

Roland Berger zeigte sich erfreut über den Start des neuen Kooperationsprojektes: "Nach über fünf Jahren Erfahrung mit dem Deutschen Schülerstipendium ist die Weiterentwicklung des Programms zu den Profilklassen ein konsequenter Schritt. Für mich ist es selbstverständlich, dass wir unsere Erfahrungen der Politik zur Verfügung stellen. Als Stiftung sehen wir uns hier als Partner und Unterstützer in dem großen Ziel, noch mehr Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche zu schaffen."

Zum Schuljahr 2013/2014 startet der Freistaat Bayern gemeinsam mit der Roland Berger Stiftung ein völlig neuartiges Projekt, um begabten Schülerinnen und Schüler mit schwierigeren Startbedingungen, darunter junge Leute aus Zuwandererfamilien, auf dem Weg zum Abitur intensiv zu begleiten. Dazu richtet das Bayerische Kultusministerium am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg und dem Dürer-Gymnasium in Nürnberg jeweils einen besonderen Profilzweig in der Jahrgangsstufe 5 an. Die Schülerinnen und Schüler dieses Profilzweigs sind Stipendiaten des Deutschen Schülerstipendienprogramms der Roland Berger Stiftung.
Diese fördert für sie zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen. Ab dem Schuljahr 2014/2015 ist der Aufbau einer Profilschule für Ingolstadt geplant.

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