Mittelstandsbarometer 2013: Unternehmen mit bayerischer Bildungspolitik sehr zufrieden

Junge Menschen erwerben im bayerischen Schulsystem nach Einschätzung des Mittelstandes eine hervorragende Bildung.
Junge Menschen erwerben im bayerischen Schulsystem nach Einschätzung des Mittelstandes eine hervorragende Bildung.

In keinem anderen Bundesland sind die mittelständischen Unternehmen so zufrieden mit der Bildungspolitik wie in Bayern. Dies ergab das Mittelstandsbarometer 2013, zu dem bundesweit rund 3.000 Unternehmen befragt wurden.

Eine sehr günstige Einschätzung des Mittelstands zur bayerischen Bildungspolitik stellte Hubert Barth, Leiter Region Bayern des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young, in München im Rahmen eines Pressegesprächs dar. Ausgangsbasis war das Mittelstandsbarometer 2013 von Ernst & Young. Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, ergänzte die Ergebnisse um die Erfahrungen der Industrie- und Handelskammern mit Schule und Bildung in Bayern. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle reagierte mit Freude auf diese Einschätzung des Mittelstands. Er sah darin aber auch einen Ansporn, das Schulwesen unter den Gesichtspunkten Qualität und Gerechtigkeit weiterzuentwickeln. „Dabei möchte ich die verschiedenen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sowie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Organisationen auch vor Ort einbinden, um die Chancen für die jungen Menschen weiter zu verbessern“, erinnerte er an seine Initiative, Bildungsregionen zu gestalten.

In keinem anderen Bundesland ist die Zufriedenheit des Mittelstands mit der regionalen Bildungspolitik derzeit auch nur annähernd so hoch wie in Bayern“, fasste Hubert Barth das Kernergebnis des Mittelstandsbarometers in Worte, zu dem bundesweit rund 3.000 Geschäftsführer und Inhaber größerer mittelständischer Unternehmen befragt worden waren. Er konkretisierte: „47 Prozent der Mittelständler in Bayern bewerten derzeit die Bildungspolitik in ihrem Bundesland als uneingeschränkt gut – das sind deutlich mehr als in allen früheren Befragungen und mehr als Bundesdurchschnitt (33 Prozent).

Hauptgeschäftsführer Peter Driessen sagte: „Bayern braucht sich mit Blick auf die Qualität seines Bildungssystems wirklich nicht zu verstecken. Exemplarisch zeigt sich dies auch an historisch niedrigen Jugendarbeitslosenquoten, den Resultaten vergleichender Schulleistungsstudien und ganz konkret auch bei den Ergebnissen der bundesweit einheitlichen IHK-Abschlussprüfungen in der Ausbildung“. Eine wesentliche Grundlage für eine fortschrittliche Bildungspolitik in Bayern sei vor allem, dass Politik und Wirtschaft zusammen arbeiten und an einem Strang ziehen. 

Kultusminister Ludwig Spaenle:
Kultusminister Ludwig Spaenle: "Der Mittelstand anerkennt die Leistungen des differenzierten Schulwesens in Bayern".

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „Die Ergebnisse des Mittelstandsbarometers belegen, wie solide die schulische Ausgangsbasis der Schülerinnen und Schüler in Bayern ist, um z.B. einen Ausbildungsplatz zu erhalten, sich weiterzuqualifizieren und auf der Grundlage der schulischen und beruflichen Ausbildung ihr Leben zu gestalten.“

„Der Mittelstand“, interpretierte der Minister die Ergebnisse, „anerkennt die Leistungen des differenzierten Schulwesens in Bayern, und zwar unter den Maßstäben der betrieblichen Alltagserfahrungen.“

Eigens stellte Minister Spaenle die besondere Berufsorientierung der Mittelschule heraus, ferner die Ausrichtung der Realschule auf eine sehr gute Allgemeinbildung und Berufsorientierung. Auch im bayerischen Gymnasium werde durch das W- und P-Seminar berufliche Orientierung vermittelt. Mit dem flächendeckenden Ausbau der Fachober- und Berufsoberschulen sei es gelungen, jungen Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss einen zweiten, gleichwertigen, aber beruforientierten Weg zur Hochschulreife zu eröffnen.

Abschließend dankte der Minister den Lehrkräften und Eltern für ihr außergewöhnliches Engagement für die Bildung der jungen Menschen, aber auch den Unternehmern und Unternehmen, die sich hier oft weit mehr als zu erwarten für die Qualifikation und Entwicklung junger Menschen einbringen.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion