Expertentagung: Wege zur Inklusion an beruflichen Schulen beleuchtet

Die Expertentagung fand mit großer Beteiligung statt
Die Expertentagung fand mit großer Beteiligung statt

Inklusive Schullandschaft – auch eine Aufgabe an den beruflichen Schulen. Eine Expertentagung im Kontext des Modellversuchs „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ in Kochel am See befasste sich am 29. und 30. April 2013 länderübergreifend mit den vielseitigen Aspekten dieses Themas. Staatssekretär Sibler hielt das Impulsreferat.

Zum Schuljahr 2012713 hat die Stiftung Bildungspakt Bayern gemeinsam mit dem bayerischen Kultusministerium den Modellversuch „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ mit sieben Schultandems gestartet. Eine zweitägige Expertentagung stellte am 29. und 30. April 2013 in Kochel am See den Schulversuch vor. Sie warf darüber hinaus auch einen weiten Blick auf den derzeitigen Stand der Inklusion insbesondere im beruflichen Schulwesen. Experten aus Sachsen, Bremen, Österreich und Bayern stellten den jeweiligen Stand in ihren Ländern vor. Zudem betrachteten Vertreter aus Kirche, Wirtschaft, Gewerkschaften und dem Bildungsbereich Inklusion als gemeinsame gesellschaftliche Herausforderung.

Staatssekretär Bernd Sibler hebt die Bedeutung der Inklusion in der beruflichen Bildung hervor
Staatssekretär Bernd Sibler hebt die Bedeutung der Inklusion in der beruflichen Bildung hervor

Bernd Sibler, Kultusstaatssekretär und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern betonte in seinem Impulsreferat: „Jeder junge Mensch in Bayern muss eine Berufsausbildung erhalten, die ihm entspricht und mit der er seine Persönlichkeit entfalten kann.“ Sibler lobte die bisherige Leistung der beruflichen Schulen und vieler Ausbildungsbetriebe: „Schon bisher haben die allgemeinen Berufsschulen und die Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Betrieben unzähligen Jugendlichen geholfen, sich in der Gesellschaft und im Beruf zurechtzufinden.“

Logo des Modellversuchs

Darauf baut der Modellversuch auf: „Durch die enge Zusammenarbeit zwischen allgemeinen Berufsschulen und Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung werden beide Schularten damit zu inklusiven Lernorten, deren Lehrkräfte sich allen Jugendlichen – sei es mit oder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf – gleichermaßen verpflichtet fühlen und die in ihrem Umgang mit den jungen Menschen vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch profitieren.“

Beim Modellversuch „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ soll Jugendlichen mit einem erhöhten Förderbedarf in den Bereichen Lernen und/oder emotionale und soziale Entwicklung einen erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ermöglichen. Berufs- bzw. Berufsfachschulen und Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung arbeiten im Schulversuch eng zusammen. Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler konsequent zu unterstützen, damit sie zum einen ein höheres fachliches Niveau und einen dualen Berufsabschluss erreichen, zum anderen ihre Personal- und Sozialkompetenz ausbauen.

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