Alltagskompetenzen und Lebensökonomie: Unterrichtsgegenstand wird weiterentwickelt

Nachhaltige Lebensführung: Gesunde Ernährung ist ein Teil der Alltagskompetenzen und Lebensökonomie
Nachhaltige Lebensführung: Gesunde Ernährung ist ein Teil der Alltagskompetenzen und Lebensökonomie

"Wie gehe ich mit Geld um? Wie ernähre ich mich gesund? Diese und viele andere Fragen sind im Alltag junger Menschen von zentraler Bedeutung", sagte Kultusminister Spaenle. Der Unterrichtsgegenstand „Alltagskompetenzen und Lebensökonomie“ wird deshalb verpflichtend und fächerübergreifend ausgebaut.

Mitte April hatte der Landtag einen Antrag der Regierungskoalition beschlossen, "Alltagskompetenz und Lebensökonomie" als verpflichtenden Unterrichtsgegenstand weiterzuentwickeln. "Dazu wird das Kultusministerium ein pädagogisches Gesamtkonzept erstellen", so Minister Spaenle, "das die Themenfelder der ‚Alltagskompetenz und Lebensökonomie’ in Modulen gegliedert über alle Jahrgangsstufen und Schularten hinweg weiterentwickelt".

Schwerpunkte des Unterrichtsgegenstands sind Ernährungs- und Gesundheitsbildung, Verbraucher- und Konsumbildung sowie nachhaltige Lebensführung. Der Minister konkretisierte deshalb: "Wie gehe ich mit Geld um? Welches Produkt und welche Dienstleistung ist den Preis wert? Was kann ich mir leisten? Wie führe ich einen Haushalt? Wie ernähre ich mich gesund? Diese und viele andere Fragen sind im Alltag der jungen Menschen von zentraler Bedeutung." Der Minister machte aber auch deutlich, dass bei der Vermittlung von Alltagskompetenzen und Lebensökonomie die Eltern und Familien eine hohe Verantwortung haben. "Die Schule kann und muss subsidiär das nötige Wissen und die notwendigen Kompetenzen vermitteln, zumal wenn deutlich wird, dass viele Familien diese Aufgabe nur bedingt wahrnehmen."

Ehrenbezirksbäuerin Marlene Mortler, MdB, Landesbäuerin Anneliese Göller, Kultusminister Ludwig Spaenle, MdL, und die Ehrenlandesbäuerin Annemarie Biechl, MdL (v.l.n.r.)
Ehrenbezirksbäuerin Marlene Mortler, MdB, Landesbäuerin Anneliese Göller, Kultusminister Ludwig Spaenle, MdL, und die Ehrenlandesbäuerin Annemarie Biechl, MdL (v.l.n.r.)

Bei einem gemeinsamen Gespräch dankte der Minister den anwesenden Vertreterinnen der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband, Landesbäuerin Anneliese Göller, ihrer Amtsvorgängerin und Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl und der Ehrenbezirksbäuerin und Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, dass sie "unseren Blick noch einmal geschärft haben für spezielle Aspekte des gesellschaftlichen Wandels und die daraus erwachsenden Herausforderungen". Er machte aber auch klar: "Den Grundsatz eines Lernens auch für den Alltag haben wir gerade hinsichtlich der "Lebens- und Alltagsökonomie" nicht aus dem Auge verloren. Wir haben in den Lehrplänen der Schulen die großen Themenfelder der "Lebens- und Alltagsökonomie" verankert." Für die Schulpraxis bevorzugen Minister Spaenle und die Landtagsmehrheit für die Alltagskompetenzen und Lebensökonomie ebenso wie bei der Medienerziehung einen fächerübergreifenden Ansatz und nicht den eines zusätzlichen Schulfachs.

"Alltagskompetenzen und Lebensökonomie" wird der Minister auch in Ganztagsangeboten stärker positionieren - bestehende Kooperationsvereinbarungen etwa mit den Landfrauen im Bayerischen Bauernverband, dem Bayerischen Bauernverband und dem Landesverband für Gartenbau und Landespflege dienen dabei als Ausgangsbasis.

"'Alltagskompetenz und Lebensökonomie' werden als eigenständiger Bereich im Praxis- und Serviceteil der Lehrpläne aufgenommen. Die Umsetzung des Unterrichtsgegenstandes werde ich evaluieren lassen", betonte Minister Spaenle abschließend.

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