Schreinerlehre und Abitur: Landschulheim Marquartstein bietet einzigartige Kombination

Werkstattgespräch: Staatssekretär Bernd Sibler tauscht sich mit Schülern des Landschulheims Marquartstein aus
Werkstattgespräch: Staatssekretär Bernd Sibler tauscht sich mit Schülern des Landschulheims Marquartstein aus

„Die Verknüpfung von Gymnasium und Berufswelt eröffnet den Schülern am Landschulheim Marquartstein viele Perspektiven und Chancen“, sagte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler bei seinem Besuch im Chiemgau. Bayernweite Besonderheit in Marquartstein: Die Schüler können am Gymnasium eine Schreinerlehre absolvieren.

„In Marquartstein gelingt es vorzüglich, pädagogisch Bewährtes und behutsame Innovationen miteinander in Einklang zu bringen. Die Schule tritt damit den Beweis an, dass wir gerade aus dem sorgsamen Umgang mit der Tradition Zukunftsperspektiven beziehen können“, betonte Staatssekretär Bernd Sibler.

Ton, Steine, Scherben: Staatssekretär Bernd Sibler töpfert mit Schülerinnen in Marquartstein
Ton, Steine, Scherben: Staatssekretär Bernd Sibler töpfert mit Schülerinnen in Marquartstein

Das Staatliche Landschulheim Marquartstein ist für rund 700 Schülerinnen und Schüler, darunter rund 120 Kinder und Jugendliche im Internat, nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort. Zahlreiche Aktivitäten und Angebote im handwerklichen, sportlichen und künstlerischen Bereich zeichnen die Schule aus. Sie ist in ihrer Ausrichtung einzigartig: Seit der Gründung der Schule vor 85 Jahren können die Gymnasiasten in schuleigenen Werkstätten – das Landschulheim verfügt über eine Gärtnerei, Schreinerei, Töpferei und Elektrowerkstatt –handwerkliche Fähigkeiten ausbilden. Interessierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhalten zudem die Möglichkeit, neben dem Unterricht in einem Pilotprojekt eine Schreinerlehre zu absolvieren – ein bayernweit einmaliges Angebot, das eng an das pädagogische Konzept des Schulgründers Hermann Harless angelehnt ist.

„Das staatliche Landschulheim Marquartstein verdeutlicht einmal mehr, dass staatliche Vorgaben für Schulen keine Fesseln für eine innovative Schulkultur sind. Vielmehr sind sie ein Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens dürfen und sollen die Schulen eigenverantwortlich individuelle Konzepte und Lösungen erarbeiten“, urteilte Staatssekretär Sibler.

Insgesamt rund 850 Schülerinnen und Schüler besuchen in Bayern eines der elf Internate an staatlichen Gymnasien. Kultusstaatssekretär Bernd Sibler besucht in den kommenden Wochen insgesamt vier dieser Schulen, um sich vor Ort über deren Angebot zu informieren.

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