Digitales Bildungsnetz Bayern: Bundesweit einmaliges Projekt stellt Erfahrungen vor

Unterrichtsszene an der Volksschule Buchloe, einer der Projektschulen
Unterrichtsszene an der Volksschule Buchloe, einer der Projektschulen

Tablet-PCs und Online-Medien im Unterricht – und das alles ohne großen Wartungsaufwand? Klingt wie eine Utopie, wird aber gerade an sechs bayerischen Schulen erprobt. Das IT-Projekt Digitales Bildungsnetz Bayern hat nun erste Ergebnisse vorgestellt.

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler bei der Pressekonferenz
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler bei der Pressekonferenz

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler sagte bei der Vorstellung der Projektergebnisse in München: „Digitale Medien gehören heute zur Lebenswirklichkeit junger Menschen. Wir müssen ihnen Hilfestellungen geben, damit sie mit dem rasanten Zuwachs an Wissen und an technischen Möglichkeiten sicher umgehen können. Deshalb haben wir im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Digitales Lernen Bayern“ zentrale pädagogische Angebote aufgebaut, um die Medienkompetenz an bayerischen Schulen zu stärken. Diese Angebote für Lehrkräfte und Schüler sind unter dem Dach „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ zu finden.“ Das „Digitale Bildungsnetz Bayern“ (DBB) soll hierfür die Infrastrukturbasis legen. Das Konzept wurde von den Projektpartnern entwickelt und in den vergangenen zwölf Monaten an sechs Schulen auf seine Machbarkeit hin analysiert und dabei optimiert.

Schulen aller Schularten sind an dem Projekt beteiligt:

  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Viechtach
  • Comenius Volksschule Buchloe
  • Mittelschule Neunburg vorm Wald
  • Realschule Arnstorf
  • Gymnasium bei St. Anna Augsburg
  • Gymnasium Veitshöchheim
Die Staatssekretäre Franz Pschierer (l.) und Bernd Sibler (r.) bei der Präsentation der Ergebnisse in München
Die Staatssekretäre Franz Pschierer (l.) und Bernd Sibler (r.) bei der Präsentation der Ergebnisse in München

Was ist das Digitale Bildungsnetz Bayern?
Im Kern wird mit dem Projekt Digitales Bildungsnetz Bayern eine effiziente, qualitativ hochwertige und sichere IT-Infrastruktur für die Schulen entwickelt und erprobt – einschließlich der damit einhergehenden Management- und IT-Serviceleistungen. Zugleich wird die Ausbaufähigkeit für eine mögliche Umsetzung in der Fläche erkundet. Das Vorhaben wurde vom IT-Beauftragen der Bayerischen Staatsregierung gemeinsam mit dem Wirtschaftspartner Fujitsu in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus auf den Weg gebracht.

Zur Online-Plattform mebis (Klick ins Bild)
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Hohe Verfügbarkeit, Sicherheit und einfache Bedienung
Beim Projekt Digitales Bildungsnetz Bayern steht der konkrete Nutzen im Vordergrund. So haben die beteiligten Lehrer in den vergangenen Monaten die leicht zu bedienende und effiziente Technologie zu schätzen gelernt. Zudem werden sie von administrativen Tätigkeiten entlastet und können auf eine hohe Verfügbarkeit der IT und einen schnellen Support vertrauen. Schüler und Lehrer erhalten mit dem DBB einen einfachen Zugang zu zentral bereitgestellten digitalen Medien und Lerninhalten, etwa zu dem vom Kultusministerium im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Digitales Lernen Bayern“ aufgebauten Angebot von „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“.

Die Infrastruktur lässt sich sehr flexibel und bedarfsgerecht auf die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Schulen zuschneiden. Individuelle Besonderheiten von Schulart, Schulgröße und bestehender Breitbandanbindung können berücksichtigt werden. Das Konzept ist hersteller- und betriebssystemneutral. Schüler können somit ihre eigenen Tablet-PCs oder Notebooks im Unterricht oder auch von zu Hause aus nutzen, weil sie sicher in die Schulumgebung eingebunden werden können.

Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums Viechtach
Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums Viechtach

„Proof of Concept“ als erster Meilenstein
Das Konzept des „Digitalen Bildungsnetz Bayern“ wird aktuell in der Praxis erprobt: Die Erfahrungen der teilnehmenden Schulen fließen dabei direkt in die Weiterentwicklung des Vorhabens ein. „Wir beobachten schon jetzt eine höhere Motivation bei allen Beteiligten und freuen uns über die vielen neuen methodischen Impulse“, erläutert beispielsweise Peter Schwertschlager, Schulleiter des Gymnasiums bei St. Anna, Augsburg. Auch Staatssekretär Franz Josef Pschierer,der Beauftragte für Informations- und Kommunikationstechnik der Bayerischen Staatsregierung zeigte sich bei der Präsentation der bisherigen Ergebnisse zufrieden: „Wir leisten mit dem „Digitalen Bildungsnetz Bayern“ Pionierarbeit. Dass die Rückmeldungen der Proof-of-Concept-Schulen so positiv und konstruktiv sind, freut mich sehr. Es zeigt mir, dass die Idee dieses Vorhabens richtig ist: Qualitativ hochwertige Bildung braucht eine intelligente Basis und muss auf breiten Füßen stehen. Dafür steht das Digitale Bildungsnetz Bayern. Und damit setzen wir bundesweit und darüber hinaus Zeichen.“

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