Prävention vor sexuellem Missbrauch: Theaterprojekte unterstützen die Arbeit der Schulen

Unterstützung pädagogischer Arbeit: Theaterprojekte holen wichtige Themen auf die Bühne
Unterstützung pädagogischer Arbeit: Theaterprojekte holen wichtige Themen auf die Bühne

Ein wichtiges Anliegen an Lehrkräfte ist der sensible Umgang mit der Thematik „sexueller Missbrauch“. In der pädagogischen Praxis hat sich in diesem Bereich der Einsatz des Kinder- und Jugendtheaters bewährt. Es bietet Möglichkeiten zur Identifikation, regt zum Nachdenken an und ermutigt zum Nachleben. Ausgewählte Theaterprojekte kennenlernen und an die Schule holen:
 

Sag' mal
Wann ist mir Nähe zu nah? Wie kann ich mich ausdrücken, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle? Das Theaterstück „Sag mal“ handelt von Gefühlen, Grenzen und Vertrauen. Die Künstlergruppe Kompanie Kopfstand möchte Kinder informieren, ihnen Selbstbewusstsein geben und sie zum Thema Missbrauch aufklären. Das Stück ist für Kinder von acht bis zwölf Jahren sowie Eltern, Lehrer und Fachkräfte. Das Theaterstück ist Teil der bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs des Bundesfamilienministeriums.
 

Mein Körper ist mein Freund
Die beiden Freunde Sven und Lea erzählen sich alles Mögliche. Sie vertrauen sich auch Geheimnisse an, die in der Schule die Runde machen. Lea und Sven überlegen, was sie wohl in bestimmten Situationen gemacht hätten und finden im Laufe des Theaterstücks gute Ideen. Das Stück "Mein Körper ist mein Freund" von EUKITEA ist ein präventives Theaterprojekt mit Musik zum Thema sexuelle Grenzverletzungen. Die Stücke werden nachhaltig begleitet von Workshops, Elternabenden und vertiefendem Material.
 

NEIN heißt NEIN
“NEIN heißt NEIN”: Die Botschaft klingt einfach, ist aber für viele Kinder nicht selbstverständlich. Selbstbewusste Kinder, die gelernt haben, Nein zu sagen, sind deutlich weniger gefährdet, wie verschiedene Studien ergeben haben. “NEIN heißt NEIN” ist ein Theaterprojekt zur Stärkung von Grundschulkindern. In verschiedenen Episoden lernen die beiden Protagonisten, Anna und Anton, ihre Grenzen kennen und sie verteidigen.
 

Hau ab! Interaktives Theater zur Prävention
Das interaktive Stück befasst sich sowohl mit dem „bösen Fremden“, als auch mit familiären Grenzüberschreitungen und will konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Vertrauen in das innere Gefühl soll gestärkt werden. Kinder sollen lernen, sich zu wehren, „Nein“ zu sagen und Hilfsmöglichkeiten anzunehmen. Zielsetzung dabei: Tabus aufbrechen und Kinder über Hilfsmöglichkeiten informieren. Für Lehrkräfte bietet "Hau ab!" Anregungen, die richtigen Worte zu finden, um mit Kindern über dieses Thema zu sprechen.

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