Online-Portal mebis: Bayerns Schüler und Lehrer betreten digitale Lernwelt

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (Mitte), Prof. Dr. Fischer (rechts) und Peter Schwertschlager (links) geben den Startklick für mebis
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (Mitte), Prof. Dr. Fischer (rechts) und Peter Schwertschlager (links) geben den Startklick für mebis

Virtuelle Klassenzimmer, Mediathek und Beratung für mehr Medienkompetenz. Staatssekretär Sibler startete die Pilotphase des digitalen Landesmedienzentrums „mebis“. Das Portal bietet Lehrkräften Unterrichtsmaterial sowie Beratungs- und Fortbildungsangebote. Und: In virtuellen Klassenräumen können Schüler und Lehrer gemeinsam an Projekten arbeiten.

Screenshot der Lernplattform mebis zeigt Unterrichtsmaterial für Mathematik und Deutsch
Screenshot der Lernplattform mebis zeigt Unterrichtsmaterial für Mathematik und Deutsch

„In der digitalen Internetplattform ‚mebis’ finden bayerische Lehrkräfte nun gebündelt an einem Ort die Unterstützung, die sie für die Vermittlung von Medienkompetenz und für einen Unterricht mit modernen Medien an unseren Schulen brauchen“, betonte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler anlässlich der Freischaltung des Internetportals www.mebis.bayern.de in München. Er startete damit im Rahmen der Initiative „Digitales Lernen Bayern“ die Pilotphase für „mebis“: An insgesamt 90 Schulen in allen bayerischen Regierungsbezirken arbeiten Lehrkräfte und Schüler nun mit den zentralen pädagogischen Angeboten dieser Plattform. Sie erproben im Schuljahr 2012/2013 die Inhalte und den Nutzen des Portals. Für Bernd Sibler betreten sie damit über dieses neue Tor eine digitale Lernwelt.

Pädagogische Angebote auf einer zentralen Plattform

In dem Portal finden bayerische Lehrkräfte:

  • alle Beratungs- und Fortbildungsangebote sowie Informationen zur Förderung von Medienkompetenz an bayerischen Schulen;
  • eine Mediathek mit digitalen Bildungsmedien. Sie umfasst derzeit rund 6400 Filme, interaktive Karten und Simulationen sowie Bilder und wird kontinuierlich erweitert;
  • eine zentrale Lernplattform mit virtuellen Klassenzimmern. Dort können Schülerinnen und Schülern zum Beispiel gemeinsam an Projekten arbeiten oder nach ihrem eigenen Tempo und Lernfortschritt üben.

Für Schulleiter Peter Schwertschlager vom Gymnasium bei St. Anna in Augsburg steht fest: „Medienbildung kann an einer Schule als Katalysator für die Verbesserung der Unterrichtsqualität und der Zufriedenheit der Lehrer dienen. Der Einsatz von ‚mebis’ wirkt direkt in den Unterricht hinein – eine höhere Motivation für alle Beteiligten und neue methodische Impulse sind die Früchte.“ Das Gymnasium gehört zu den 90 Schulen, die am Projekt „Referenzschulen für Medienbildung“ teilnehmen und daher Pilotschulen für „mebis“ sind.

Peter Schwertschlager, Prof. Frank Fischer, Staatssekretär Bernd Sibler sowie Kathrin Gallitz und Martin Duggen vom Kultusministerium (v.l.n.r.)
Peter Schwertschlager, Prof. Frank Fischer, Staatssekretär Bernd Sibler sowie Kathrin Gallitz und Martin Duggen vom Kultusministerium (v.l.n.r.)

„Digitales Lernen Bayern“ eröffnet Schulen neue Welten

„Digitale Medien gehören heute zur Lebenswirklichkeit junger Menschen. Daher müssen wir von Seiten der Bildungspolitik Antworten auf diese neuen Lebenswelten geben“, erklärte Kultusstaatssekretär Sibler bei der Vorstellung der Internetplattform. Deshalb hatte das Kultusministerium im September 2011 eine Projektgruppe damit beauftragt, zentrale pädagogische Angebote zur Förderung von Medienkompetenz an Schulen zu erarbeiten. Diese besteht aus Vertretern des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) und des Instituts für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU). „Mebis“ bündelt nun die erarbeiteten Angebote.

Begleitend zur Pilotphase wird das Portal von der LMU München auf seinen Mehrwert für den schulischen Lernerfolg hin untersucht. Dazu Prof. Dr. Frank Fischer, Leiter des Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie: „Digitale Medien können positive Effekte auf den schulischen Lernerfolg haben, wenn sie systematisch in den Unterricht eingebunden werden. Das Potential der Angebote von ‚mebis’ liegt darin, dass Schulleitungen, Lehrkräfte und die maßgeblichen Institutionen wie die Fortbildungsakademie, das Staatsinstitut und das Ministerium an einem Strang ziehen.“

Video: Digitales Lernen in Bayern

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Digitale Intelligenz nutzen, aber klassische Bildung weiter fördern

„Wir wollen digitale Bildung stärker in den Unterricht einbringen, um unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswirklichkeit abzuholen und mit ihnen Bildungsprozesse zu gestalten. Unser Ziel ist es dabei, die ‚digitale Intelligenz’ zu fördern, um mit dem rasanten Zuwachs an Wissen und an technischen Möglichkeiten sicher umzugehen“, erklärte der Kultusstaatssekretär. „Dabei darf aber nicht vergessen werden: Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen nicht nur eine umfassende Medienbildung, sondern auch Wissen und Kompetenzen in allen bisherigen, klassischen Bereichen der Bildung. Diese Vielfalt ist der zentrale Weg, um unsere jungen Menschen fit zu machen für ein Leben im 21. Jahrhundert“, so Bernd Sibler abschließend.

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