Geschichte im Alltag: Landessieger im Wettbewerb Erinnerungszeichen ausgezeichnet

Kultusstaatssekretär a.D. Karl Freller (links) mit Schülerinnen und Schülern der Landessiegerprojekte im Wettbewerb
Kultusstaatssekretär a.D. Karl Freller (links) mit Schülerinnen und Schülern der Landessiegerprojekte im Wettbewerb "Erinnerungszeichen"

„Die Entdeckung der Kaffeehauskultur in Aichach“ oder „Zwangssterilisation im Nationalsozialismus in der Stadt München und deren ländlicher Umgebung“: Die Siegerarbeiten im diesjährigen Landeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ haben ein breites Spektrum. Die 17 Träger der 1. Landespreise wurden in der Nürnberger Kaiserburg von Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und Kultusstaatssekretär a.D. in Vertretung von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ausgezeichnet.

Der Landeswettbewerb „Erinnerungszeichen – Schüler erforschen Geschichte und Kultur ihrer Heimat“ wird jährlich durch das Kultusministerium veranstaltet. Schüler aller Schularten forschen dabei vor Ort in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie untersuchen Originalquellen und Originalschauplätze bzw. arbeiten mit Zeitzeugen und Museen zusammen. In diesem Jahr hatten rund 1.500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern teilgenommen - neuer Teilnahmerekord!

Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen waren in der Wettbewerbsrunde 2011/12 unter dem Motto „Geschichte ist überall: Alltagsgeschichte auf dem Land und in der Stadt“ aufgerufen, die Auswirkungen historischer Entwicklungen im sozialen und politischen Bereich auf den Lebensalltag der Menschen in Stadt und Land zu untersuchen.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich in ihren Arbeiten auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit in ihrem unmittelbaren Umfeld begeben. Die Landessieger 2011/12 stammen von allen Schularten und aus allen Regierungsbezirken.

Die Landessieger im Wettbewerb „Erinnerungszeichen“ 2011/12:

Kultusstaatssekretär a.D. Karl Freller und Vertreter von Siegerklassen aus dem Grundschulbereich
Kultusstaatssekretär a.D. Karl Freller und Vertreter von Siegerklassen aus dem Grundschulbereich

Grundschulen
- Volksschule Altenstadt an der Waldnaab: „Geschichten des Altenstädters Hans Vollath, genannt ‚Der Gauner’“
- Volksschule Arnstein: „Alltagsgeschichte auf dem Land und in der Stadt“
- Grundschule Ansbach-Brodswinden: „Chronik der Schule/ Matrikel von 1824“
- Grundschule Ottobeuren: „Die Buschelkapelle bei Ottobeuren“

Förderschulen
- Hermann-Keßler-Schule Möttingen: „Ein Dorf verändert sich – Möttingen heute“

Mittelschulen
- Luitpoldschule Ansbach: „Geschichte des Schlosses Schönleiten“
- Grund- und Mittelschule Erkheim: „Erkheim – Heimatgeschichte“

Realschulen und Wirtschaftsschulen
- Sophie-La-Roche-Realschule Kaufbeuren: „‚Neugablonz’ – Eine Dokumentation“
- Staatliche Realschule Vohenstrauß: „100 Jahre Geschichte der RS Vohenstrauß“
- Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg: „Dorfgeschichten und Lebensgeschichten unserer Großeltern“

Gymnasien
- St. Marien-Gymnasium Regensburg: „Gefangenschaft im 2. Weltkrieg“
- Augustinus-Gymnasium Weiden: „Weiden. Gestern. Heute. Morgen“
- Carl-Orff-Gymnasium Schleißheim: „Schulhaus – damals wie heute“
- Deutschhaus-Gymnasium Würzburg: „Waschschiffe in Würzburg und anderswo“

Berufliche Schulen
- Berufliche Oberschule Friedberg: „Die Entdeckung der Kaffeehauskultur in Aichach“
- Berufliche Oberschule Fürstenfeldbruck: „Zwangssterilisation im Nationalsozialismus in der Stadt München und deren ländlicher Umgebung“
- Fachoberschule Kelheim: „Zeitreise Langquaid“

Die ausgezeichneten Landessieger dürfen sich über Geld- und Sachpreise bzw. Aufenthalte in Jugendherbergen oder Exkursionen freuen.

Die Landessieger im Wettbewerb "Erinnerungszeichen" (Fotos zum Download)

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