Video "Bildungsregionen in Bayern" Enge Vernetzung steigert Bildungsqualität

Video: Bildungsregionen in Bayern

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Lösungen aus der Region für die Region: Dafür entwickelt Kultusminister Ludwig Spaenle Bildungsregionen. In einem Video-Podcast erläutert er die Initiative. Direkt vor Ort sollen Dialogforen mit allen Beteiligten den Weg bereiten, die Bildungsangebote zu vernetzen und die Qualität der Bildung weiter zu verbessern. Am Ende des Prozesses steht das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle setzt dazu auf die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kommunen und Bildungsträgern vor Ort: „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen künftig noch intensiver begleiten – vom Kindergarten über die  Schulen bis zum Beruf oder zur Hochschule“, so der Minister. „So erreichen wir, dass die jungen Menschen in Bayern ihren individuellen Bildungsweg erfolgreich gehen können“.

Pilotregionen in allen Regierungsbezirken

Dazu soll sich die jeweilige Gebietskörperschaft zu einer Bildungsregion als Lern- und Lebensraum entwickeln. In allen Regierungsbezirken Bayerns gibt es Pilotregionen: Dies sind die Landkreise Miesbach und Dachau sowie die Stadt Ingolstadt in Oberbayern, in Niederbayern die Landkreise Deggendorf und Passau, in Schwaben die Stadt Kempten und der Landkreis Donau-Ries, in Mittelfranken die Stadt Erlangen und der Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen, in Unterfranken die Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen, in Oberfranken die Stadt und Landkreis Bayreuth und der Landkreis Wunsiedel sowie in der Oberpfalz der Landkreis Cham.

Die fünf Säulen der Bildungsregionen

Das Konzept der Bildungsregionen ruht auf den fünf folgenden Säulen:

  • 1. Übergänge gestalten, etwa den vom Kindergarten zur Grundschule, den von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen oder den von den allgemeinbildenden Schulen in Ausbildung und Studium.
  • 2. Bildungsangebote und Wege vernetzen durch Experten vor Ort aus den unterschiedlichen Bereichen, etwa zwischen Schulen und Kommunen, zwischen Schulen und Jugendarbeit, zwischen Schule und regionaler Wirtschaft und zwischen Schule und Erwachsenenbildung.
  • 3. Chancen eröffnen, junge Menschen in besonderen Lebenslagen unterstützen, die Teilhabegerechtigkeit erhöhen und damit kein Talent verlieren. Das bedeutet etwa, die Betreuungskulisse von Ganztagsangeboten zu verbessern oder Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu begleiten.
  • 4. Bürgergesellschaft und Jugendarbeit stärken, etwa durch die Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen Partnern sowie durch die Gewinnung von Jugendlichen für ehrenamtliches Engagement.
  • 5. Bildung als Standortfaktor angesichts des demografischen Wandels aktiv gestalten; so sollen etwa Kindertageseinrichtungen und Schulen in Wohnortnähe liegen und die Schulentwicklung optimiert werden.

„Einige der Säulen gibt es in den Landkreisen und kreisfreien Städten bereits, müssen aber noch einen Feinschliff erhalten, andere fehlen noch gänzlich“, so der Minister. „In der Regel wird es darum gehen, die Angebote und Ansätze in den einzelnen Regionen zu analysieren und zu optimieren, um so die Chancen der jungen Menschen vor Ort zu verbessern“.

Dialog: Bildungsregion gestalten – Menschen begleiten
Dialog: Bildungsregion gestalten – Menschen begleiten

Dialogforen und Arbeitskreise mit allen Beteiligten vor Ort

Die Kommunen sollen die Federführung bei der Gestaltung der Bildungsregionen übernehmen: „Schließlich geht es darum, dass die Menschen und Einrichtungen in den Regionen für sich optimale Lösungen finden – aus der Region für die Region – und zwar von unten“, konkretisiert Kultusminister Spaenle.

Die Kommunen werden bei der Gestaltung der Bildungsregionen von der neuen Konferenz der Schulaufsicht unterstützt. Diese setzt sich aus Vertretern aller Schularten zusammen.
Landräte und Oberbürgermeister werden nach dem Konzept des Ministeriums gemeinsam mit der Schulverwaltung zu einem Dialogforum einladen – und zwar die Schulfamilien, die Kommunen mit ihren Bürgermeistern, die Behörden und die regionale Wirtschaft, die Agentur für Arbeit, Bildungsträger, die Kirchen und weitere wichtige gesellschaftliche Organisationen.

Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“

Bei einem ersten Dialogforum werden entsprechende Arbeitskreise eingerichtet, die sich mit den fünf Handlungsfeldern beschäftigen, Konzepte erarbeiten und bereits Best-Practice-Beispiele weitergeben und umsetzen helfen. Bei einem zweiten Dialogforum werden alle Aspekte zusammengeführt, Vorschläge an die Entscheidungsgremien formuliert und eine Empfehlung abgegeben, ob sich die Gebietskörperschaft um das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ bewerben soll.
Am Ende des Prozesses, der sich je nach Gebietskörperschaft verschieden gestalten und unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird, steht das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“. Es wird vom Kultusministerium nach Prüfung des jeweiligen Konzepts und der Umsetzung verliehen.

„Ich bin zuversichtlich, dass die Landkreise und kreisfreien Städte sich intensiv an diesem Dialog zur weiteren Verbesserung der Bildungsangebote und -qualität zugunsten unserer jungen Menschen beteiligen“, blickte Minister Spaenle optimistisch auf die kommenden Entwicklungen.
 

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