Kreative Sieger: Platen-Gymnasium Ansbach gewinnt Deutschen Jugend-Kunst-Preis

Triptychon
Triptychon "Geköpft, Zerstückelt und Eingemauert" vom Ansbacher Platen-Gymnasium

Nah dran an Baselitz, Kiefer und Lüpertz: Davon ließen sich Schüler vom Platen-Gymnasium Ansbach so sehr inspirieren, dass sie mit dem deutschen Jugend-Kunst-Preis ausgezeichnet wurden.

Es ist der höchstdotierte Kunstpreis für Schulen in Deutschland. 20 Klassen aus dem ganzen Bundesgebiet bekommen dabei jedes Jahr die Gelegenheit, einen Tag im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg zu verbringen. Zusammen mit Fachleuten befassen sie sich intensiv mit den verschiedenen Richtungen der Kunst nach 1945 bis in die Gegenwart.

Anschließend setzen die Schülergruppen ihre Eindrücke in einem eigenen Kunstwerk um. Gefragt sind dabei Eigenständigkeit und Kreativität, technische Fertigkeit und die Umsetzung des beim Museumsbesuch erworbenen Wissens. Genauso wichtig sind aber auch Teamwork und Organisationstalent. Unter den 20 Beiträgen wird schließlich der „Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis“ vergeben.

Am 9. Februar wurden die diesjährigen Preisträger ausgezeichnet: Das Ansbacher Platen-Gymnasiums darf sich in diesem Jahr über den Sieg und damit 5.000 Euro freuen.

Die Schüler des Kunstadditums in der 12. Jahrgangsstufe nahmen in ihrem dreidimensionalen Triptychon mit dem Titel „Geköpft, Zerstückelt und Eingemauert“ sehr vielseitige Impulse auf. Sie selber erläutern ihre Idee: „Das Museum ist die Wand, von der es sich abheben soll. Inspiriert waren wir besonders von der Schichtungsarbeit Tony Craggs, der phantastischen Farbgebung von Schultze und der rohen Architektur des Museumsgebäudes. Zudem begeisterten wir uns für die Wuchtigkeit der Gemälde von Kiefer, Lüpertz und Penck.“ Betreut wurden die Schüler von ihrem Kunstlehrer, Siegfried Kirchhoff.

Die mit Künstlern, Museumsfachleuten und Sammlern hochkarätig besetzte Fachjury lobte die technische Vielseitigkeit des Werks. Besonders aber hob sie seine Konzeption hervor: „Trotz seiner Komplexität gelingt der Klasse eine ausgewogene Spannung der einzelnen Bildteile zwischen Freiraum und Überlagerung, Ruhe und Bewegung.“

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