Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2011: Bayerische Schüler gewinnen Hauptpreis

Pro und Contra: Die 10c des Hans-Leinberger-Gymnasium erstellte ein Radiopodcast zum sozialen Pflichtjahr
Pro und Contra: Die 10c des Hans-Leinberger-Gymnasium erstellte ein Radiopodcast zum sozialen Pflichtjahr

Soll nach der Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes ein soziales Pflichtjahr eingeführt werden? Zu dieser Frage haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c des Hans-Leinberger-Gymnasiums in Landshut am Schüler-wettbewerb zur politischen Bildung 2011 teilgenommen: und mit ihrem Podcast den Hauptpreis gewonnen!

Was würde die Einführung eines sozialen Pflichtjahres für die Qualität und die Personalversorgung der Pflegedienste bedeuten? Wie würde sich dadurch die Lebensplanung der betroffenen Jugendlichen verändern? Wie sieht es im Hinblick auf eine Einführung eines sozialen Pflichtjahres mit der Geschlechtergerechtigkeit aus? Ist ein solches Jahr eine staatsbürgerliche Pflicht oder stellt es vielmehr einen Eingriff in die persönliche Freiheit des Einzelnen dar? Was würde den Staat die Einführung eines sozialen Pflichtjahres kosten? Und: Ist dies überhaupt mit dem Grundgesetz oder den Menschenrechtskonventionen vereinbar?

Zu diesen Fragen haben die Schülerinnen und Schüler – unterstützt von OStR Stefan Leonhardt als betreuendem Lehrer – eine Debatte geführt und Antworten gefunden. Und diese konnten die Jury voll überzeugen. Warum? Die Antworten waren nicht nur gut recherchiert und mit Quellen belegt, sie waren auch hervorragend formuliert und zeigten, dass die 10.-Klässler das Thema von vielen verschiedenen Seiten beleuchtet haben und dabei zu einem gut fundierten und sehr differenzierten Urteil gekommen sind. Außerdem ist der Podcast technisch und inhaltliche überzeugend produziert.

Mit dem von ihnen erarbeiteten Radiofeature konnten die Schülerinnen und Schüler des Hans-Leinberger-Gymnasiums einen von 12 Hauptpreisen im aktuellen Schülerwettbewerb zur politischen Bildung gewinnen – und damit fahren sie als ganze Klasse für mehrere Tage nach Berlin.

Der Schülerwettbewerb wird jährlich von der Bundeszentrale für politische Bildung durchgeführt.
Der Schülerwettbewerb wird jährlich von der Bundeszentrale für politische Bildung durchgeführt.

„Politische Bildung ist kein Luxusgut, auf das man in Sparzeiten verzichten kann. Ohne politische Bildung fehlt unserer Demokratie der Sauerstoff zum Atmen.“ (Siegfried Schiele 2004)



Der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung wird jedes Jahr von der Bundeszentrale für politische Bildung in zwei Altergruppen (Altersgruppe 1 für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 und Altergruppe 2 für die Jahrgangsstufen 8 bis 11) bundesweit durchgeführt. Für jede Altersgruppe stehen fünf Themen zur Auswahl. Ergänzt wird diese Themenauswahl in jeder der beiden Altersgruppen durch das freie Thema „Politik brandaktuell“. Die Themenstellung der Landshuter Schüler lautete: „Alle mal mithelfen! Soziales Pflichtjahr Pro und Contra“. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler für Politik zu begeistern und sie in diesem Bereich zu fördern. Die Teilnehmer am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung reichen ihre Beiträge als Arbeiten der gesamten Klasse oder einer Arbeitsgemeinschaft ein.

2011 sind 2476 Einsendungen eingegangen. Aus Bayern kamen 277. Besonders beliebt war bei den Schülern das Thema „Politik aktuell“ gefolgt von der Themenstellung zur Datensicherheit und zur Mobbing im Internet. Zu dem Thema der Schüler des Hans-Leinberger-Gymnasiums gingen 95 Arbeiten bei der Bundeszentrale für politische Bildung ein.

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