Studium Lehramt berufliche Schulen

Hörsaal


In der Qualifikationsebene 4 gibt es folgende Möglichkeiten, die Befähigung für ein Lehramt an beruflichen Schulen zu erwerben.

1. Allgemeines zu den beiden Studienrichtungen Berufspädagogik und Wirtschaftspädagogik

Das Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen oder der einschlägige Diplom- bzw. Bachelor-/Masterstudiengang kann in folgenden berufspädagogischen Fachrichtungen durchlaufen werden:

  • Bautechnik
  • Elektro- und Informationstechnik
  • Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft
  • Agrarwirtschaft
  • Metalltechnik
  • Sozialpädagogik
  • Gesundheits- und Pflegewissenschaft
  • Wirtschaftspädagogik

Das Lehramtsstudium schließt mit der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen ab. Der Ersten Lehramtsprüfung für berufliche Schulen entspricht auch eine im Geltungsbereich des Bayerischen Lehrerbildungsgesetzes abgelegte Diplom- oder Masterprüfung für Berufs- oder Wirtschaftspädagogen, wenn sie den Anforderungen des Lehramts genügt und daneben ein mindestens einjähriges einschlägiges berufliches Praktikum oder eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung nachgewiesen wird.

Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums

  • Nachweis der Hochschulreife (allgemeine Hochschulreife oder eine einschlägige fachgebundene Hochschulreife)
  • Vordiplom oder 90 ECTS- Punkte der Fachhochschulen für eng verwandte Fachrichtungen des Lehramtsstudiums
  • ggf. Zulassung durch die Universität

Hinweis: Auch qualifizierte Berufstätige können in Bayern studieren. Informationen zu den verschiedenen Zugangsmöglichkeiten erhalten Sie hier.

Immatrikulation und Regelstudienzeit
Die Aufnahme des Studiums (Immatrikulation) ist in der Regel nur zum Wintersemester möglich. (Ausnahme: Wirtschaftspädagogik an der Universität Bamberg)
Regelstudienzeit: 9 Semester, bei Bachelor-/Masterstudiengang 10 Semester

Anrechnung anderer Studiengänge
Auf das Studium können Studienleistungen und Studienzeiten verwandter Studiengänge angerechnet werden. Anträge auf Anrechnung verwandter Studiengänge sind an das Prüfungsamt der jeweiligen Hochschule zu richten.

Meldung zur Ersten Staatsprüfung (nicht bei BA/MA- Studiengängen)
siehe die allgemeine Seite "Meldung  zur Ersten Staatsprüfung für  ein Lehramt an öffentlichen Schulen"

Abschluss
Erste Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen bzw. Diplomprüfung bzw. Masterprüfung für Berufs- oder Wirtschaftspädagogen. Ein Bachelorabschluss berechtigt nach den Bestimmungen des Bayerischen Lehrerbildungsgesetzes nicht zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen.

Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung bzw. zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst ist u.a.
1. Nachweis eines mindestens zwölfmonatigen einschlägigen Berufspraktikums oder
2. Nachweis einer einschlägigen Berufsausbildung

2. Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen bzw. Studium der Berufspädagogik

Das Studium umfasst folgende Inhalte:

  • das erziehungswissenschaftliche Studium,
  • das vertiefte Studium einer beruflichen Fachrichtung,
  • das Studium eines allgemein bildenden Unterrichtsfachs (Zweitfach) oder einer zweiten beruflichen Fachrichtung

Daneben sind Schulpraktika abzuleisten.

Fachrichtungen und Studienorte

Technische Universität München:
Agrarwirtschaft, Bautechnik, Elektro- und Informationstechnik, Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft, Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Metalltechnik
www.edu.tum.de

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg:
Elektro- und Informationstechnik, Metalltechnik
www.uni-erlangen.de

Universität Bayreuth:
Metalltechnik
www.uni-bayreuth.de

Otto-Friedrich-Universität Bamberg:
Sozialpädagogik
www.uni-bamberg.de

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt/ Hochschule Ingolstadt:
Metalltechnik
www.ku-eichstaett.de
www.haw-ingolstadt.de

In den beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik sowie Elektro- und Informationstechnik wird auch in den nächsten Jahren von einem erhöhten Einstellungsbedarf ausgegangen. Wirtschaftspädagogen wird das Studium der Studienrichtung II empfohlen. Insbesondere im Unterrichtsfach Physik sowie in Sprache und Kommunikation Deutsch (SKD) wird aus heutiger Sicht auch künftig erhöhter Bedarf bestehen.

3. Studium der Wirtschaftspädagogik

Im Hauptstudium gibt es folgende Studienrichtungen:

  • Studienrichtung I: ausschließlich wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung
  • Studienrichtung II: wirtschaftswissenschaftliche Fächer und ein allgemein bildendes Unterrichtsfach

Hinweis: Studierende können Ihre Einstellungschancen erhöhen, indem sie eines der folgenden Unterrichtsfächer studieren: Mathematik, Deutsch, Englisch oder Religionslehre.

Studienorte des Studiengangs Wirtschaftspädagogik

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
www.uni-bamberg.de

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
www.uni-erlangen.de

Ludwig-Maximilians-Universität München
www.uni-muenchen.de

4. Wechsel ins Lehramtsstudium aus anderen, verwandten Studiengängen

Wer nach einem Studium, das dem Lehramtsstudium fachlich eng verwandt ist (z.B. Diplom-Theologie), die Befähigung für ein Lehramt anstrebt, kann prüfen lassen, in welchem Umfang Studienzeiten und bisher erbrachte Leistungsnachweise als Ersatz für die fachlichen Zulassungsvoraussetzungen zur Ersten Staatsprüfung angerechnet werden können (dies gilt in begrenztem Umfang auch für Fachhochschulstudiengänge). Dazu sind der Außenstelle des Prüfungsamts für die Lehrämter an öffentlichen Schulen an der Universität die Studienunterlagen vorzulegen. Nach erfolgreichem Ablegen der Ersten Staatsprüfung ist die Meldung zum Vorbereitungsdienst möglich.

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