Ich bleibe clean!

Schüler lehnt angebotene Zigarette ab


Alkohol und Nikotin sind als gesellschaftlich akzeptierte Alltagsdrogen nach wie vor für Jugendliche wie auch für Erwachsene ein großes gesundheitliches Risiko. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch ihren Missbrauch sind immens. Trotz guter Erfolge bei der schulischen Präventionsarbeit und rückläufigem Konsum bei Jugendlichen insgesamt ist die Suchtprävention daher weiter eine wichtige Aufgabe im Rahmen der Gesundheitsförderung. Es gilt, sowohl die nachwachsenden Schülergenerationen stark zu machen gegen legale wie illegale Drogen, insbesondere Cannabis, wie auch aktuellen Entwicklungen wie dem Koma-Saufen oder dem Rauchen von Wasserpfeife entgegenzuwirken.

Die besten Informationen rund um das Thema Suchtprävention

Alkohol - Materialien für die Suchtprävention in den Klassen 5 bis 10

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Unterrichtsmaterial zum Thema "Alkohol" produziert, das von Lehrkräften und Lehramtsstudierenden kostenlos bezogen werden kann.
In 27 Unterrichts-Bausteinen, die sich fächerverbindend in kleineren oder größeren Unterrichtsvorhaben bearbeiten lassen, geht es nicht nur um die biologischen Auswirkungen von Alkoholkonsum oder um die Stellung von Alkohol in der Gesellschaft, sondern auch um die Zusammenhänge mit den Problemen der Identitätsfindung und mit gruppendynamischen Prozessen bei Heranwachsenden.

Be smart, don't start

Der Wettbewerb soll Schülerinnen und Schülern der sechsten bis achten Klasse den Anreiz geben, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Er richtet sich daher besonders an die Klassen, in denen noch nicht geraucht wird oder nur wenige Schülerinnen und Schüler rauchen.
An dem Wettbewerb haben seit dem Start 1999 mehr als 200.000 Schülerinnen und Schüler in Bayern teilgenommen. Die "Smokefree Class Competition", so heißt "Be Smart - Don’t Start" auf internationaler Ebene, wird im selben Zeitraum auch in Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal, Rumänien, der Schweiz, der Slowakei, Spanien und Ungarn durchgeführt.

Die Ziele :

  • Das Thema "Nichtrauchen" in die Schulen zu bringen und attraktiv für Schüler zu machen
  • Verzögerung bzw. Verhinderung des Einstiegs in das Rauchen bei nichtrauchenden Schülerinnen und Schülern
  • Einstellen des Zigarettenkonsums bei den Schülerinnen und Schülern, die bereits mit dem Rauchen experimentieren, sodass sie nicht zu regelmäßigen Rauchern werden
  • Durchführung begleitender gesundheitsfördernder Maßnahmen in der Klasse

Rauchfreie Schule

Seit Beginn des Schuljahres 2006/07 gilt an allen öffentlichen Schulen Bayerns ein generelles Rauchverbot für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Personal. Das Rauchverbot gilt auch für Besucherinnen und Besucher, Schulfeste und grundsätzlich alle Veranstaltungen, die auf dem Schulgelände stattfinden. Damit kommt der Freistaat Bayern seiner gesetzlichen Verantwortung für den Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nach. Vorbereitet wurde die Einführung des Rauchverbots durch einen zweijährigen Modellversuch "Auf dem Weg zur rauchfreien Schule".
Ausführliche Informationen zur Rauchfreien Schule in Bayern und Angebote zur Raucherentwöhnung finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Landeszentrale für Gesundheit.

Aktuelles Angebot für Schulen:
Der Flyer "TalkDontSmoke" des Instituts für Raucherberatung und Tabakentwöhnung (IRT) kann von Schulen in größeren Stückzahlen kostenlos (nur Versandkosten werden berechnet) angefordert werden.

Unterrichtsprogramm bauchgefühl - gestörtem Essverhalten vorbeugen

Das Unterrichtsprogramm bauchgefühl unterstützt Lehrerinnen und Lehrer, gestörtem Essverhalten von Jugendlichen vorzubeugen, indem es vielfältige Vorschläge unterbreitet, wie das Thema Essstörungen im Unterricht und schulischen Alltag aufgegriffen werden kann. Organisiert und getragen wird das Projekt bauchgefühl vom Bayerischen Kultusministerium und den Betriebskassen in Bayern. Das Unterrichtsprogramm und zahlreiche vorwiegend webbasierte Bausteine rund um das Thema Essstörungen schaffen die Basis für eine offene Diskussion von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften.

 

Onlineberatung zum Thema Partydrogen

Das Projekt Mindzone hat eine Onlineberatung rund um das Thema Partydrogen gestartet. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Angehörige. Per E-Mail-Anfrage oder im Einzel- bzw. Gruppenchat können sich Ratsuchende an das Mindzone-Team wenden.

Suchtpräventionsfachkräfte

Wie in den Richtlinien zur Suchtprävention an den bayerischen Schulen verankert, muss sich Schule im Rahmen der ganzheitlichen Erziehung mit den Gefahren der Suchtabhängigkeit auseinandersetzen. Kinder und Jugendliche müssen für ein eigenverantwortliches, sinnerfülltes Leben frühzeitig lernen, die persönlichen und sozialen Anforderungen des Alltags zu bewältigen und sich nicht in die Realitätsflucht treiben zu lassen. Sie müssen zur Bereitschaft erzogen werden, sich persönlichen, vor allem familiären, schulischen und beruflichen Problemsituationen zu stellen und ausweichendes Verhalten zu vermeiden. Schule muss deshalb ihre Möglichkeiten in der Suchtprävention und bei der Vermittlung von Lebensbewältigungskompetenz voll ausschöpften.
Hilfe und Unterstützung bieten dabei auch die regionalen Suchtpräventionsfachkräfte. Diese verfügen über eine fundierte pädagogische Ausbildung und über suchtspezifisches Wissen. Ein zentraler Aufgabenschwerpunkt dieser Präventionsfachkräfte ist es, die in einer Region geleistete Suchtpräventionsarbeit zu ergänzen und zu vernetzen. In ihrer koordinierenden und kooperierenden Funktion wenden sie sich hauptsächlich an Multiplikatoren in der Suchtprävention und somit auch an Lehrkräfte.

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