vbw-Festivalorchester 2011

Die Idee

Das „vbw-Festivalorchester“ basiert auf einer Initiative der vbw–Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und des „Festival der Nationen“. Partner dieses Förderprojektes für Schüler und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren sind das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie die Stiftung art 131. Herausragende Musikerinnen und Musiker aus Bayern erhalten unter professioneller Anleitung durch die Dozenten die einzigartige Möglichkeit, in der „musikalischen Nationalmannschaft Bayerns“ zu musizieren.

Schirmherren sind Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus und Professor Zakhar Bron, Professor an verschiedenen renommierten Hochschulen. Nach dem erfolgreichen Debüt des vbw-Festivalorchesters in 2009, spielte das Orchester im letzten Jahr zusammen mit dem Solisten Nikolai Tokarev.

Konzept

Im Rahmen des „Festival der Nationen“ gastiert das vbw-Festivalorchester regelmäßig mit international renommierten Künstlern.
Am 27. September 2011 konzertiert das vbw-Festivalorchester zusammen mit dem Geiger David Garrett und bringt folgendes Konzertprogramm zur Aufführung:

W. A. Mozart: Ouvertüre zur Oper „Die Hochzeit des Figaro“

Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester in g-Moll, op. 26
Solist: David Garrett

F. Mendelssohn: Sinfonie in A-Dur, op. 90 „Italienische“

Die Registerproben finden unter der Leitung von Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Professoren der Hochschule für Musik & Theater in München statt.

Durch ein professionelles Coaching in Register- und Tuttiproben zusammen mit hochkarätigen Dozenten erarbeiten die Orchestermitglieder in vergleichsweise kurzer Zeit ein anspruchsvolles Konzertprogramm. Unterkunft und Verpflegung sind kostenfrei. Darüber hinaus werden gemeinsam Freizeitaktivitäten unternommen.

Eine Kursgebühr wird nicht erhoben.

Zeitplan

Die beiden entscheidenden Vorspiele zur Teilnahme am „vbw-Festivalorchester“, einer Initiative der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und des „Festival der Nationen“, finden am
14. Mai 2011: Hochschule für Musik in Nürnberg, 15 – 18 Uhr und am
15. Mai 2011: Hochschule für Musik in München, 15 – 18 Uhr statt.

Das Repertoire für das Probespiel ist frei wählbar und umfasst die Instrumente Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Trompete, Posaune und Pauken.

Bewerbungen sind bis 6. Mai 2011 mit dem auf dieser Webseite hinterlegten Bewerbungsformular möglich. Teilnehmen können alle Musiker und Musikerinnen aus Bayern der Jahrgänge 1993 bis 2000.

Die Probephasen finden vom
16. September bis 18. September 2011 in Bad Wörishofen und vom
23. September bis 25. September 2011 in Herzogenaurach, Hotel HerzogsPark statt.

Generalprobe und Konzert mit David Garrett
26. September 2011 Generalprobe in Bad Wörishofen
27. September 2011 Konzert im Rahmen des Festival der Nationen
Solist: David Garrett

Festival der Nationen

Das „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen begeistert mit seinen drei Säulen Stars – Junge Weltelite – Förderprojekte für Kinder & Jugendliche seit 17 Jahren das Konzertpublikum.
Die einzigartige Festivalatmosphäre entsteht insbesondere durch die interessante Kombination von international renommierten Künstlern und der jungen Weltelite. So gastiert in diesem Jahr der Geiger David Garrett mit dem vor zwei Jahren gegründeten Festivalorchester, der „musikalischen Nationalmannschaft“ Bayerns, Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren, und der Trompeter Gábor Boldoczki mit dem National Youth Philharmonic Orchestra of Turkey.

Des Weiteren ist das „Festival der Nationen“ seit Jahren für junge Künstler ein unverzichtbares Sprungbrett zur internationalen Musikkarriere. Hochbegabte junge Künstler der vergangenen Jahre wie Julia Fischer, Emmanuel Pahud oder Danjulo Ishizaka wurden inzwischen mit dem begehrten Echo Klassik Preis ausgezeichnet.

Daneben gilt ein besonderes Hauptaugenmerk speziellen Förderprojekten für Kinder & Jugendliche. Beginnend vom Musikkindergarten bis zur Mitwirkung in einem eigenen Festivalorchester fördert das "Festival der Nationen" musikbegeisterte Kinder und gibt ihnen die Möglichkeit, durch spezielle Workshops mit international renommierten Künstlern regelmäßig ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten zu überprüfen und zu verbessern.

Künstlerischer Leiter und Dozenten

Professor Christoph Adt (künstlerischer Leiter)

Wolfgang Rihm zeigte sich begeistert, als Christoph Adt 1995 bei den "Tagen für Neue Musik Stuttgart" seine Orchesterstücke "Ungemaltes Bild" und "Spur" aufführte: "Während der letzten Proben konnte ich Christoph Adts Arbeit bewundern und ihn als überaus professionellen Orchestererzieher kennen lernen."

Joachim Kaiser, bei dem der angehende Musiker an der Stuttgarter Musikhochschule studiert hatte, bescheinigte ihm die Fähigkeit, "unter schwierigsten Verhältnissen seine hochmusikalischen Vorstellungen und Interpretationsabsichten mit freundlicher Beharrlichkeit" durchsetzten zu können.
Mit mehreren Preisen, darunter dem 1. Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Lugano, schloss Christoph Adt seine Ausbildungszeit an der Stuttgarter Musikhochschule (Kapellmeisterstudium bei Thomas Ungar und Ferdinand Leitner) ab. Es folgte eine Zeit als Assistent des Chefdirigenten beim NDR Rundfunkorchester Hannover. Gleichzeitig übernahm der junge Dirigent einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Stuttgarter Musikhochschule sowie die kommissarische Leitung des Hochschulorchesters (1994-1997). Als Christoph Adt 1998 einem Ruf als Professor an die Münchner Musikhochschule folgte, hinterlies er nicht nur an der Stuttgarter Musikhochschule eine Lücke, sondern auch im Stuttgarter Musikleben, wo er u.a. als Leiter des jungen Kammerorchesters Stuttgart hochgelobte künstlerische Arbeit geleistet hatte. Mit dem Ensemble war Christoph Adt außerdem in Russland China und Kanada auf Tournee.

Inzwischen hat sich Christoph Adt nicht nur als hochbegabter Orchesterpädagoge, sondern auch als feinsinniger Dirigent einen Namen gemacht. Einladungen und Gastspiele führten den engagierten Musiker durch ganz Europa, als Gastdirigent an das Rumänische Rundfunkorchester nach Bukarest sowie nach Japan, wo er 1998 mit der Japan Philharmonic in Tokio auftrat.

Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks studierte er Xenakis "Anastenaria" und "Die Glocken" von Alexander Nevsky ein. Im vorigen Jahr leitete er im Gustav-Mahler-Musiksaal in Toblach eine Aufführung von Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ und war mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms mit der Enescu-Philharmonie in Bukarest zu hören.

Christoph Adt ist bis heute ein gefragter Pädagoge. Er ist regelmäßig Dozent bei den Crescendo-Kursen im ungarischen Sártospatak.

Marije Grevink

Die Niederländerin Marije Grevink begann ihr Violinstudium bei Piet 't Hart an der Musikschule Veldhoven (NL) und setzte es am Königlichen Konservatorium Den Haag bei Jaring Walta fort. Zugleich besuchte sie Meisterkurse von Herman Krebbers, Mauricio Fuks, Alexander Kerr u.a. und studierte an der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bei den Konzertmeisern dieses Orchesters.

Marije Grevink war Preisträgern bei verschiedenen Wettbewerben in den Niederlanden. Sie trat als Solistin mit verschiedenen Orchestern auf und gab als Mitglied diverser Kammermusikensembles Konzerte im In- und Ausland. Als Konzertmeisterin des Schleswig-Holstein Musik Festival Orchesters und des Gustav Mahler Jugendorchesters machte sie Konzerttourneen durch ganz Europa. Marije Grevink spielte gelegentlich im Mahler Chamber Orchestra und ist Mitglied des Orange String Trios. Seit Februar 2003 ist sie Erste Geigerin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Christiane Hörr

Christiane Hörr war mehrfache Preisträgerin im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«, bevor sie ihr Bratschenstudium bei Jürgen Kussmaul in Düsseldorf aufnahm. Später wechselte sie zu Bruno Giuranna nach Berlin, außerdem besuchte sie Meisterkurse bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian. Danach verbrachte sie als Stipendiatin des DAAD ein Studienjahr an der renommierten Indiana University in Bloomington (USA). Ihre erste Orchesterstelle trat Christiane Hörr dann 1988 im Chamber Orchestra of Europe an. 1990 kam sie zum Bayerischen Rundfunk, wo sie zunächst im Symphonieorchester spielte, 1998 als Stellvertretende Solo-Bratschistin zum Münchner Rundfunkorchester wechselte und seit 2005 wieder Mitglied des Symphonieorchesters ist. Christiane Hörr spielt in verschiedenen Kammermusikvereinigungen und nimmt seit 1992 an Projekten des Consortium Classicum teil.

Stefan Trauer

Stefan Trauer, geboren 1957 in Stuttgart, erhielt seinen ersten Unterricht bei Siegfried Barchet. Nach Studien bei Antonio Janigro (Stuttgart) und Erling Blöndal Bengtsson (Köln) war er von 1979 bis 1985 Solocellist im Württembergischen Kammerorchester, mit dem er öfters als Solist auftrat. An der Gesamteinspielung der Kantaten Johann Sebastian Bachs durch Helmuth Rilling wirkte er als Continuocellist mit. Seit 1985 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und widmet sich außerdem besonders der Kammermusik, welche ihn neben häufiger Mitwirkung bei Konzerten mit Übertragung des Bayerischen Rundfunks auch zu Engagements im europäischen Ausland sowie nach Japan führte. Als Solocellist nimmt er seit Bestehen der Streicherakademie Bozen regelmäßig an deren Projekten teil.

Natalie Schwaabe

Natalie Schwaabe wurde in Tokio geboren und wuchs in Hongkong auf, wo sie ihre musikalische Ausbildung begann. Sie studierte bei Paul Meisen an der Musikhochschule, München und machte dort 1993 ihr Meisterklassendiplom. Daneben studierte sie bei Aurèle Nicolet. Ihre Orchesterlaufbahn startete sie 1991 als Solo-Flötistin bei den Münchner Symphonikern, 1993 wechselte sie zum Münchner Rundfunkorchester, und seit 1996 ist sie Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Natalie Schwaabe, die u. a. beim Wettbewerb des Internationalen Prager Frühlings (1996) und beim Internationalen Carl-Nielsen-Flöten-Wettbewerb in Odense (1998) ausgezeichnet wurde, engagiert sich neben der Orchesterarbeit als Solistin und Kammermusikerin. Im Herbst 1999 übernahm sie an der Münchner Musikhochschule einen Lehrauftrag für Piccoloflöte.

Professor Wolfgang Gaag

Wolfgang Gaag (geboren in Waldsassen) begann nach dem Abitur seine Studien zum Tonmeister an der TU Berlin und an der Hochschule für Musik-Berlin (Hauptfach Horn bei Prof. Alfred Gohlke). Während seines Studiums war er Solo-Hornist beim RIAS-Jugendorchester und beim Jeneusses Musicales Weltorchester. In die Zeit seines Abschlussexamens fiel sein erstes Engagement als Solo-Hornist der Bamberger Sinfoniker (1969). In selber Position wechselte er an das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, wo ihn Sergiu Celibidache als Solo-Hornisten zu den Münchner Philharmonikern verpflichtete. Dem Ruf als Professor an die Hochschule für Musik Stuttgart folgte die Übertragung der Professur für Horn an der Musikhochschule München. Wolfgang Gaag gehörte dem Festspielorchester Bayreuth an, ist Mitglied und Mitbegründer renommierter Kammermusikvereinigungen wie Deutsche Bläsersolisten, GERMAN BRASS, Villa Musica, Odeon-Konzerte. Seine vielseitigen Tätigkeiten als Solist, Orchester- und Kammermusiker führten ihn mit den namhaftesten Musikerpersönlichkeiten in den großen Musikzentren der Welt zusammen. Zahlreiche Einspielungen für Rundfunk, TV und CD dokumentieren seine Spielkultur und -kunst. In jüngster Zeit richtet Wolfgang Gaag sein Hauptaugenmerk auf das Unterrichten sowie auf Solo- und Kammermusikauftritte. Bei internationalen Meisterkursen, Festivals und Wettbewerben (als Juror), stellt er immer wieder seine außerordentlichen musikalischen, persönlichen und pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis.

Schirmherren

Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus

Professor Zakhar Bron, Dozent an der Hochschule der Künste in Zürich

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