vbw-Festivalorchester 2009

Die Idee

Das „vbw-Festivalorchester“ basiert auf einer Initiative der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und des „Festival der Nationen“. Partner dieses Förderprojektes für Schüler und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren sind das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie die Stiftung art 131. Im Rahmen des international renommierten „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen soll jährlich die musikalische „Nationalmannschaft Bayerns“, junge herausragende Musiker und Musikerinnen präsentiert werden. Unter dem Motto „Bayern bewegt – Jugend bewegt sich“ sollen Leistung, Team und Wettbewerb gefördert werden.

Konzept

Neben den Gymnasien in Bayern gehören Jungstudenten an den Hochschulen, Bundespreisträger von „Jugend musiziert“ sowie Schüler und Schülerinnen aus ausgewählten Musikschulen Bayerns zur Zielgruppe für dieses Orchester. Die beiden Probephasen, die vom Bayerischen Rundfunk begleitet werden, finden in Bad Wörishofen statt. Grundsätzlich ist die Einstudierung zweier Werke geplant. In 2009 handelt es sich passend zum „Haydn-Jahr“ um das Konzert für Violoncello und Orchester Nr.1 in C-Dur, Hob.VIIb:1 sowie die Sinfonie in G-Dur Nr.94, Hob I:94 „Mit dem Paukenschlag“. Die Dozenten sind Mitglieder des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und der Hochschule für Musik und Theater in München. Künstlerischer Leiter dieses Orchesters ist Professor Christoph Adt, Vizepräsident der Hochschule für Musik und Theater in München. Unterstützt wird seine Arbeit von Professor Zakhar Bron, einem der international renommiertesten Professoren für Violine, derzeit u.a. Professor an der Hochschule der Künste in Zürich, der zugleich Schirmherr dieses Orchesters ist.

Zeitplan

Die beiden entscheidenden Vorspiele zur Teilnahme am „vbw-Festivalorchester“, einer Initiative der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und des „Festival der Nationen“, finden am 23. Mai in München und am 24. Mai 2009 in Erlangen statt. Das Repertoire für das Probespiel ist frei wählbar und umfasst die Instrumente Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Horn, Fagott, Trompete und Pauken. Bewerbungen sind bis 10. Mai 2009 mit dem auf dieser Webseite hinterlegten Bewerbungsformular möglich. Teilnehmen können alle Musiker und Musikerinnen aus Bayern der Jahrgänge 1992 bis 1998. Die jungen Schüler und Jugendliche erhalten begleitet durch professionelles Coaching die einzigartige Möglichkeit, in Register- und Tuttiproben zusammen mit hochkarätigen Dozenten das Orchesterspiel zu erlernen. Die Probephasen finden vom 18. bis 20. September 2009 und vom 25. bis 27. September 2009 in Bad Wörishofen statt. Zur Entspannung bietet das „Festival der Nationen“ in Zusammenarbeit mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gemeinsame Freizeitaktivitäten. Verpflegung und Unterbringung sind kostenfrei. Auch eine Kursgebühr wird für die Teilnehmer nicht erhoben.

Festival der Nationen

Seit Bestehen des „Festival der Nationen“ ist es Justus Frantz, dem Namensgeber des Festivals, und dem Intendanten Winfried Roch ein großes Anliegen, in Bad Wörishofen die weltbesten Nachwuchskünstler vorzustellen.
Heute ist dieses Festival für die jungen Künstler das Sprungbrett zur Weltkarriere und hat sich international etabliert. Gäste aus ganz Europa besuchen die Festival-Veranstaltungen und fördern damit die junge Weltelite.
Hochbegabte Musiker der vergangenen Jahre wie Emmanuel Pahud (Flöte), Danjulo Ishizaka (Violoncello), Julia Fischer (Violine), Nikolai Tokarew (Klavier) oder Gábor Boldoczki (Trompete) begeistern heute das Publikum auf den internationalen Konzertbühnen und wurden zwischenzeitlich mit dem begehrten ECHO Klassik Preis der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet.
Begleitet werden die jungen Nachwuchskünstler von der Philharmonie der Nationen.
Neben der Förderung der jungen Weltelite haben sich in den letzten Jahren wunderbare Förderprojekte etabliert, mit dem Fokus auf Bildung für Kinder und Jugendliche.
Ein herausragendes Förderprojekt ist das „vbw-Festivalorchester“, eine eine Initiative der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und des „Festival der Nationen“.

Künstlerischer Leiter und Dozenten

Professor Christoph Adt (künstlerischer Leiter)

Wolfgang Rihm zeigte sich begeistert, als Christoph Adt 1995 bei den "Tagen für Neue Musik Stuttgart" seine Orchesterstücke "Ungemaltes Bild" und "Spur" aufführte: "Während der letzten Proben konnte ich Christoph Adts Arbeit bewundern und ihn als überaus professionellen Orchestererzieher kennen lernen."
Joachim Kaiser, bei dem der angehende Musiker an der Stuttgarter Musikhochschule studiert hatte, bescheinigte ihm die Fähigkeit, "unter schwierigsten Verhältnissen seine hochmusikalischen Vorstellungen und Interpretationsabsichten mit freundlicher Beharrlichkeit" durchsetzten zu können.

Mit mehreren Preisen, darunter dem 1. Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Lugano, schloss Christoph Adt seine Ausbildungszeit an der Stuttgarter Musikhochschule (Kapellmeisterstudium bei Thomas Ungar und Ferdinand Leitner) ab. Es folgte eine Zeit als Assistent des Chefdirigenten beim NDR Rundfunkorchester Hannover. Gleichzeitig übernahm der junge Dirigent einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Stuttgarter Musikhochschule sowie die kommissarische Leitung des Hochschulorchesters (1994-1997). Als Christoph Adt 1998 einem Ruf als Professor an die Münchner Musikhochschule folgte, hinterlies er nicht nur an der Stuttgarter Musikhochschule eine Lücke, sondern auch im Stuttgarter Musikleben, wo er u.a. als Leiter des jungen Kammerorchesters Stuttgart hochgelobte künstlerische Arbeit geleistet hatte. Mit dem Ensemble war Christoph Adt außerdem in Russland China und Kanada auf Tournee.

Inzwischen hat sich Christoph Adt nicht nur als hochbegabter Orchesterpädagoge, sondern auch als feinsinniger Dirigent einen Namen gemacht. Einladungen und Gastspiele führten den engagierten Musiker durch ganz Europa, als Gastdirigent an das Rumänische Rundfunkorchester nach Bukarest sowie nach Japan, wo er 1998 mit der Japan Philharmonic in Tokio auftrat.

Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks studierte er Xenakis "Anastenaria" und "Die Glocken" von Alexander Nevsky ein. Im vorigen Jahr leitete er im Gustav-Mahler-Musiksaal in Toblach eine Aufführung von Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ und war mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms mit der Enescu-Philharmonie in Bukarest zu hören..

Christoph Adt ist bis heute ein gefragter Pädagoge. Er ist regelmäßig Dozent bei den Crescendo-Kursen im ungarischen Sártospatak.

Marije Grevink

Die Niederländerin Marije Grevink begann ihr Violinstudium bei Piet 't Hart an der Musikschule Veldhoven (NL) und setzte es am Königlichen Konservatorium Den Haag bei Jaring Walta fort. Zugleich besuchte sie Meisterkurse von Herman Krebbers, Mauricio Fuks, Alexander Kerr u.a. und studierte an der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bei den Konzertmeisern dieses Orchesters. Marije Grevink war Preisträgern bei verschiedenen Wettbewerben in den Niederlanden. Sie trat als Solistin mit verschiedenen Orchestern auf und gab als Mitglied diverser Kammermusikensembles Konzerte im In- und Ausland. Als Konzertmeisterin des Schleswig-Holstein Musik Festival Orchesters und des Gustav Mahler Jugendorchesters machte sie Konzerttourneen durch ganz Europa. Marije Grevink spielte gelegentlich im Mahler Chamber Orchestra und ist Mitglied des Orange String Trios. Seit Februar 2003 ist sie Erste Geigerin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Stefan Trauer

Stefan Trauer, geboren 1957 in Stuttgart, erhielt seinen ersten Unterricht bei Siegfried Barchet. Nach Studien bei Antonio Janigro (Stuttgart) und Erling Blöndal Bengtsson (Köln) war er von 1979 bis 1985 Solocellist im Württembergischen Kammerorchester, mit dem er öfters als Solist auftrat. An der Gesamteinspielung der Kantaten Johann Sebastian Bachs durch Helmuth Rilling wirkte er als Continuocellist mit. Seit 1985 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und widmet sich außerdem besonders der Kammermusik, welche ihn neben häufiger Mitwirkung bei Konzerten mit Übertragung des Bayerischen Rundfunks auch zu Engagements im europäischen Ausland sowie nach Japan führte. Als Solocellist nimmt er seit Bestehen der Streicherakademie Bozen regelmäßig an deren Projekten teil.

Natalie Schwaabe

Natalie Schwaabe wurde in Tokio geboren und wuchs in Hongkong auf, wo sie ihre musikalische Ausbildung begann. Sie studierte bei Paul Meisen an der Musikhochschule, München und machte dort 1993 ihr Meisterklassendiplom. Daneben studierte sie bei Aurèle Nicolet. Ihre Orchesterlaufbahn startete sie 1991 als Solo-Flötistin bei den Münchner Symphonikern, 1993 wechselte sie zum Münchner Rundfunkorchester, und seit 1996 ist sie Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Natalie Schwaabe, die u. a. beim Wettbewerb des Internationalen Prager Frühlings (1996) und beim Internationalen Carl-Nielsen-Flöten-Wettbewerb in Odense (1998) ausgezeichnet wurde, engagiert sich neben der Orchesterarbeit als Solistin und Kammermusikerin. Im Herbst 1999 übernahm sie an der Münchner Musikhochschule einen Lehrauftrag für Piccoloflöte.

Florian Klingler

Florian Klingler (*25.10.1977 in Innsbruck) – begann mit acht Jahren mit dem Trompetenspiel bei Hannes Buchegger; von 1993-1998 studierte er Konzertfach am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck bei Prof. Erich Rinner; er ist Mitglied der Austrian Brass Connection, Art Of Brass Vienna, der Brass Connection Tirol und der Brass Band Fröschl Hall mit der er 2005 eine Solo CD aufnahm; regelmäßig ist er Gast bei den Blächbläserensembles German Brass, Pro Brass und Blechschaden; 1996 1.Preisträger beim Yamaha-Wettbewerb in Wien; 1997 1. Preisträger beim Blechbläserwettbewerb der Stadt Passau mit dem Trompetensextett Tirol; von 1995 bis 1997 Solotrompeter verschiedener Jugendorchester unter anderem im Orchester der Europäischen Union; 1997-2000 Solotrompeter im NDR-Sinfonieorchester Hamburg und seit September 2000 Solotrompeter der Münchner Philharmoniker. 2005 – 2008 Lehrbeauftragter für Trompete am Richard-Strauss-Konservatorium München. Solistische Auftritte brachten ihn mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, den Münchner Symphonikern, den Stuttgarter Philharmonikern und den Niederrheinischen Sinfonikern Mönchengladbach zusammen. Florian Klingler spielt seit 1998 Instrumente der Firma Schagerl.

Professor Wolfgang Gaag

Wolfgang Gaag (geboren in Waldsassen) begann nach dem Abitur seine Studien zum Tonmeister an der TU Berlin und an der Hochschule für Musik-Berlin (Hauptfach Horn bei Prof. Alfred Gohlke). Während seines Studiums war er Solo-Hornist beim RIAS-Jugendorchester und beim Jeneusses Musicales Weltorchester. In die Zeit seines Abschlussexamens fiel sein erstes Engagement als Solo-Hornist der Bamberger Sinfoniker (1969). In selber Position wechselte er an das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, wo ihn Sergiu Celibidache als Solo-Hornisten zu den Münchner Philharmonikern verpflichtete. Dem Ruf als Professor an die Hochschule für Musik Stuttgart folgte die Übertragung der Professur für Horn an der Musikhochschule München. Wolfgang Gaag gehörte dem Festspielorchester Bayreuth an, ist Mitglied und Mitbegründer renommierter Kammermusikvereinigungen wie Deutsche Bläsersolisten, GERMAN BRASS, Villa Musica, Odeon-Konzerte. Seine vielseitigen Tätigkeiten als Solist, Orchester- und Kammermusiker führten ihn mit den namhaftesten Musikerpersönlichkeiten in den großen Musikzentren der Welt zusammen. Zahlreiche Einspielungen für Rundfunk, TV und CD dokumentieren seine Spielkultur und -kunst. In jüngster Zeit richtet Wolfgang Gaag sein Hauptaugenmerk auf das Unterrichten sowie auf Solo- und Kammermusikauftritte. Bei internationalen Meisterkursen, Festivals und Wettbewerben (als Juror), stellt er immer wieder seine außerordentlichen musikalischen, persönlichen und pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis.

Schirmherren

Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus

Professor Zakhar Bron, Dozent an der Hochschule der Künste in Zürich

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