Artothek

Artothek für Schulen - das Projekt

Acht renommierte zeitgenössische Künstler stellen eigene Werke für das Vorhaben "Artothek" zur Verfügung. Diese Werke können von Schulen für den Zeitraum von 3 Monaten ausgeliehen und im Schulgebäude ausgestellt werden.

Schulen bewerben sich um die Ausleihe aber vor allem mit einer Projektidee. Diese zeigt, wie das jeweilige Kunstwerk in das Schulleben integriert wird. Denkbar sind etwa die Erstellung von Schülerarbeiten im Kunstunterricht, die Erarbeitung einer Theaterinszenierung, einer Lesung, die Entwicklung von Workshops. In einem Gespräch zwischen Künstler und einer Schuldelegation (Lehrer, Schüler) wird das genaue Vorhaben geklärt (Ort der Ausstellung des Kunstwerks, Art des Schulprojekts und Zeitpunkt der Präsentation). Die Ergebnisse der Schulprojekte sollen bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert werden.

Die Stiftung art 131 und das Museums-Pädagogische Zentrum München (MPZ) unterstützen das Projekt bei der Durchführung. Die Schule erhält einen Zuschuss zu ihrem Projekt. Die Kosten der Ausleihe werden von der Stiftung art 131 getragen. E-ON Bayern finanziert das Vorhaben während der Pilotphase von 3 Jahren. Die Künstler wurden von einer Fachkommission ausgewählt, der Prof. Dr. Friedel (Direktor des Lenbachhauses München), Prof. von Weizsäcker (Akademie der Bildenden Künste München) und Dr. Schwenk (Bayerische Staatsgemäldesammlungen) angehörten. Zusätzlich wurde Hans Kotter als Preisträger des E.ON Kunstpreises aufgenommen.

Künstler

Thomas Bechinger

Die meist kraftvollen Primärfarben, aber auch Mischfarben, monochrom und häufig durchscheinend aufgetragen, lassen die kontrollierte Dynamik der Pinselführung erkennen. Trotz dieser expressiven Aspekte bezieht die Malerei von Thomas Bechinger eine eigenständige Position in der Nähe von Farbfeldmalerei (R. Geiger) bzw. der Farbraummalerei (G. Graubner) und damit der Konkreten Kunst.

Albert Hien

Das künstlerische Werk des documenta-Teilnehmers nimmt eine eigenwillige Position in der Welt der Konzeptkunst ein: auf der einen Seite hintersinnige, dadaistische Ironie valentinesker Prägung, oft am Rande des Absurden, auf der anderen Seite sowohl handwerklich als auch konzeptionell bestechende Präzision und Klarheit. Diese Eigenschaften machen die besondere Qualität des Künstlers aus.

Stephan Huber

Stephan Huber verschiebt häufig die Größenverhältnisse seiner Objekte und verändert damit die Proportionen in Objektbeziehung. Er spielt mit den Bezugssystemen seiner plastischen Elemente. Er ordnet sie neu an und widersetzt sich damit beispielsweise den Gesetzmäßigkeiten der Schwerkraft. Er durchbricht und irritiert die Sehgewohnheiten situativer (Shining II) und funktionaler Zusammenhänge (Landkarten). Seine konzeptionelle Kunst bedient sich der Stilmittel des Surrealismus (R. Magritte) und des Magischen Realismus (Balthus, C. Escher).

Hans Kotter

Durch seine organischen Farbverläufe, denen er in Leuchtkästen eine besondere Dynamik verleiht, oder durch seine mit flüssigem Silikon gefüllten Objektkästen, mit denen er Gravitationsphänomene thematisiert, weist sich Hans Kotter als Vertreter der konkreten Kunst aus. Dabei bewegt er sich zwischen einer formal strengen, kognitiv strukturierten Bildsprache einerseits und scheinbar zufallsgenerierten, chaotisch anmutenden Farbexperimenten andererseits.

M+M

Mixed Media: Fotografie, Film, Video und Performance bezeichnen die Medien, welche M+M bei der Verwirklichung ihrer Kunstprojekte einsetzen.
Die Themen und die künstlerische Methodik weisen M+M als Konzeptkünstler aus.
Ihre bildhaften Umsetzungen, wie beispielsweise bei "Kurz nach fünf", zeigen in ihrer Ästhetik, die ihre Wirkung aus Farbe und Textur des Bildmaterials bezieht, eine deutliche Nähe zur Konkreten Kunst (R. Opalka, M. Cole)

Beate Passow

Beate Passow ist eine Konzeptkünstlerin, die sich vorwiegend der Fotografie mit einem dokumentarischen Ansatz bedient, um aktuelle, zeitgeschichtliche Themen aus Politik und Gesellschaft, Kunst und Kultur kritisch aufzugreifen. Damit versteht sie es, die Öffentlichkeit für politische Abläufe und Rituale sowie für deren formale Erscheinungen und Hintergründe zu sensibilisieren.

Bernd Zimmer

Der heftige Gestus im Farbauftrag, die gesteigerte motorische Dynamik bis hin zur Schüttung sowie die kontrastreiche Verwendung von gesättigten Farben prägen das stilistische Erscheinungsbild der Malerei von Bernd Zimmer. Sie steht dem Expressionistischen nahe. Diesen Eindruck verstärkt seine Thematik, die im Grenzbereich zwischen Gegenständlichkeit (z.B. Landschafts- und Wolkenmotive) und Abstraktion angesiedelt ist.

Partner

Ansprechpartner

Dr. Rainer Wenrich
Stiftung art131
Salvatorstr. 2
80333 München
Tel.: 089/2186-2692
rainer.wenrich@stmbw.bayern.de

 

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