Bayerischer Landtag Internationaler Tag der Sinti und Roma mit Festakt gewürdigt

Das Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Das Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Zeichen für Zusammenarbeit und Verständigung: Mit einem Festakt hat der Bayerische Landtag den Internationalen Tag der Sinti und Roma begangen. Anlässlich des im Februar 2018 unterzeichneten Staatsvertrages zwischen dem Freistaat Bayern und dem Landesverband Bayern der Sinti und Roma wurde ihre Bedeutung gewürdigt und der Blick auf zukünftige Chancen und Perspektiven gerichtet.

Staatssekretärin Carolina Trautner
Staatssekretärin Carolina Trautner

„Diskriminierung und Verfolgung der Sinti und Roma – insbesondere zur Zeit des Nationalsozialismus – sind Teil unserer Geschichte. Unsere Vergangenheit können wir nicht mehr ändern. Aber: Wir können und wollen daraus lernen“, betonte Staatssekretärin Carolina Trautner beim Festakt anlässlich des Internationalen Tags der Sinti und Roma im Bayerischen Landtag, zu dem Ulrike Gote, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, eingeladen hatte. „Ein vertrauens- und respektvoller Umgang ist unerlässlicher Bestandteil unseres demokratischen Zusammenlebens. Mit dem im Februar abgeschlossenen Staatsvertrag haben der Freistaat Bayern und der Landesverband Bayern des Verbandes Deutscher Sinti und Roma ein festes Fundament hierfür gelegt. Auf dieser Basis soll sich die gegenseitige Wertschätzung in unserer Gesellschaft weiterentwickeln“, so Carolina Trautner.

Diese Aufgabe umfasse Unterricht und Bildung, Erinnern und Gedenken ebenso wie die Förderung der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe. „Mit dem heutigen Festakt wollen wir ein Zeichen für Zusammenarbeit und Verständigung setzen.“ Das zeige auch das Motto ‚Verantwortung, Versöhnung und gemeinsame Zukunft‘ ganz deutlich.

Staatssekretärin Carolina Trautner (2. v. rechts) mit Marcella Reinhardt, Erich Schneeberger, Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote, Romeo Franz, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und dem KZ-Überlebenden Hermann Höllenreiner (v. links)
Staatssekretärin Carolina Trautner (2. v. rechts) mit Marcella Reinhardt, Erich Schneeberger, Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote, Romeo Franz, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und dem KZ-Überlebenden Hermann Höllenreiner (v. links)

Der Internationale Tag der Sinti und Roma findet jährlich am 8. April statt. Er wurde 1971 ins Leben gerufen. Der weltweite Aktionstag möchte einerseits auf die Diskriminierung der Sinti und Roma hinweisen und an deren Verfolgung erinnern, andererseits deren Kultur feiern.

In einem Staatsvertrag bekennen sich der Freistaat Bayern und der Landesverband Bayern des Verbandes Deutscher Sinti und Roma zu einer engen Zusammenarbeit im Sinne von Geschichtsbewusstsein, Aufklärung und Förderung der Toleranz gegenüber Minderheiten. Zudem regelt er dauerhaft die finanzielle Absicherung durch den Freistaat Bayern, die bislang haushaltsrechtlich als freiwillige Leistungen erfolgte.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion