Erfolgreiche Kooperation Bayern und Österreich arbeiten bei Zukunftsthemen Hand in Hand

Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und der österreichische Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. Heinz Faßmann
Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und der österreichische Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. Heinz Faßmann

Ob Bildung, Forschung oder Kultur - Bayerrn und sein Nachbar Österreich arbeiten auf zahlreichen Feldern eng zusammen. Gemeinsames Ziel der beiden Länder ist es, die gute und bewährte Kooperation weiter zu vertiefen.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle traf sich im Vorfeld der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 mit dem österreichischen Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. Heinz Faßmann. Bei dem Besuch in Wien betonten die beiden Minister das seit Langem freundschaftliche Verhältnis zwischen beiden Ländern. Spaenle lobte vor allem die guten Beziehungen auf dem Gebiet der Wisschenschaft und Kultur: "Bayern und Österreich arbeiten traditionell gemeinsam erfolgreich an den Zukunftsthemen Wissenschaft und Kultur. Wir sind fest entschlossen, diese Kooperation weiter auszubauen. Ich freue mich sehr, mit Bundesminister Prof. Dr. Faßmann konkrete Themen unserer bayerisch-österreichischen Zusammenarbeit besprechen zu können."

Derzeit gibt es 111 bilaterale Partnerschaften zwischen Hochulen in Bayern und Österreich. Im Wintersemester 2016/17 waren knapp 3.000 Studierende aus Österreich an Hochschulen im Freistaat eingeschrieben. Den größten Teil der bestehenden Kooperationen zwischen bayerischen und österreichischen Schulen bilden Partnerschaften im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Erasmus+. Beide Minister waren sich einig, dass die Stärkung des Erasmus-Programms ein Schlüssel zur Vertiefung des europäischen Gedankens ist.

Neben wissenschafts- und universitätspolitischen Entwicklungen diskutierten Spaenle und Faßmann auch Fragen der Erinnerungskultur. Während es bereits fachliche Kooperation bei der digital gestützten Bildungsarbeit (z.B. www.erinnern.at) gibt, bietet sich das Jahr 2018 aus historischen Gründen für eine weitere vertiefte Zusammenarbeit an: Vor genau 80 Jahren marschierte Adolf Hitler in Österreich ein und vollzog den "Anschluss" des Landes ans Dritte Reich. Insbesondere auf dem Feld der Gedenkstättenpädagogik solle die länderübergreifende Kooperation noch weiter intensiviert werden, so die beiden Minister.

Kultusminister Spaenle bei der Kranzniederlegung in Mauthausen zusammen mit der Leiterin der Gedenkstätte Dr. Barbara Glück
Kultusminister Spaenle bei der Kranzniederlegung in Mauthausen zusammen mit der Leiterin der Gedenkstätte Dr. Barbara Glück

Spaenle besuchte auf seiner Reise auch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Anlass war die Gründung der beiden Konzentrationslager Flossenbürg und Mauthausen im Jahr 1938. Hier, so Spaenle, könne man von den Erfahrungen der KZ-Gedenkstättenarbeit  gegenseitig lernen: "Wir wollen die Zusammenarbeit bei der Gedenkstättenpädagogik ausweiten. In beiden Konzentrationslagern mussten die Häftlinge unter unmenschlichsten Bedingungen Granit abbauen und wurden ihrer Menschenwürde beraubt. Das ,Nie wieder‘ bleibt unser Auftrag.“ Der bayerische Kultusminister ergänzte: „Ich habe meinem Amtskollegen den Vorschlag gemacht, ein Memorandum of Understanding auszuarbeiten und zu vereinbaren.“

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