Olympia-Attentat München 1972 Ministerpräsident Netanjahu besuchte Erinnerungsort

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (links) besuchte mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Gedenkstätte in München
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (links) besuchte mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Gedenkstätte in München

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu suchte während seines Aufenthalts in München im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz gemeinsam mit Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den "Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972" auf. Der Gedenkort ist eine "Brücke der Solidarität zwischen Bayern und Israel".

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besuchte in Begleitung von Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Erinnerungsort an das Olympia-Attentat von München 1972. Minister Spaenle würdigte beim Besuch des israelischen Regierungschefs den Gedenkort als eine „Brücke der Solidarität zwischen Bayern und Israel“.

Er ergänzte: „Die Tatsache, dass Ministerpräsident Netanjahu während seiner Teilnahme an der Sicherheitskonferenz in München bewusst den Erinnerungsort aufsuchte, zeigt die enorme Bedeutung, die der Gedenkraum im Olympiagelände in Israel hat.“

Bei dem Besuch stimmte die israelische Delegation die israelische Nationalhymne „Ha Tikva – Die Hoffnung“ an.

Kultusminister Spaenle betonte: „Die Bluttat von Terroristen an elf israelischen Sportlern und einem bayerischen Polizisten 1972 machen die Menschen in Bayern und in Deutschland auch im Jahr 2018 noch tief betroffen. Wir dürfen die Sportler der israelischen Olympiamannschaft, die zum friedlichen sportlichen Ringen in unsere Landeshauptstadt gekommen sind und hier von Terroristen brutal als Geiseln genommen und ermordet wurden, nicht vergessen und auch nicht den bayerischen Polizisten Anton Fliegerbauer, der beim Befreiungsversuch in Fürstenfeldbruck zu Tode kam. Mit dem Erinnerungsort wollen wir den Opfern im öffentlichen Bewusstsein ihr Gesicht und ihre Persönlichkeit wieder geben.“

Der „symbolische Einschnitt“, der der Gestaltung des Erinnerungsorts zugrunde liegt, stehe für den tiefen ,Einschnitt‘ für Israel, die Bundesrepublik Deutschland und die olympische Gemeinschaft, die das Attentat ausgelöst hat.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (links) gemeinsam mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (rechts) und dessen Frau Sara Netanyahu
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (links) gemeinsam mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (rechts) und dessen Frau Sara Netanyahu

Minister Spaenle und Ministerpräsident Netanjahu setzten sich bei ihrem Besuch auch mit den Biographien der elf israelischen Opfer und des bayerischen Polizisten auseinander.

Zur Geschichte des Attentats

Am 5. September waren Terroristen des „Schwarzen September“ in das Olympische Dorf eingedrungen und hatten im Haus Connollystraße 31 elf israelische Sportler als Geiseln genommen. Zwei Sportler, die sich gegen die Terroristen zur Wehr setzten, wurden noch in der Connollystraße ermordet. Die deutschen Sicherheitsbehörden brachten Terroristen und Geiseln unter dem Hinweis, sie von dort nach Kairo ausfliegen zu lassen, nach Fürstenfeldbruck. Die weiteren neun israelischen Geiseln und ein bayerischer Polizist kamen beim Befreiungsversuch auf dem Flughafen von Fürstenfeldbruck ums Leben.

Die Opfer des Attentats von 1972 sind:

Erinnerungsort im September 2017 eröffnet

Im September vergangenen Jahres hatten Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Israels Staatspräsident Reuven Rivlin den Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 eröffnet. An dem Festakt nahmen auch Angehörige der elf israelischen Sportler und des bayerischen Polizisten teil, die zu Opfern des terroristischen Attentats geworden waren.

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