Bayerisches Hauptstaatsarchiv Ausstellung zeigt Verbindung Bayerns und Bulgariens zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Aufnahme König Ludwigs III. in Bulgarien (2.v.l.)
Aufnahme König Ludwigs III. in Bulgarien (2.v.l.)

Mit rund 90 Exponaten in vier Kapiteln beleuchtet die Ausstellung „Verbündet. Bayern und Bulgarien im Ersten Weltkrieg“ die intensiven Beziehungen Bayerns und Bulgariens vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg.

Kunststaatssekretär Bernd Sibler im Gespräch mit Antoaneta Nikolaeva Baycheva (Generalkonsulin der Republik Bulgarien, München) und Erzpriester Apostolos Malamoussis
Kunststaatssekretär Bernd Sibler im Gespräch mit Antoaneta Nikolaeva Baycheva (Generalkonsulin der Republik Bulgarien, München) und Erzpriester Apostolos Malamoussis

„Mit der Ausstellung ‚Verbündet. Bayern und Bulgarien im Ersten Weltkrieg‘ ermöglicht uns das Hauptstaatsarchiv den Einblick in einen bisher kaum bekannten Teil der Geschichte des Ersten Weltkriegs“, betonte Kunststaatssekretär Bernd Sibler bei der Eröffnung der Ausstellung.

Außerdem führe sie langfristige Entwicklungen vor Augen: „Verbindungen zwischen Bayern und Bulgarien haben bereits vor und auch nach dem Ersten Weltkrieg bestanden, beispielsweise in Kultur und Wirtschaft. Das Wissen um unsere Vergangenheit kann uns bei der Gestaltung unserer Gegenwart sehr hilfreich sein. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs können wir abgerissene Verbindungen wieder aufleben lassen und neue Kontakte knüpfen.“

In diesem Zusammenhang machte der Staatssekretär auf die Arbeit der gemeinsamen Regierungskommission Bayern – Bulgarien aufmerksam, die etwa in Bildung, Wissenschaft und Kultur Modelle der Zusammenarbeit entwickelt habe. Ebenso hob er die Kooperation der Staatlichen Archive mit Bulgarien hervor: „Diese Ausstellung ist ein weiteres Beispiel der wertvollen Zusammenarbeit von Bayern und Bulgarien.“

Kunststaatssekretär Bernd Sibler mit Prof. Dr. Helmut Schaller (Präsident der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft), Frau Hetzer, Dr. Gerhard Hetzer (Direktor des Hauptstaatsarchivs), Dr. Margit Ksoll-Marcon (Generaldirektorin der Staatlichen Archive), Antoaneta Nikolaeva Baycheva (Generalkonsulin der Republik Bulgarien, München) und Prof. Dr. Mihail Gruev (Präsident der Staatsagentur
Kunststaatssekretär Bernd Sibler mit Prof. Dr. Helmut Schaller (Präsident der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft), Frau Hetzer, Dr. Gerhard Hetzer (Direktor des Hauptstaatsarchivs), Dr. Margit Ksoll-Marcon (Generaldirektorin der Staatlichen Archive), Antoaneta Nikolaeva Baycheva (Generalkonsulin der Republik Bulgarien, München) und Prof. Dr. Mihail Gruev (Präsident der Staatsagentur "Archive" Bulgariens) (v.l.n.r.)

Die Ausstellung „Verbündet. Bayern und Bulgarien im Ersten Weltkrieg“ problematisiert das politisch-militärische Bündnis des Deutschen Reichs mit dem Königreich Bulgarien während des Ersten Weltkriegs. Zudem widmet sich die Ausstellung mit ihren insgesamt rund 90 Exponaten dem deutsch-bulgarischen Verhältnis nach Kriegsende 1918. Sie findet bis 18. April in den Ausstellungsräumen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs statt. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit einleitenden Aufsätzen, öffentliche Führungen finden jeden Dienstag ab 14. März um 17.00 Uhr statt.

Als Begleitveranstaltungen werden zwei Vorträge im Hörsaal des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Schönfeldstr. 5, angeboten:

Mittwoch, 15.3.2017, 18.00 Uhr,
Prof. Dr. Helmut W. Schaller: Bulgarien und Bayern – Beziehungen in Kunst und Wissenschaft im 20. Jahrhundert.

Donnerstag, 23.3.2017, 18.00 Uhr,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Hauptstaatsarchivs stellen Bestände zu den bayerisch-bulgarischen Beziehungen vor.

Weitere Informationen

Einblicke in die Ausstellung

Vorlese-Funktion