Bayerische Museumsakademie Museen helfen bei der Integration

Das Projekt KunstWerkRaum des MPZ lädt Menschen unterschiedlicher Herkunft zur Begegnung ein. Ein Klick ins Bild führt Sie direkt zum Projekt.
Das Projekt KunstWerkRaum des MPZ lädt Menschen unterschiedlicher Herkunft zur Begegnung ein. Ein Klick ins Bild führt Sie direkt zum Projekt.

Migration als Herausforderung und Chance: Das gilt auch für die Kultureinrichtungen in Bayern. Sie können einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. Im Rahmen der Tagung „Geflüchtete und Migration“ der Bayerischen Museumsakademie wurden die vielfältigen Angebote der Museen und anderer Einrichtungen präsentiert.

Staatssekretär Bernd Sibler
Staatssekretär Bernd Sibler

Mit Zunahme der Migration nach Deutschland und Bayern in den letzten Jahren erweiterten viele Museen und andere kulturelle Einrichtungen ihre Angebote – sowohl im schulischen, als auch im außerschulischen Bereich. Staatssekretär Bernd Sibler würdigte in seinem Grußwort zur Tagung „Geflüchtete und Migration“ die Arbeit der Kunst- und Kulturvermittler: „Sie haben schnell und effektiv auf die neuen Herausforderungen reagiert. Durch Ihre Angebote haben Menschen verschiedener Nationalitäten, Sprachen und Kulturen in Museen die Möglichkeit, Vertrautem zu begegnen, Neues kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.“

Seit einigen Jahren bieten zum Beispiel das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) und das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum Nürnberg (KPZ) spezielle Programme für Geflüchtete, für Sprachschulen und Ü-Klassen an. Für Staatssekretär Sibler leisten die Museen hier einen wesentlichen Beitrag zur Integration: „Die Angebote helfen den Teilnehmern bei der Orientierung in ihrer neuen Lebenswelt. Der Gang durchs Museum bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten: Einfache Sprechanlässe fördern den Spracherwerb und erleichtern das gegenseitige Kennenlernen." Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die Programme regelmäßig angeboten werden, die individuellen sprachlichen Voraussetzungen berücksichtigen und eine große Reichweite haben.

Staatssekretär Bernd Sibler mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Dr. Bernhard Maaz, dem Leiter des MPZ Dr. Josef Kirmeier und Shahab Sangestan von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen (v. rechts)
Staatssekretär Bernd Sibler mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Dr. Bernhard Maaz, dem Leiter des MPZ Dr. Josef Kirmeier und Shahab Sangestan von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen (v. rechts)

Die Tagung der Bayerischen Museumsakademie beleuchtete unter dem Titel „Geflüchtete und Migration“ neue Aufgabenfelder und Chancen, die sich für die Museen ergeben. Die Veranstaltung bot eine Plattform für die Präsentation von Projekten für Geflüchtete und Ü-Klassen. Kunst- und Kulturvermittler hatten zwei Tage lang die Möglichkeit ihre Angebote vorzustellen, zu diskutieren und sich mit anderen auszutauschen.

Bayerische Museumsakademie (BMA)

Mit über 1.400 Museen ist Bayern das museumsreichste Land der Bundesrepublik Deutschland und eine der museumsreichsten Regionen in Europa. Zur Aus-, Fort- und Weiterbildung im Museumswesen haben das Institut für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und das Museumspädagogische Zentrum 2012 die Bayerische Museumsakademie gegründet. Sie wurde als Bestandteil des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ) eingerichtet und agiert landesweit im Bereich der Museumspädagogik.

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