Neuer pädagogischer Ansatz Pinakothek der Moderne eröffnet Raum für Kunstvermittlung

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Generaldirektor Dr. Bernhard Maaz mit einer Schülerin, die sich an einem Porträt von Minister Spaenle versucht
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Generaldirektor Dr. Bernhard Maaz mit einer Schülerin, die sich an einem Porträt von Minister Spaenle versucht

Neue Wege: Ab jetzt können Kunstvermittler und Kunstpädagogen in der Pinakothek der Moderne in einem eigens geschaffenen Raum arbeiten. Eine Realschulklasse gab den Startschuss - und versuchte sich auch an einem Porträt von Minister Spaenle.

„Ich freue mich sehr, dass die Pinakothek der Moderne einen eigenen Raum zur Kunstvermittlung für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Erwachsene und Senioren einrichtet. Das Museum erfüllt damit in einer neuen Form sein sowohl bewahrendes als auch kommunikatives Aufgabenspektrum“, sagte Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Eröffnung des neuen Kunstvermittlungsraums. In dem von Ausstellungsarchitekten entwickelten Aktions- und Präsentationsraum werden Workshops und Werkstattprojekte zur Vor- oder Nachbereitung von Begegnungen mit Kunstwerken stattfinden.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle, Generaldirektor Dr. Bernhard Maaz, Dr. Josef Kirmeier, Leiter des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ), Jochen Meister, Leiter des Besucherservices und der Kunstvermittlung, Katharina Freifrau von Perfall vom PIN.-Freundeskreis (v.r.n.l.)
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle, Generaldirektor Dr. Bernhard Maaz, Dr. Josef Kirmeier, Leiter des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ), Jochen Meister, Leiter des Besucherservices und der Kunstvermittlung, Katharina Freifrau von Perfall vom PIN.-Freundeskreis (v.r.n.l.)

Ein von PIN., den Freunden der Pinakothek der Moderne e.V., unterstütztes Programm gehört zu den ersten Projekten für diesen neuen Raum. Hierbei werden Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammengeführt. In gemeinsamen Aktionen arbeiten sie in unterschiedlichsten Kunstformen und erfahren dabei über die Begegnung mit Kunst Werte und Haltungen unserer Zivilgesellschaft: Toleranz, Offenheit und Kritikfähigkeit. Das Museum erscheint als idealer Ort, um sich jenseits sprachlicher und kultureller Barrieren zu begegnen.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle: „Das Projekt bildet das Bildungsverständnis des Freistaats Bayern ab: Wir wollen Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Elternhaus und ihrer Herkunft mit ihren vielfältigen Interessen bestmöglich fördern, wollen Brücken zwischen ihnen bauen.“

Schülerinnen einer Münchner Realschule arbeiten im neuen Kunstvermittlungsraum
Schülerinnen einer Münchner Realschule arbeiten im neuen Kunstvermittlungsraum

Das Programm ist unbefristet und soll sich durch eine Vielzahl einzelner, vernetzter Angebote und Projekte weiterentwickeln. So startet beispielweise als weiteres Programmmodul das Integrationsprojekt »TOGETTHERE | Factory« demnächst mit kleineren Teilnehmergruppen unter Beteiligung verschiedener Fachexperten (Theatercoach, Musiker, Modedesigner) in mehreren aufeinander aufbauenden Etappen, wobei das gemeinsame Anschauen, Imitieren, Variieren, Anziehen und Vorführen künstlerischer Formen die Grundlage für die Auseinandersetzung mit kulturellen Werten darstellt.

Gemeinsam ist allen der Fokus auf Kommunikation und das Miteinander der Kulturen sowie die Verknüpfung mit Kunstwerken und Objekten aus der Pinakothek der Moderne.

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