Ausstellung Kunstförderpreisträger Gewinner präsentieren ihre Arbeiten

Sehenswerte Kunstwerke von ausgezeichneten Talenten: Die Ausstellung der Kunstförderpreisträger im Bereich Bildende Künste
Sehenswerte Kunstwerke von ausgezeichneten Talenten: Die Ausstellung der Kunstförderpreisträger im Bereich Bildende Künste

Besondere Talente wurden mit der Verleihung der Bayerischen Kunstförderpreise geehrt - die Gewinner in der Sparte Bildende Kunst gestalteten nun mit ihren Werken eine Ausstellung: bis zum 26. Februar zeigen die vier prämierten Künstler ihre Arbeiten in der Münchner GALERIE DER KÜNSTLER.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle

„Kunst und Kultur haben im Freistaat einen besonderen Stellenwert. Das zeigt die vielfältige und vitale Kunst- und Kulturlandschaft Bayerns. Damit diese weiter wachsen kann, brauchen wir ein Klima, in dem Neues gedacht und ausprobiert werden kann – gerade durch den künstlerischen Nachwuchs. Der Bayerische Kunstförderpreis ist daher sowohl eine Auszeichnung für die bisherige künstlerische Arbeit als auch eine Ermutigung, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, erklärte Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle. Die Ausstellung gibt den Künstlern die Möglichkeit, ihre herausragenden Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen.

Eine Installation von Philipp Gufler
Eine Installation von Philipp Gufler

Die beteiligten Künstler

Matthias Glas überzeugte bereits während seiner Ausbildung an der Münchner Akademie mit seinem Mut zum Experiment. Auch Scheitern und Zufall gehören dabei zu seinem gestalterischen Schaffen. Er hat sich verschiedenste künstlerische Ausdruckmittel angeeignet, wie etwa Zeichnung, Video, Fotografie, Performance und bildhauerischen Materialien. Für die Jury sind seine Arbeiten geprägt von der Reflexion der erlebten Außenwelt und der inneren existentiellen Erlebniswelt. Seine Arbeiten leben im stetigen Wandel und führen in die Vielschichtigkeit von Empfindungen, Spannungen und Erfahrungen.

Die 1979 geborene Künstlerin Gabi Blum erschafft Räume – reale und imaginäre. Mit Sensibilität und einem feinen Gespür für theatralische Momente richtet sie, so die Jury, gleichsam hypnotisch wirkende Installationen ein, die betrachtet und nicht selten auch betreten werden dürfen. In diesen suggestiven Räumen agieren Figuren, die von der Künstlerin selbst oder anderen Personen verkörpert werden. Manchmal sind es auch die Betrachter selbst, die in die installative Situation einbezogen sind und die Grenze zwischen Zuschauer und Akteur aufheben. Gleichzeitig erschafft Gabi Blum auch Denk- und Assoziationsräume mittels Zitaten aus dem kollektiven Bilderfundus unserer westlich geprägten Pop- und Medienkultur.

Im Zentrum des konzeptuellen Schaffens von Philipp Gufler, geb. 1989, steht die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, die Identität eines Menschen zu standardisieren oder zu klassifizieren. Guflers ebenso kühl-analytisch wie poetisch-zart anmutende Werke artikulieren sich in unterschiedlichsten Medien, Materialien und Techniken. Er stellt Videos, Performances und Installationen her, arbeitet mit Malerei, Collagen und Siebdrucken, mit Papier, Stoff, Glas, Metall oder Epoxitharz. Die Jury betont, dass Gufler mit Bild- und Textzitaten operiert, die kulturelle Verhaltensweisen und Ausdrucksformen deutlich werden lassen. Nicht selten greife er auf die Kunstgeschichte zurück, die er neu einbettet und, ohne sie zu vereinnahmen, phantasievoll umdeutet. Mit formaler Präzision, großer Leichtigkeit und Offenheit gelinge es Philipp Gufler in seinen Arbeiten, jeden autoritären Betrachtungsmodus aufzulösen.

Bei den Arbeiten des 1982 geborenen Künstlers Andreas Peiffer geht es um Masse, um die Dynamiken von Größe, Materialität und Gewicht, die sich zwischen Objekt, Raum und Betrachter entfalten. Die meist ortspezifischen Plastiken hinterfragen und dekonstruieren den Ausstellungsraum mittels Beton, Stahl sowie Techniken des Baugewerbes: Wände werden von Apparaturen langsam durchsägt, wuchtige Motoren von Stahlseilen gebändigt, massive Treppenelemente schweben im Raum. Peiffers Interesse gelte, so die Jury, dem Moment des Kontrollverlustes, in dem sich die Situation verselbständigt und der Ausgang, auch in Bezug auf die formale Umsetzung, nicht mehr vollständig kontrollierbar ist.

Ausstellungsort

Anschrift

GALERIE DER KÜNSTLER (im Museum Fünf Kontinente)
Maximilianstraße 42
80538 München

Öffnungszeiten

Mittwoch, Freitag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
Donnerstag: 11 bis 20 Uhr

 

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