Bayerischer Trachtenverband Trachtenkulturzentrum eingeweiht in Holzhausen

Ein Festtag für ganz Bayern, speziell für die Trachtlerinnen und Trachtler der 22 Gauverbände innerhalb des Bayerischen Trachtenverbandes: In Holzhausen, Gemeinde Geisenhausen im Landkreis Landshut wurde das Trachtenkulturzentrum feierlich eröffnet.

Max Bertl, Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes mit rund 165.000 erwachsenen und 100.000 jugendlichen Mitgliedern freute sich am nunmehrigen Einweihungsfesttag über Zusammenhalt, Bauwerk und auch darüber, dass der Verband trotz der Kosten nicht verschuldet ist, denn es wurde immer nur dann abschnittsweise weiter gebaut, wenn die Finanzierung stand.

Ministerpräsident Horst Seehofer mit Max Bertl (re.) und Otto Dufter (li.)
Ministerpräsident Horst Seehofer mit Max Bertl (re.) und Otto Dufter (li.)

Zum Festakt im eigens aufgestellten Festzelt kam als Ehrengast Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Er würdigte die Leistungen der Trachtler und freute sich, dass das vom Staat zur Verfügung gestellte finanzielle Unterstützung bestens angelegt ist. Seehofer nahm sich viel Zeit, um sich die einzelnen Bauwerke anzuschauen und mit den Trachtlern und den Leuten, die in den letzten zehn Jahren Hand angelegt haben, zu sprechen.

Staatssekretär Bernd Sibler bei seinem Besuch des Trachtenkulturzentrums im August 2013
Staatssekretär Bernd Sibler bei seinem Besuch des Trachtenkulturzentrums im August 2013

Staatssekretär Bernd Sibler, der auch an der feierlichen Eröffnung des Trachtenkulturzentrums teilnahm, hält fest: "Der Beitrag, den unsere Trachtenvereine für unser Gemeinwesen leisten, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die Vereine stiften Gemeinschaft und Zusammenhalt. Dadurch bieten sie den Menschen in Bayern Halt in einer dynamischen, globalisierten Welt. Gerade die Trachtenvereine tun aber noch mehr: Sie pflegen unsere gewachsenen Traditionen und unsere Geschichte. Damit tragen sie diese Tradition und Geschichte in eine neue Zeit hinein. Und was besonders schön ist: Die Trachten- und auch Musikvereine tun das so, dass sie unzählige Menschen in Bayern damit erreichen – etwa mit ihren farbenfrohen und festlichen Trachten oder mit ihrer zünftigen Musik, die dem öffentlichen Leben und unzähligen Veranstaltungen in Bayern erst den richtigen Glanz verleihen!"

Das neue Trachtenkulturzentrum in Holzhausen beherbergt verschiedene Einrichtungen des Bayerischen Trachtenverbandes unter einem Dach
Das neue Trachtenkulturzentrum in Holzhausen beherbergt verschiedene Einrichtungen des Bayerischen Trachtenverbandes unter einem Dach

Den Auftakt zur Festveranstaltung bildete ein Gottesdienst unter freiem Himmel im Innenhof des ehemaligen Vierseithofes, den die Erzdiözese München-Freising im Rahmen eines Erbpacht-Vertrages dem Trachtenverband überließ. Dieser baute mit einem Kraftakt, in zehn Jahren, mit über 1.000 Handwerkern und Helfern sowie in über 30.000 Arbeitsstunden eine Geschäftsstelle, einen Zeltlagerplatz, ein Jugendplatzversorgerhaus, ein Museum, ein Depot, eine Jugendbildungsstätte und einen Veranstaltungsstadel. Die Tatkraft der Trachtler wurde von verschiedenen Seiten finanziell gefördert, insgesamt galt es gut sechs Millionen Euro aufzubringen, um das ehrgeizige Bauwerk zu vollenden.

Dr. Bernhard Haßlberger
Dr. Bernhard Haßlberger

Von einem reichen Segen für Land und Leute sprachen im Gottesdienst Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Regensburg. Beim Festgottesdienst und der anschließenden Veranstaltung im Festzelt war zahlreiche Prominenz vertreten, so auch Herzog Franz von Bayern, der die Schirmherrschaft für das Trachtenkulturzentrum in Holzhausen übernommen hat.

Max Bertl
Max Bertl

Max Bertl hatte an diesem Festtag guten Grund, Dank zu sagen, dieser galt seinem Vorgänger Otto Dufter, seiner gesamten Vorstandschaft, der Handwerker- und Arbeiterschar mit Architekt Udo Rieger an der Spitze sowie dem Bewirtungspersonal und den Trachten- und Musikgruppen, die sich zusammen mit Trachtenhandwerkern am Eröffnungswochenende im Freien und in den Räumen präsentierten. 

Familiengesang Rehm
Familiengesang Rehm

Die musikalische Gestaltung übernahmen die Blaskapelle Vagen, der Familiengesang Rehm und die Koppachtaler Alphornbläser aus dem Allgäu. Als Erinnerung gab es für alle Besucher ein frisch gebackenes Brot vom Holzhausener Backofenverein.

Nun beginnt für die Trachtler ein neuer Lebensabschnitt, dessen Erfolg vorauszusehen ist. Vier Arbeitsplätze, die in Holzhausen geschaffen worden sind, werden das Leben im Trachtenkulturzentrum positiv beeinflussen, viele Besucher und Veranstaltungen sind zu erwarten. Die nächste Veranstaltung ist am Mittwoch, 6. Mai die Sendung „Jetzt red i – Europa“, die vom Augustinerstadel ausgestrahlt werden wird.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.
Mehr Informationen und eine Möglichkeit zur Deaktivierung der Webanalyse finden Sie hier.