Literaturpreise des Freistaats Bayern

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle mit der Jean-Paul-Preisträgerin Petra Morsbach
Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle mit der Jean-Paul-Preisträgerin Petra Morsbach

Preis für "Bayerns Buchhandlung des Jahres"

Bayern genießt eine vielfältige Buchhandelslandschaft, in der Buchhandlungen auch in kleineren Orten das kulturelle Leben der Kommunen wesentlich mitbestimmen, die Öffentliche Hand in der Kulturvermittlung unterstützen und Lebensqualität in der Region schaffen. Um herausragende Leistungen der Buchhandlungen für die Kulturvermittlung zu unterstützen, lobt der Freistaat Bayern 2016 zum zweiten Mal einen Preis für das kulturelle Engagement einer „Bayerischen Buchhandlung des Jahres“ aus. Der Preis ist mit 7.500 € dotiert. Mit dem neuen Preis für eine Bayerische Buchhandlung des Jahres wird ein wesentlicher Teil in der Kette von den Urhebern zu den Leserinnen und Lesern ergänzt: der stationäre Buchhandel.

Bewerbungsbedingungen

Bewerben können sich Inhaberinnen und Inhaber von Buchhandlungen, die mit Veranstaltungen und Aktionen in ihrer Region ihr herausragendes kulturelles Engagement unter Beweis gestellt haben. Eine Jury, die das Verlags- und Buchhandelswesen, die Medien und das kulturelle Leben vertritt, wird sich auf der Basis der eingegangenen Dokumentation einen Gesamteindruck  machen und eine Buchhandlung für den Preis vorschlagen.

Nach der Jurierung werden die Bewerberinnen und Bewerber benachrichtigt, voraussichtlich spätestens Ende Juli.

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury. Ein Rechtsanspruch auf einen Preis besteht nicht.

Bewerbungsverfahren

Interessierte Inhaberinnen und Inhaber von Buchhandlungen können bis zum 2. Mai 2016 ihre Bewerbung einsenden an

Bayerische Staatsministerium
für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Frau Martha Stangl
Salvatorstraße 2
80333 München

Folgende Unterlagen sind vorzulegen:

  • Bewerbungsbogen in 6-facher Kopie
  • zusammen mit einer aussagekräftigen Dokumentation (in Papierform) der Aktivitäten im Bereich der Kulturvermittlung mit einer Veranschaulichung durch Bildmaterial, Werbematerial, Einladungen, Broschüren, Empfehlungskataloge, Bilder, Flyer und Rückmeldungen bei (bitte ebenfalls jeweils 6-fach)
  • 1 CD mit der Dokumentation (soweit es geht, bitte mit druckfähigem Bildmaterial). Bitte keine Online-Übermittlung von elektronischen Daten!

Kontakt

Frau RDin Dr. Elisabeth Donoughue
089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmbw.bayern.de

Preis für einen bayerischen Kleinverlag

Der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vergibt ab 2009 nach Maßgabe der im Haushalt bereitgestellten Mittel einen Preis für einen bayerischen Kleinverlag (dotiert mit 7.500 Euro).  

Der Preis würdigt die Leistungen bayerischer Verlegerinnen und Verleger, die auf dem Buchmarkt mit qualitätvollen Programmen und eigenen gestalterischen Profilen ihrer kleinen und unabhängigen Verlage die Verlagslandschaft wesentlich bereichern. 

Bewerbungsbedingungen

Bewerben können sich Verlage mit einem Jahresumsatz bis ca. 1 Mio. Euro, die ihren Sitz in Bayern haben.  

Entscheidend sind die Konsistenz des Verlagsprogramms sowie die Qualität der in den letzten Jahren, insbesondere aber im laufenden Jahr publizierten Werke aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Das Programm soll die Bereitschaft zum verlegerischen Risiko im Hinblick auf die Realisierung anspruchvoller Vorhaben auf dem Buchmarkt erkennen lassen. 

Bewerbungsverfahren

Interessierte Kleinverlage können ihre formlose Bewerbung bis zum 1. Juni 2016 richten an:  

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Referat XI.1 - Frau Martha Stangl
Salvatorstraße 2
80327 München  

Die Bewerbungsunterlagen (bitte Bewerbungsbogen verwenden) müssen enthalten:
 

  • Darstellung des Verlagsprofils (6 x)
  • aktuelles Verlagsprogramm (6 x)
  • eine Erklärung, dass der Jahresumsatz des Verlages ca. 1 Million Euro nicht übersteigt (auf dem Bewerbungsbogen zu unterschreiben)
  • zwei Werkbeispiele (davon jeweils 2 Exemplare)

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury. Ein Rechtsanspruch auf einen Preis besteht nicht.

Kontakt

RDin Dr. Elisabeth Donoughue: Tel. 089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmbw.bayern.de 

Träger des Preises für einen bayerischen Kleinverlag

2009 - mixtvision-Verlag, München
2010 - lichtung verlag, Viechtach
2011 - edition fünf, Gräfelfing
2012 - starfruit publications, Nürnberg
2013 - Horncastle Verlag, München

2014 - Volk Verlag, München

2015 - Sieveking Verlag, München

Jean-Paul-Preis und Karl-Vossler-Preis

Die Vergabe von Literaturpreisen ist eine bewährte Form öffentlicher Anerkennung und Auszeichnung eines Schriftstellers, verbunden mit einer Förderung und Werbung für sein Werk.  

Der Freistaat Bayern hat im Jahr 1983 den "Bayerischen Literaturpreis" geschaffen, der mit einer Preissumme von 15.000 Euro verbunden ist. Der Literaturpreis wird alle zwei Jahre als Jean-Paul-Preis zur Würdigung des literarischen Gesamtwerks eines deutschsprachigen Schriftstellers vergeben. Die Preise verleiht der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf der Grundlage von Vorschlägen einer Jury.  

Bis 2002 wurde darüber hinaus der Karl-Vossler-Preis in Anerkennung deutschsprachiger Darstellungen von literarischem Rang verliehen.

Träger des Jean-Paul-Preises

1983 Hans Egon Holthusen
1985 Friedrich Dürrenmatt
1987 Botho Strauß
1989 Horst Bienek
1991 Hermann Lenz
1993 Gertrud Fussenegger
1995 Siegfried Lenz
1997 Günter de Bruyn
1999 Herbert Rosendorfer
2001 Gerhard Polt
2003 Thomas Hürlimann
2005 Sarah Kirsch
2007 Uwe Dick
2009 Eckhard Henscheid
2011 Brigitte Kronauer
2013 Petra Morsbach 

2015 Gerhard Roth

Träger des Karl-Vossler-Preises

1984 Prof. Dr. Hubert Markl - Biologe
1986 Prof. Dr. Josef Isensee - Jurist
1988 Prof. Dr. Wolf Lepenies - Soziologe
1990 Prof. Dr. Friedrich Cramer - Biochemiker
1992 Prof. Dr. Harald Weinrich - Sprachwissenschaftler
1994 Prof. Dr. Hans-Martin Gauger - Romanist, Sprachwissenschaftler
1996 Prof. Dr. Arnold Esch - Historiker
1998 Prof. Dr. Peter Gülke - Musikwissenschaftler
2000 Prof. Dr. Dieter Borchmeyer - Germanist, Theaterwissenschaftler
2002 Prof. Dr. Otfried Höffe - Philosoph

Kunstförderpreis in der Sparte Literatur

Mit der jährlichen Verleihung von Förderpreisen an junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller verbindet sich die Absicht einer gezielten Nachwuchsförderung. Die Förderpreise sollen junge, begabte Autorinnen und Autoren auf ihrem eingeschlagenen Weg bestärken und ein Anreiz zur weiteren schriftstellerischen Entfaltung sein. Seit 1965 haben fast 60 Nachwuchsautoren einen Förderpreis, der zurzeit mit einer Geldsumme von 6.000 Euro dotiert ist, erhalten.

Auswahl der Preisträger

Der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht die Förderpreise an Autorinnen und Autoren, die ihre literarische Begabung in Veröffentlichungen bewiesen haben, nicht älter als vierzig Jahre sind und in Bayern wohnen, auf der Grundlage von Vorschlägen eines Gutachterausschusses.   

Vorschläge, die von dritter Seite im Ministerium eingehen, werden an die Jury weitergegeben.  

Die Vorschläge sollten mit drei Probeexemplaren (ob von einem Werk oder von verschiedenen Werken, ist freigestellt) und einem Lebenslauf samt Werkverzeichnis bis zum 1. April des Jahres eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.  

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Referat XI.1
Salvatorstraße 2
80333 München  

Kontakt
RDin Dr. Elisabeth Donoughue: 089 2186 2465
elisabeth.donoughue@stmbw.bayern.de

Träger des Kunstförderpreises in der Sparte Literatur

1965 Johannes Rüber
1966 Alexander Kluge
1967 Horst Bienek
1969 Herbert Schmidt-Kaspar
1970 Herbert Rosendorfer
1971 Manfred Bieler
1972 Uwe Dick
1973 Ulf Miehe
1975 Hans-Dieter Schäfer
1976 Rainer Malkowski
1977 Mathias Schröder
1980 Udo Steinke
1981 Wolfgang Gabel, Godehard Schramm
1982 Alfred Gulden, Jörg Krichbaum, Michael Krüger
1983 Gerhard Köpf
1984 Fitzgerald Kusz
1985 Bettina Blumenberg, Margit Irgang
1986 Hans Pleschinski
1987 Gerhard Falkner, Lukas Hammerstein, Andreas Nohl
1988 Matthias Politycki, Peter Schallmey
1989 Georg Brun, Susanne Röckel
1990 Kerstin Specht, Reinhold Ziegler
1991 Ludwig Steinherr, Thomas Strittmatter
1992 Robert Fischer, Michael von Killisch-Horn, Tanja Kinkel
1993 Franz Dobler, Helmut Haberkamm
1994 Klaas Huizing, Dagmar Leupold
1995 Nevfel Cumart, Georg M. Oswald
1996 Werner Fritsch, Andreas Neumeister
1997 Friedrich Ani, Ulrike Draesner, Elke Link & Sabine Roth
1998 Wolfgang Bauer, Norbert Niemann, Bernhard Setzwein
1999 Rainer Eder, Michael Lentz, Elmar Tannert
2000 Susanne Lange, Susanne Schedel, Maike Wetzel
2001 Klaus Böldl, Fridolin Schley, Katrin Stehle
2002 Lisbeth Exner, Thomas Lang, Christine Wunnicke
2003 Heike Geißler, Holger Helbig, Lars Vollert
2004 Ewald Arenz, Wieland Freund, Claudia Klischat
2005 Lena Gorelik, Volker Klüpfel & Michael Kobr, Jens Petersen
2006 Nuran David Calis, Nora Gomringer, Katja Huber
2007 Maximilian Dorner, Kilian Fitzpatrick & Nikolai Vogel, Daniel Grohn, Thomas von Steinaecker
2008 Karin Fellner, Stefanie Geiger, Luis Ruby
2009  Beate Teresa Hanika, Anja Utler, Benedict Wells
2010 Stephan Knösel, Tom Schulz, Benjamin Stein
2011 Katharina Eyssen, Veronika Rothfuß, Max Scharnigg
2012 Lydia Daher, Christian Lorenz Müller, Elias Wagner
2013 Martin Beyer, Jonas Lüscher, Christian Schloyer
2014 Kenah Cusanit, Joshua Groß, Susanne Krones, Manuel Niedermeier

2015 Silke Kleemann, Lilian Loke, Tobias Roth, Barbara Yelin

Weitere Informationen

Preis für Bayerische Buchhandlung des Jahres

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