Vorgeschichte und Kontexte

Das im Zentrum stehende Ereignis des Überfalls bzw. des Attentats stellt eine Zäsur in der jüngeren Geschichte der internationalen Politik dar. Zum Verständnis dieser Tragweite erklärt der Erinnerungsort schlaglichtartig den arabischen-israelischen Konflikt, der zu diesem Attentat führte, bis zum Tag des Anschlags. Dies kann selbstverständlich nur eine notwendige, auf das zentrale Ereignis zugeschnittene Einordnung sein, eine umfassende Erläuterung des Konflikts kann und soll nicht das Ziel der Ausstellung sein.

Bereits weit vor der Gründung des Staates Israel war Palästina von vielen Konfliktherden geprägt: von sozialen, ethnischen und religiösen Gegensätzen, von vormodernen Herrschaftsformen, von den Hinterlassenschaften des europäischen Kolonialismus. In dem mehrheitlich von Arabern bewohnten Gebiet lebten immer auch schon Juden.

Mit der Proklamierung des unabhängigen Staates Israel 1948 begann ein bis heute schwelender Konflikt. Kern der Auseinandersetzung ist der Anspruch von Israelis und Palästinensern auf das Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer und der Streit über den Status der Hauptstadt Jerusalem. Neben der geopolitischen Dimension ist der Konflikt jedoch auch religiös aufgeladen, was seine Beilegung zusätzlich erschwert.

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