Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972

Luftbild mit Blickbeziehungen
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Der Erinnerungsort

Der Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 ist den zwölf Opfern des Terroranschlags gewidmet: den elf israelischen Sportlern und dem deutschen Polizisten, die von den Attentätern getötet wurden.

„Die Persönlichkeiten und Lebensgeschichten der Opfer des Attentats stehen im Mittelpunkt des Erinnerungsortes hier in München“, so Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle zur Bedeutung des Erinnerungsorts. „Der Gedenkort soll an das schreckliche Geschehen erinnern, es erklären, historisch einordnen und daraus Schlüsse ziehen helfen“, ergänzte er. Der Entwurf stammt aus dem Architekturbüro Brückner & Brückner und trägt den Titel „Einschnitt“ – für Minister Spaenle „programmatisch für die traumatische Situation, die der Terrorakt während der heiteren Spiele in München ausgelöst hat“.

Während der XX. Olympischen Sommerspiele in München verübt ein palästinensisches Terrorkommando der Organisation Schwarzer September einen Anschlag auf die israelische Mannschaft. Beim Überfall auf deren Unterkunft in der Connollystraße im Olympischen Dorf töten die Attentäter am 5. September 1972 zwei Athleten und bringen neun weitere Sportler in ihre Gewalt. In der darauffolgenden Nacht scheitert ein von den deutschen Behörden unternommener Befreiungsversuch auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck: Alle israelischen Sportler und ein deutscher Polizist werden von den Terroristen ermordet. Auch fünf der insgesamt acht Attentäter kommen ums Leben.

Realisierung

Der Freistaat Bayern ist Auftraggeber und Bauherr dieses Vorhabens. Er wird durch das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie das Staatliche Bauamt München 2 vertreten.

Die Kosten des Projektes, gut 2,35 Millionen Euro, trägt der Freistaat Bayern, er wird dabei in erheblichem Maße von der Bundesrepublik Deutschland, der Landeshauptstadt München, dem Internationalen Olympischen Komitee, der Foundation for Global Sports Development und dem Deutschen Olympischen Sportbund unterstützt. 1,9 Millionen Euro sind dabei für den Erinnerungsort vorgesehen, rund 450 000 Euro für die Präsentation.

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