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Umgang mit Flüchtlingskindern in der ersten Woche ihres Schulbesuchs

Begrüßung

Die Schülerin/der Schüler wird in der Klasse

begrüßt

.

Die Begrüßungen können auch weiter in den Schulalltag integriert werden, z. B. da-

durch, dass jede Woche ein anderer

Guten-Morgen-Gruß

aus den verschiedenen

Her-

kunftsländern

der Schülerinnen und Schüler genutzt wird.

Die Schülerinnen und Schüler können ihr

Herkunftsland

auf der aushängenden

Welt-

karte

suchen, eventuell kann dies die neue Mitschülerin oder der neue Mitschüler selbst

zeigen.

In der Klasse hängen

Ländersteckbriefe

bzw.

Fahnen

der verschiedenen Herkunftsländer.

Um eine eventuelle Angst vor der Sprachbarriere zu verringern, eignet sich eine

„Small-

Talk“-Runde

mit einfachen Phrasen wie „Wie geht es dir?“.

Kennenlernspiele

Interkulturelles

Begrüßungsspiel

:

Die Schülerinnen und Schüler sitzen in einem Kreis. Jede Schülerin/jeder Schüler stellt sich

vor, indem sie/er ihren/seinen Namen sagt und ihn auf ein Blatt Papier schreibt.

Mögliche Ergänzungen:

ÿ

 Blätter mit den Namen und Fotos der jeweiligen Begrüßungsriten aufhängen

ÿ

 Begrüßungsrituale wiederholen und mit anderen Inhalten verknüpfen

(z. B. Zahlen, Wochentage: „Heute ist Montag.“

auch in der Herkunftssprache vor- und nachsprechen, etc.)

• Spiele im Unterricht

sind gut geeignet, um eine Schülerin/einen Schüler in die Klassen-

gemeinschaft zu integrieren und erste Lernerfolge zu ermöglichen. Geeignet sind

in-

ternational bekannte

Spiele (z. B. Mensch-ärgere-dich-nicht, Schach), Spiele aus einem

bestimmten Kulturkreis (Backgammon, Hus Bao) oder kooperative Spiele. Hier ist non-

verbale Kommunikation möglich, die Schülerin/der Schüler erlernt sich wiederholende

Floskeln („Du bist dran.“) und neuen Wortschatz. Dadurch können Sprachbarrieren auf-

gehoben werden.

• Bewegungsspiele/Sport:

Für jüngere Schülerinnen und Schüler sind angeleitete Kinder-

spiele wie Fangen geeignet, für ältere Jugendliche z. B. ein gemeinsames Fußballspiel.

Patenschaften

Je nach Rahmenbedingungen der Schule (Eingliederung in eine Übergangsklasse oder in eine

Regelklasse) gibt es Schülerpatinnen und -paten. Diese können insbesondere auch „ältere“

Schülerinnen und Schüler der Übergangsklasse sein, da sie sich gut in die Situation eines Neu-

ankömmlings hineinfühlen können. Wenn möglich, übernimmt die Patenschaft für eine neue

Schülerin/einen neuen Schüler ohne Sprachkenntnisse eine Schülerin oder ein Schüler aus dem-

selben Herkunftsland oder mit derselben Muttersprache (Dolmetscher, Grammatik-Helfer). Auch

eine gemeinsame Fremdsprache kann genutzt werden. Aber auch dann, wenn sich niemand

findet, der sich mit der neuen Schülerin oder dem neuen Schüler verständigen kann, können

zuverlässige, empathische Schülerinnen und Schüler die Aufgabe übernehmen, der neuen Schü-

lerin oder dem neuen Schüler gleich am ersten Tag wichtige Räume der Schule zu zeigen. Die

Patenschaften sollten so lange bestehen, bis sich die Schülerin oder der Schüler in wenigen

Worten auf Deutsch verständigen kann.

Willkommenskultur

in der Klasse